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27.10.2026 Nachhaltigkeit wird fester Bestandteil des Immobilienmanagements

Die Tattersall Lorenz-Unternehmensgruppe hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Erstmals orientiert sich die konsolidierte Berichterstattung für die Tattersall Lorenz Immobilienmanagement GmbH und ihre Tochtergesellschaft talyo. Property Services GmbH am europäischen VSME-Standard.

Damit dokumentiert der bundesweit tätige integrierte Real Estate Manager die Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie und konkrete Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Zu den wesentlichen Schritten zählen der Beitritt zum UN Global Compact, die Weiterentwicklung des zertifizierten Umweltmanagements sowie der Ausbau der ESG-Kompetenzen im Gebäudemanagement. Zugleich schafft die Unternehmensgruppe eine transparentere und einheitliche Grundlage für die Erfassung, Bewertung und Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten.

„Nachhaltigkeit ist für uns ein Bestandteil eines langfristig ausgerichteten Immobilienmanagements. Eigentümer und Investoren benötigen belastbare Daten und konkrete Handlungsempfehlungen, um ihre Immobilien wirtschaftlich erfolgreich und zugleich zukunftsfähig zu bewirtschaften. Dafür müssen nicht nur ökologische Anforderungen, sondern auch technische Möglichkeiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gemeinsam betrachtet werden“, erklärt Susanne Tattersall, geschäftsführende Gesellschafterin von Tattersall Lorenz.

Die Unternehmensgruppe betreute zum Jahresende 2025 an acht deutschen Standorten eine Mietfläche von rund 6,24 Millionen Quadratmetern mit insgesamt 12.508 Einzelmietverträgen. Angesichts steigender regulatorischer und marktseitiger Anforderungen an die Nachhaltigkeitsleistung von Immobilien sieht Tattersall Lorenz insbesondere in der systematischen Erfassung von Verbrauchsdaten, der Bewertung von Klimarisiken sowie der Entwicklung objektspezifischer Maßnahmen einen wachsenden Aufgabenbereich für das Immobilienmanagement. Als integrierter Real Estate Manager unterstützt die Unternehmensgruppe Eigentümer und Investoren dabei, Nachhaltigkeitsanforderungen wirtschaftlich sinnvoll in die langfristige Bewirtschaftung ihrer Immobilienbestände zu integrieren.

Energieverbrauch und Emissionen systematisch erfassen

Im Berichtsjahr 2025 lag der Energieverbrauch der Unternehmensgruppe bei insgesamt 536.686 Kilowattstunden. Die Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1 und Scope 2 beliefen sich auf 152,19 Tonnen CO?-Äquivalente nach standortbasierter Berechnung. An allen acht Bürostandorten bezieht die Unternehmensgruppe Strom aus erneuerbaren Energien.

Zur systematischen Erfassung und Auswertung der Verbrauchs- und Emissionsdaten arbeitet Tattersall Lorenz mit dem Unternehmen Planted zusammen. Die Datengrundlage soll schrittweise verbessert und perspektivisch um die bislang noch nicht vollständig erfassten indirekten Emissionen der Kategorie Scope 3 erweitert werden. Parallel plant die Unternehmensgruppe, ihre Pool- und Dienstfahrzeuge bis 2030 vollständig auf Elektro- und Hybridfahrzeuge umzustellen.

Ein quantitatives Emissionsreduktionsziel hat Tattersall Lorenz bislang nicht festgelegt. Hintergrund ist, dass ein wesentlicher Teil der Emissionen auf die Wärmeversorgung angemieteter Büroflächen entfällt. Auf deren technische Ausstattung und Energieträger hat das Unternehmen jedoch nur begrenzten Einfluss. Im Vordergrund stehen deshalb zunächst eine belastbare Datenbasis und Maßnahmen, die unmittelbar gesteuert werden können.

ESG-Kompetenzen im Gebäudemanagement ausgebaut

Neben den eigenen Unternehmensstandorten richtet Tattersall Lorenz den Fokus verstärkt auf die Nachhaltigkeitsleistung der verwalteten Immobilien. Seit Ende 2025 verfügt das Unternehmen über zwei ausgebildete BREEAM-Bestandsauditoren, die Eigentümer und Investoren bei Zertifizierungsprozessen und der Identifikation geeigneter Verbesserungsmaßnahmen unterstützen.

Darüber hinaus setzt die Unternehmensgruppe auf digitale Lösungen zur strukturierten Erfassung und Analyse von Gebäudedaten. Über die Zusammenarbeit mit Predium können unter anderem Energieverbräuche ausgewertet, Klimarisiken bewertet sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung entwickelt und wirtschaftlich eingeordnet werden. Damit sollen insbesondere auch Eigentümer ohne eigene ESG-Analysesysteme bei der nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer Bestände unterstützt werden.

Ende 2025 hat Tattersall Lorenz zudem damit begonnen, Umweltaspekte der betreuten Immobilien systematischer zu analysieren. Ziel ist es, gebäudespezifische Risikoprofile zu erstellen und auf dieser Grundlage gemeinsam mit Eigentümern geeignete Maßnahmen abzuleiten. Damit erweitert die Unternehmensgruppe ihre ESG-Kompetenz gezielt um datenbasierte Analysen und unterstützt Investoren bei der nachhaltigen und zukunftsfähigen Weiterentwicklung ihrer Immobilienportfolios.

Mitarbeitende als weiterer Schwerpunkt

Die soziale Verantwortung bildet mit den ökologischen Maßnahmen einen weiteren Schwerpunkt des Berichts. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum Jahresende 2025 insgesamt 277 Mitarbeitende. Neben internen Weiterbildungsangeboten sollen auch durch regelmäßige ESG-Briefings und standortübergreifende Initiativen die Nachhaltigkeitskompetenzen gestärkt und der Austausch innerhalb der Unternehmensgruppe gefördert werden. Im Berichtsjahr absolvierten die Beschäftigten durchschnittlich 7,36 Weiterbildungsstunden pro Person.

Mit dem Beitritt zum UN Global Compact im Juni 2025 hat sich Tattersall Lorenz zu dessen zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsprävention bekannt. Die bestehenden Zertifizierungen nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement, ISO 14001 für Umweltmanagement und ISO 27001 für Informationssicherheit bilden weiterhin die Grundlage für strukturierte Management- und Kontrollprozesse.

Der Nachhaltigkeitsbericht macht zugleich deutlich, dass die Weiterentwicklung der Datengrundlage eine zentrale Aufgabe bleibt. Die Orientierung am VSME-Standard soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen verbessern und die Transparenz gegenüber Kunden, Geschäftspartnern sowie weiteren Interessengruppen erhöhen.
























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