28.10.2026 Studie: Seit 2024 rund 200 neue Projekte in Europa im Defence-Sektor
Eine Welle von Investments im Bereich Rüstung im einem Gesamtwert von mehreren hundert Mrd. Euro verändert laut einer Studie von Cushman & Wakefield zunehmend auch den europäischen Markt für Industrieimmobilien. Der aktuelle Report "Future Flows: Global Dynamics & European Industrial Real Estate" identifiziert zwischen Anfang 2024 bis August 2026 in ganz Europa Industrie- und Produktionsimmobilien betreffend insgesamt 197 neue Projekte im Bereich Verteidigung.
„Zeitenwende“ in der Verteidigung: Neue Projekte überwiegen
Die europäische Verteidigungsindustrie befindet sich mitten in einem Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen, hochvolumigen Produktion in einem deutlich volatileren Umfeld. Mehr als die Hälfte der insgesamt registrierten Projekte betrifft neue Anlagen (54 %), innerhalb dessen über 36 % sich auf Neubauprojekte und über 17 % den Erwerb, die Vermietung oder die Umwandlung bereits bestehender Gebäude bezieht. Die restlichen 46 % betreffen die Erweiterung bestehender Produktionsstätten.
Mehr als 40 Prozent entfallen auf UK, Deutschland und Frankreich
Das Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich haben die höchste Anzahl neuer Investitionszusagen auf sich vereinen können. Dies untermauert die Position dieser drei Länder als Europas größte Fertigungsmärkte im Rüstungsbereich. Mit über 80 entfallen über 40 Prozent der seit Anfang 2024 registrierten Projekte allein auf diese drei Länder.
In Deutschland hat die Studie insgesamt 27 Projekte in diversen Defence-Teilbereichen identifiziert: fünf werden dem Bereich Artillerie und Munition zugerechnet, jeweils vier den Bereichen „Luft- und Wasserfahrzeuge“ sowie Systeme und Komponenten, jeweils drei den Bereichen „Drohnen und autonome Fahrzeuge“, „Fahrzeuge“ sowie „Waffen“, weitere vier gehören keiner der Genannten. Darunter befinden sich mehrere Projekte von bekannten, in diesem Bereich tätigen Unternehmen wie Rheinmetall, KNDS, der Thales Group, CSG, Diehl, Quantum usw.
Unter den restlichen 21 Ländern folgen bei der Anzahl der Projekte u.a. Spanien, Polen, Italien, Schweden, die Türkei, Belgien und die Niederlanden, jedes dieser Ländern jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Sally Bruer, Head of EMEA Logistics & Industrial Research at Cushman & Wakefield: „Was den aktuellen Zyklus von früheren unterscheidet, ist, dass die Nachfrage nicht mehr auf eine begrenzte Anzahl großer Rüstungshersteller beschränkt ist. Mit der Aufnahme großer Rüstungsprogramme in der Produktion erwartet wir, dass die Aktivitäten eine breitere Lieferkette erfassen werden.“
Umsatzvolumen in Deutschland von rund 500.000 m² seit 2024
Laut Studie von Cushman & Wakefield liegt die am häufigsten aufgerufene Flächengröße für die Verteidigungsindustrie zwischen 10.000 und 25.000 m² bei einem Durchschnittswert für Neubauten von rund 20.000 m². „Nach unseren Recherchen sind in Deutschland 27 Projekte angekündigt mit einem Flächenvolumen der Produktions- und Logistikgebäude von rund 500.000 m²“, so Rainer Koepke, Head of Logistics & Industrial Agency Germany. Und weiter: „Ein Großteil der Nachfrage bezieht sich auf Eigennutzer im Produktionsbereich. Vereinzelt sind aber auch Anmietungen von nutzerspezifischen Neubauten gefragt - insbesondere bei eher unkritischen Produkten. Gelegentlich sind auch Bestandsgebäude, von Entwicklern spekulativ errichtet, oder freiwerdende Bestände insbesondere im Bereich Automotive, von Interesse.“
Fazit der Studie: Verteidigung ist bereits und bleibt ein wichtiger Faktor auf dem Industrieflächenmarkt
Deutlich gestiegene Verteidigungsausgaben schlagen sich in Nutzernachfrage im Bereich Industrieimmobilien nieder. Erklärtes Ziel dieser Ausgaben sei es laut Cushman & Wakefield - Studie, dem steigenden Bedarf einer starken Verteidigungsfähigkeit einzelner Staaten und Bündnispartnern gerecht zu werden. Hinzu komme der europaweit konzertierte Vorstoß, den Bezug von Produkten und Materialien auf europäische Quellen und Ressourcen zu konzentrieren, um die fortwährende Sicherung der Selbstversorgung innerhalb der Region, die Resilienz der Lieferketten und des Wirtschaftswachstums zu erhalten. Ein signifikanter Anteil der Nachfrage kann innerhalb konventioneller Industrieimmobilienbestände abgedeckt werden. Das schafft Chancen für neue Entwicklungen und sorgt auch für Repositionierungen bestehender Industrie- und Logistikanlagen. In der Folge seien weitere positive Effekte für die europäischen Industrieimmobilienmärkte zu erwarten.
