News RSS-Feed

03.11.2026 Serieller Holzbau: Module von Kaufmann für Amtssitz am Spreebogen

Der neue Amtssitz am Spreebogen in Berlin. Foto: Jan Bitter
Sechs Stockwerke, 382 Holzmodule, Platz für 179 Büros und repräsentative Räume: Kaufmann Bausysteme realisierte gemeinsam mit PRIMUS developments den neuen Amtssitz am Spreebogen. Das Bürogebäude in Holzbauweise dient in den kommenden Jahren als Ausweichquartier des Bundespräsidialamts. Durch die Vorfertigung der Module im eigenen Produktionswerk in Berlin reduzierte Kaufmann Bausysteme die Bauzeit auf zwanzig Monate. Mit weiteren Großprojekten in Deutschland unterstreicht der Spezialist seine Rolle als europaweiter Pionier für seriellen Holzbau.

Höchste Ansprüche an Architektur, Funktionalität und Sicherheit: Der neue Amtssitz am Spreebogen im Herzen von Berlin erfüllt sie voll und ganz. Das von Kaufmann Bausysteme realisierte Holz-Hybrid-Bauwerk bietet auf sechs Stockwerken und 18.700 Quadratmetern Platz für 179 Büros und flexible Veranstaltungsräume. Zusammen mit PRIMUS developments und dem renommierten Architekturbüro sauerbruch hutton setzte der Holzbauspezialist ein Leuchtturmprojekt um: 382 Holzmodule, Stahlbetonstrukturen und eine Holzelementkonstruktion fügen sich harmonisch ineinander.

Mit dem Prestigeprojekt unterstreicht Kaufmann Bausysteme seine europaweite Vorreiterrolle im seriellen Holzbau. Die Systembauweise bietet noch viel Potenzial, erklärt Geschäftsführer Christian Kaufmann: „Die Zukunft des Bauens ist seriell und zirkulär. Das schont Ressourcen, minimiert die Kosten und sichert hohe Qualität – auch bei komplexen öffentlichen Projekten. Die wachsende Nachfrage bestätigt unser Konzept.“ Für 2026 erwartet das Familienunternehmen aus Reuthe im Bregenzerwald einen Umsatzrekord mit 330 Millionen Euro. Der Wachstumskurs soll im Jubiläumsjahr 2027 – Kaufmann Bausysteme wird 75 – fortgesetzt werden.

Öffentlicher Bau im Eiltempo

Der Amtssitz am Spreebogen entstand in nur zwanzig Monaten Bauzeit und blieb im Budgetrahmen von 205 Millionen Euro. Seit der Übergabe im Sommer 2026 dient das innovative Bürogebäude als Ausweichquartier des Bundespräsidialamts. Künftig soll es andere Bundesbehörden beherbergen. Die Planung erfolgte am Firmensitz von Kaufmann Bausysteme in Reuthe. Im Produktionswerk in Berlin-Herzfelde entstehen täglich bis zu zehn hochpräzise Module – unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Sie werden per Lkw angeliefert und direkt auf der Baustelle montiert. Gleichzeitig beginnen dort die Tiefbauarbeiten und die Errichtung der Stahlbetonstrukturen. Der parallele Prozess verkürzt die Bauzeit, die standardisierte Fertigung spart Material und reduziert baubedingte Emissionen.

Qualität, Effizienz und Flexibilität

Herzstück des Holz-Hybrid-Gebäudes bilden 382 Module. Sie lassen sich zu Gruppenbüros oder Besprechungsräumen verbinden und können auch nachträglich zusammengelegt oder getrennt werden. Die Büro- und Sanitärmodule fügen sich auf den Sockel und an die Gebäudekerne aus Stahlbeton. Das Obergeschoss bietet als Holzelementkonstruktion größere Spannweiten und Höhen für Veranstaltungsräume.

„Wir bauen hier im System, weniger in Modulen – der Unterschied ist wesentlich. Ein System denkt Regel und Ausnahme zusammen. Jedes Tragwerk und jede Bauweise kommt dort zum Einsatz, wo sie ihre spezifischen Stärken entfaltet. Das ist konstruktive Konsequenz“, erklärt Jürgen Bartenschlag vom Architekturbüro sauerbruch hutton. Im Innenraum verbergen sichtbare Holzoberflächen und farbige Wandverkleidungen in höchster Qualität den modularen Aufbau. Auch energetisch überzeugt das Bauwerk mit dem Standard „Effizienzgebäude Bund 40“, Fernwärme und Photovoltaik.

Großprojekte in Deutschland

Kaufmann Bausysteme ist aktuell mit weiteren Großprojekten in Deutschland tätig. Das Unternehmen realisiert für die Berliner Schulbauoffensive bis zu zehn Holzmodul-Compartmentschulen mit jeweils 300 Modulen. Die erste an der Bisamstraße-Landsberger Straße ist schon in Betrieb, weitere neun im Bau. In Nordrhein-Westfalen entsteht bis Mitte 2027 der Ville Campus Erftstadt mit 530 Apartments im Holzmodulbau und einem Holz-Hybridgebäude mit Seminarräumen. Kurz vor dem Abschluss sind eine Studentenwohnanlage mit 151 Modulen in Eichstätt und ein Studentenwohnheim mit 450 Modulen in Regensburg. Weitere Projekte sind in Planung.

























Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!