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24.08.2026 THW-Bauprogramm: Erster Neubau wurde eingeweiht

THW in Melle. Fotocredit: Andre Schroeder
Meilenstein im THW-Bauprogramm: Nach nur rund einem Jahr Bauzeit wurde heute die erste Unterkunft des Technischen Hilfswerks (THW) eingeweiht. Der Neubau entstand für den Ortsverband Melle im Rahmen des THW-Bauprogramms. Die Umsetzung des Neubauprojektes erfolgte gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und den Bauverwaltungen der Länder unter Federführung des Amtes für Bundesbau Schleswig-Holstein (AfB). „Ein starker Zivil- und Katastrophenschutz braucht eine starke, zukunftsfähige Basis. Diese haben wir mit unseren neuen THW-Ortsverbänden“, erklärte THW-Präsidentin Sabine Lackner anlässlich der Einweihung in Melle.

Auf dem etwa 7.800 Quadratmeter großen Baugrundstück im Gewerbegebiet in Melle stehen jetzt ein rund 1.000 Quadratmeter großes Gebäude und eine Halle mit 14 Stellplätzen für THW-Einsatzfahrzeuge. Der gerade bezogene Neubau beheimatet rund 150 Ehrenamtliche des THW-Ortsverbandes Melle. Ein Technischer Zug mit zwei Fachgruppen Bergung sowie Notversorgung und Notinstandsetzung und ein Fachzug Führung und Kommunikation finden in der modernen Liegenschaft Platz. „Die kurze Bauzeit von gut einem Jahr vom Baubeginn bis zum Einzug ist der seriellen, systematisierten Bauweise zu verdanken. Das THW-Bauprogramm ist somit für uns ein Projekt mit Vorreiterrolle hinsichtlich des kosten- und zeiteffizienten Bauens des Bundes “, betont BImA-Vorstandssprecher Prof. Dr. Alexander von Erdély.

Der THW-Ortsverband Melle ist einer von bundesweit rund 200 identifizierten THW-Standorten, an denen die Unterbringung der Ehrenamtlichen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Das sind knapp ein Drittel aller THW-Ortsverbände, von denen zunächst 60 mittels eines ersten Rahmenvertrags neu gebaut werden sollen. Anfang 2026 stellte die Bundesregierung im Rahmen des Pakts für den Bevölkerungsschutz weitere Gelder zur Verfügung, so dass nun alle rund 200 Neubaumaßnahmen auf den Weg gebracht werden.

Moderne Unterkünfte für den Zivil- und Katastrophenschutz

Die neuen THW-Ortsverbände entsprechen aktuellen Energie- und Umweltstandards und bieten ausreichend Platz für die vielfältiger gewordene Technik sowie die gewachsene Zahl an ehrenamtlichen THW-Einsatzkräften. „Angesichts veränderter weltpolitischer Gegebenheiten ist das THW-Bauprogramm ein Mosaikstein für ein einsatzbereites, resilientes THW. Es trägt dazu bei, den Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen“, erläutert THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Und Cedrik Strüver, Regionalstellenleiter des Staatlichen Baumanagements Region Nord-West ergänzt: „Die neuen, barrierefreien Gebäude erfüllen die Klassifizierung „Effizienzgebäude 40“, womit Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit wichtige Aspekte des Neubaus sind. Integrierte Wärmepumpen und Photovoltaik-anlagen auf den Gebäuden und Hallen erhöhen dabei zusätzlich die Energieunabhängigkeit etwa bei einem Blackout“.

Weitere Bausteine, um neuen Bedrohungslagen wie Ausfällen kritischer Infrastrukturen oder großflächigen Schadenslagen in Zukunft angemessen zu begegnen, sind neben modernen THW-Liegenschaften wirkungsvolle Strukturen, adäquate Ausbildungsinhalte sowie neue bzw. angepasste Ausstattung für die Ortsverbände. Ein Prozess, der durch den Pakt für den Bevölkerungsschutz in Deutschland an Fahrt aufnehmen konnte.



























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