„Zeitenwende“ in der Verteidigung: Neue Projekte überwiegen
Die europäische Verteidigungsindustrie befindet sich mitten in einem Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen, hochvolumigen Produktion in einem deutlich volatileren Umfeld. Mehr als die Hälfte der insgesamt registrierten Projekte betrifft neue Anlagen (54 %), innerhalb dessen über 36 % sich auf Neubauprojekte und über 17 % den Erwerb, die Vermietung oder die Umwandlung bereits bestehender Gebäude bezieht. Die restlichen 46 % betreffen die Erweiterung bestehender Produktionsstätten.
Mehr als 40 Prozent entfallen auf UK, Deutschland und Frankreich
Das Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich haben die höchste Anzahl neuer Investitionszusagen auf sich vereinen können. Dies untermauert die Position dieser drei Länder als Europas größte Fertigungsmärkte im Rüstungsbereich. Mit über 80 entfallen über 40 Prozent der seit Anfang 2024 registrierten Projekte allein auf diese drei Länder.
In Deutschland hat die Studie insgesamt 27 Projekte in diversen Defence-Teilbereichen identifiziert: fünf werden dem Bereich Artillerie und Munition zugerechnet, jeweils vier den Bereichen „Luft- und Wasserfahrzeuge“ sowie Systeme und Komponenten, jeweils drei den Bereichen „Drohnen und autonome Fahrzeuge“, „Fahrzeuge“ sowie „Waffen“, weitere vier gehören keiner der Genannten. Darunter befinden sich mehrere Projekte von bekannten, in diesem Bereich tätigen Unternehmen wie Rheinmetall, KNDS, der Thales Group, CSG, Diehl, Quantum usw.
Unter den restlichen 21 Ländern folgen bei der Anzahl der Projekte u.a. Spanien, Polen, Italien, Schweden, die Türkei, Belgien und die Niederlanden, jedes dieser Ländern jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Sally Bruer, Head of EMEA Logistics & Industrial Research at Cushman & Wakefield: „Was den aktuellen Zyklus von früheren unterscheidet, ist, dass die Nachfrage nicht mehr auf eine begrenzte Anzahl großer Rüstungshersteller beschränkt ist. Mit der Aufnahme großer Rüstungsprogramme in der Produktion erwartet wir, dass die Aktivitäten eine breitere Lieferkette erfassen werden.“
Umsatzvolumen in Deutschland von rund 500.000 m² seit 2024
Laut Studie von Cushman & Wakefield liegt die am häufigsten aufgerufene Flächengröße für die Verteidigungsindustrie zwischen 10.000 und 25.000 m² bei einem Durchschnittswert für Neubauten von rund 20.000 m². „Nach unseren Recherchen sind in Deutschland 27 Projekte angekündigt mit einem Flächenvolumen der Produktions- und Logistikgebäude von rund 500.000 m²“, so Rainer Koepke, Head of Logistics & Industrial Agency Germany. Und weiter: „Ein Großteil der Nachfrage bezieht sich auf Eigennutzer im Produktionsbereich. Vereinzelt sind aber auch Anmietungen von nutzerspezifischen Neubauten gefragt - insbesondere bei eher unkritischen Produkten. Gelegentlich sind auch Bestandsgebäude, von Entwicklern spekulativ errichtet, oder freiwerdende Bestände insbesondere im Bereich Automotive, von Interesse.“
Fazit der Studie: Verteidigung ist bereits und bleibt ein wichtiger Faktor auf dem Industrieflächenmarkt
Deutlich gestiegene Verteidigungsausgaben schlagen sich in Nutzernachfrage im Bereich Industrieimmobilien nieder. Erklärtes Ziel dieser Ausgaben sei es laut Cushman & Wakefield - Studie, dem steigenden Bedarf einer starken Verteidigungsfähigkeit einzelner Staaten und Bündnispartnern gerecht zu werden. Hinzu komme der europaweit konzertierte Vorstoß, den Bezug von Produkten und Materialien auf europäische Quellen und Ressourcen zu konzentrieren, um die fortwährende Sicherung der Selbstversorgung innerhalb der Region, die Resilienz der Lieferketten und des Wirtschaftswachstums zu erhalten. Ein signifikanter Anteil der Nachfrage kann innerhalb konventioneller Industrieimmobilienbestände abgedeckt werden. Das schafft Chancen für neue Entwicklungen und sorgt auch für Repositionierungen bestehender Industrie- und Logistikanlagen. In der Folge seien weitere positive Effekte für die europäischen Industrieimmobilienmärkte zu erwarten.




