30.10.2026 Enge Margen 2027: Wo Daten Spielraum schaffen
Anfang Oktober, Messe München. In den Hallen der EXPO REAL drängen sich Projektentwickler, Investoren und Finanzierer zwischen Ständen, Espressobars und Besprechungsecken. Die Gespräche sind freundlich, doch Euphorie klingt anders. Auf den Gängen machen Sätze die Runde wie „2027 wird kein Himmel auf Erden“ oder, noch knapper, „2028 kommt für viele zu spät“.
Die Märkte laufen in unterschiedlichen Zyklen: Die USA und Spanien senden positive Signale, der deutschsprachige Raum und Frankreich bewegen sich langsam, der Nahe Osten bleibt ein Fragezeichen. Für den Heimatmarkt heißt das: Hohe Baukosten, schwierige Finanzierung und Margen ohne Puffer werden so schnell nicht verschwinden. Wer 2027 Geld verdienen will, kann nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten. Er muss Effizienz dort heben, wo sie bislang unbemerkt verloren geht – und das passiert selten durch eine große Fehlentscheidung, sondern durch Informationen, die fehlen, zu spät kommen oder zwischen zwei Beteiligten verloren gehen.
Im Bestand zeigt sich das besonders deutlich. Sanierung, Aufstockung und Umnutzung rücken nach vorn, doch der tatsächliche Zustand vieler Gebäude ist kaum dokumentiert. Jede Überraschung hinter der Wand wird zum Nachtrag, jede Unsicherheit zum Risikoaufschlag. Wer den Bestand systematisch erfasst, kann enger kalkulieren und knappe Margen überhaupt erst halten.
Im Neubau bleibt angesichts der Kosten vor allem das serielle und modulare Bauen. Sein Versprechen, mit jeder Wiederholung günstiger zu werden, löst es nur ein, wenn Erfahrungen aus einem Projekt messbar ins nächste einfließen: Welche Mängel treten immer wieder auf, welcher Arbeitsschritt verzögert sich regelmäßig? Diese Daten fallen ohnehin an. Entscheidend ist, ob jemand sie auswertet.
Bei Energie, Rechenzentren und Logistik, wo es noch Dynamik gibt, entscheidet die Übergabe in den Betrieb. Diese Immobilien funktionieren technisch fundamental anders als klassische Assets. Fehlen Anlagendaten, Wartungsintervalle oder Prüfnachweise, zahlen gerade neue Player Lehrgeld: mit Ausfällen, doppelter Arbeit und teurer Nachrecherche.
Sander van der Rijdt, Co-CEO und Co-Gründer von PlanRadar, erwartet für 2027 keinen echten Aufschwung, „wohl aber ein langsames und kontinuierliches Weitermachen bei den Stakeholdern, die geblieben sind“. Den größten ungenutzten Hebel sieht er im Beseitigen von Informationsverlusten und in Workflows, die bislang kaum automatisiert sind. „Dort stecken die entscheidenden Basispunkte.“
Gemeint sind Abläufe wie das Nachverfolgen von Mängeln, das Dokumentieren von Abnahmen oder die Übergabe von Daten aus dem Bau in den Betrieb. Einzeln wirken sie unscheinbar, zusammen entscheiden sie bei engen Margen über Gewinn oder Verlust. Den Unterschied macht 2027 also nicht, wer am meisten digitalisiert, sondern wer aus seinen Daten die richtigen Schlüsse zieht. Ein Himmel auf Erden wird das nicht. Aber Spielraum, wo andere keinen mehr sehen.
Die Märkte laufen in unterschiedlichen Zyklen: Die USA und Spanien senden positive Signale, der deutschsprachige Raum und Frankreich bewegen sich langsam, der Nahe Osten bleibt ein Fragezeichen. Für den Heimatmarkt heißt das: Hohe Baukosten, schwierige Finanzierung und Margen ohne Puffer werden so schnell nicht verschwinden. Wer 2027 Geld verdienen will, kann nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten. Er muss Effizienz dort heben, wo sie bislang unbemerkt verloren geht – und das passiert selten durch eine große Fehlentscheidung, sondern durch Informationen, die fehlen, zu spät kommen oder zwischen zwei Beteiligten verloren gehen.
Im Bestand zeigt sich das besonders deutlich. Sanierung, Aufstockung und Umnutzung rücken nach vorn, doch der tatsächliche Zustand vieler Gebäude ist kaum dokumentiert. Jede Überraschung hinter der Wand wird zum Nachtrag, jede Unsicherheit zum Risikoaufschlag. Wer den Bestand systematisch erfasst, kann enger kalkulieren und knappe Margen überhaupt erst halten.
Im Neubau bleibt angesichts der Kosten vor allem das serielle und modulare Bauen. Sein Versprechen, mit jeder Wiederholung günstiger zu werden, löst es nur ein, wenn Erfahrungen aus einem Projekt messbar ins nächste einfließen: Welche Mängel treten immer wieder auf, welcher Arbeitsschritt verzögert sich regelmäßig? Diese Daten fallen ohnehin an. Entscheidend ist, ob jemand sie auswertet.
Bei Energie, Rechenzentren und Logistik, wo es noch Dynamik gibt, entscheidet die Übergabe in den Betrieb. Diese Immobilien funktionieren technisch fundamental anders als klassische Assets. Fehlen Anlagendaten, Wartungsintervalle oder Prüfnachweise, zahlen gerade neue Player Lehrgeld: mit Ausfällen, doppelter Arbeit und teurer Nachrecherche.
Sander van der Rijdt, Co-CEO und Co-Gründer von PlanRadar, erwartet für 2027 keinen echten Aufschwung, „wohl aber ein langsames und kontinuierliches Weitermachen bei den Stakeholdern, die geblieben sind“. Den größten ungenutzten Hebel sieht er im Beseitigen von Informationsverlusten und in Workflows, die bislang kaum automatisiert sind. „Dort stecken die entscheidenden Basispunkte.“
Gemeint sind Abläufe wie das Nachverfolgen von Mängeln, das Dokumentieren von Abnahmen oder die Übergabe von Daten aus dem Bau in den Betrieb. Einzeln wirken sie unscheinbar, zusammen entscheiden sie bei engen Margen über Gewinn oder Verlust. Den Unterschied macht 2027 also nicht, wer am meisten digitalisiert, sondern wer aus seinen Daten die richtigen Schlüsse zieht. Ein Himmel auf Erden wird das nicht. Aber Spielraum, wo andere keinen mehr sehen.




