29.10.2026 Fed lässt Zinsen unverändert – Wenig Orientierung für die Märkte
„Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert belassen. Für den weiteren geldpolitischen Kurs liefert sie kaum Orientierung. Unter ihrem Vorsitzenden Kevin Warsh bleibt die Fed datenabhängig und vermeidet klare Signale zu künftigen Zinsschritten, obwohl sie die Konjunktur stärker einschätzt und die jüngsten Inflationsdaten schlechter ausgefallen sind als vor der vorherigen Sitzung. Die gestiegenen Zinsen und die damit verschärften Finanzierungsbedingungen dienen als Begründung für das Abwarten. Aus unserer Sicht deutet dies darauf hin, dass die Fed entweder die Inflationsentwicklung über einen längeren Zeitraum beurteilt oder selbst noch unsicher ist, wie weit sie die Zinsen anheben muss.
Anleger müssen sich auf eine Notenbank einstellen, die bewusst weniger Orientierung gibt. Dazu passt die angekündigte Verringerung der geldpolitischen Entscheidungssitzungen: 2027 sollen es sieben statt acht sein, 2028 nur noch sechs. Die übrigen Treffen sollen übergeordneten geldpolitischen Strategiefragen dienen. Diese Neuausrichtung könnte die Unsicherheit an den Märkten erhöhen. Wo verlässliche Signale fehlen und Zinsentscheidungen seltener getroffen werden, drohen stärkere Kursschwankungen und möglicherweise größere Zinsschritte, sobald die Fed handelt.
Die verhaltene Marktreaktion überrascht uns angesichts des geringen Neuigkeitswerts der Sitzung nicht. Die US-Zinskurve wurde etwas steiler, während Warsh sich nicht auf kurzfristige Zinserhöhungen festlegte. Entscheidend bleibt der Widerspruch zwischen robusten Konjunkturdaten, hartnäckiger Inflation und einer im Vergleich zum September weniger auf geldpolitische Straffung ausgerichteten Kommunikation. Solange die Fed trotz dieser Datenlage abwartet und ihren weiteren Kurs offenlässt, bleibt fraglich, wie schnell sie die Inflation auf ihr Zwei-Prozent-Ziel zurückführen kann.“
(von Danny Zaid, Portfoliomanager bei TwentyFour Asset Management)
Anleger müssen sich auf eine Notenbank einstellen, die bewusst weniger Orientierung gibt. Dazu passt die angekündigte Verringerung der geldpolitischen Entscheidungssitzungen: 2027 sollen es sieben statt acht sein, 2028 nur noch sechs. Die übrigen Treffen sollen übergeordneten geldpolitischen Strategiefragen dienen. Diese Neuausrichtung könnte die Unsicherheit an den Märkten erhöhen. Wo verlässliche Signale fehlen und Zinsentscheidungen seltener getroffen werden, drohen stärkere Kursschwankungen und möglicherweise größere Zinsschritte, sobald die Fed handelt.
Die verhaltene Marktreaktion überrascht uns angesichts des geringen Neuigkeitswerts der Sitzung nicht. Die US-Zinskurve wurde etwas steiler, während Warsh sich nicht auf kurzfristige Zinserhöhungen festlegte. Entscheidend bleibt der Widerspruch zwischen robusten Konjunkturdaten, hartnäckiger Inflation und einer im Vergleich zum September weniger auf geldpolitische Straffung ausgerichteten Kommunikation. Solange die Fed trotz dieser Datenlage abwartet und ihren weiteren Kurs offenlässt, bleibt fraglich, wie schnell sie die Inflation auf ihr Zwei-Prozent-Ziel zurückführen kann.“
(von Danny Zaid, Portfoliomanager bei TwentyFour Asset Management)




