26.10.2026 Tag des Eigentums: Ein machtvolles Zeichen für das Eigentum
„Eigentum ist Freiheit“: Am Vormittag des 24. Oktober 2026 fand zum 21. Mal der Tag des Eigentums von Haus & Grund Stuttgart in der Liederhalle statt. Hauptredner war Hubert Aiwanger MdL, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und Stellvertreter des Bayerischen Ministerpräsidenten. Weiter sprachen Joachim Rudolf, Vorsitzender des Eigentümervereins und Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken zum Thema „Immobilienpreise 2026: Wo stehen wir – und wo geht es hin?“
Vereinsvorsitzender Joachim Rudolf setzte den vielen schlechten Nachrichten für das Eigentum und das Vermieten – zuletzt grundsätzlich in Frage gestellt durch Enteignungspläne in Berlin, gegenüber den über 1000 anwesenden Gästen auf einen positiven Appell: „Sie als private Vermieter übernehmen Verantwortung und stellen Wohnraum zur Verfügung, Sie werden als Eigentümer gebraucht, als Bürger und als Macher. Machen Sie weiter! Wir stehen an Ihrer Seite und unterstützen Sie bei allen Widrigkeiten und Herausforderungen!“
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Haus & Grund hatte gezeigt, dass 64,8 Prozent der Vermieter in Stuttgart es aufgrund mannigfaltiger Regulierungen, Einschränkungen und wirtschaftlicher Einbußen durch staatliche Eingriffe für wahrscheinlich halten, dass sie ihre Vermietungstätigkeit ganz oder teilweise aufgeben und Wohnraum verkaufen. „Für unsere Mitglieder ist damit weniger die einzelne Maßnahme ausschlaggebend als vielmehr die kumulative Wirkung der Regulierungen. Das ist eine Warnung an die Politik, die Belange der Vermieter endlich ernst zu nehmen“, so Rudolf.
Hauptredner Hubert Aiwanger sprach vielen Eigentümern aus der Seele, als er nicht nur die Probleme aktueller Politik, sondern auch die Richtung gesellschaftlicher Debatten kritisierte, denen sich Eigentümer und Vermieter entgegenstellen müssten. Er sprach von einem nicht funktionierenden Wohnungsmarkt, von der abnehmenden Lust am Vermieten und Vererben von Wohnimmobilien, die ihre Ursache in der zunehmenden leistungs- und eigentumsfeindlichen Regulationswut insbesondere aus Berlin hätten.
Eigentum ist Freiheit
Aiwanger erklärte: „Eigentum ist Freiheit. Wer sich mit harter Arbeit ein Haus, eine Wohnung oder einen Betrieb aufgebaut hat, verdient Respekt und keine immer neuen staatlichen Vorschriften und Eingriffe ins Eigentum. Die Erbschaftssteuer muss endlich abgeschafft statt ständig reformiert werden, was zu permanenter Verunsicherung führt. Wir müssen bauen statt enteignen! Enteignungen schaffen keine einzige zusätzliche Wohnung. Diese sozialistischen Pläne von RotRotGrün in Berlin müssen unverzüglich gestoppt werden, Enteignungen hatten wir schon mal und es hat zu Armut und Volksaufstand geführt. Was wir brauchen, sind weniger preistreibende und komplizierte Vorschriften bezüglich Heizung, CO2-Kosten etc. Ein normaler Kleinvermieter braucht doch heute schon einen Steuerberater, um auszurechnen wie hoch sein Kostenanteil am CO2-Preis für die fossile Heizung ist. Das führt dazu, dass viele ihre kleine Wohnung lieber leer stehen lassen als sich den ganzen Ärger anzutun.
Eigentumserwerb ermöglichen
An die Eigentümer gerichtet betonte Aiwanger: „Der Hausherr darf durch die Bürokratie nicht zu seinem eigenen Sklaven gemacht werden. Wer investiert und Wohnraum schafft, muss unterstützt und darf nicht ständig ausgebremst werden. Außerdem muss es Ziel des Staates sein, dass sich junge Leute Wohneigentum erarbeiten können. Die Wohneigentumsquote in Deutschland muss deutlich erhöht werden.“
Wie dringend der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen aus Bayern: 2025 wurden 54.150 Wohnungen genehmigt, aber nur 47.360 fertiggestellt. Ende des Jahres waren mehr als 182.000 genehmigte Wohnungen noch nicht gebaut. Aiwanger fordert deshalb einen konsequenten Abbau von Bauvorschriften und mehr Freiräume beim Neubau und bei der Modernisierung bestehender Gebäude: „Eine Baugenehmigung ist noch keine Wohnung. Wir müssen endlich wieder einfacher, schneller und günstiger bauen können. Der Gebäudetyp E muss kommen, unnötige Standards gehören auf den Prüfstand. Gleichzeitig müssen wir die Menschen bei Steuern und Abgaben entlasten. Die Erbschaftsteuer gehört abgeschafft. Es darf nicht sein, dass Familien ihr über Generationen aufgebautes Eigentum wegen hoher Steuerforderungen verkaufen müssen.“
Abschließend unterstrich der Minister: „Eigentum schafft Sicherheit, Unabhängigkeit und Verantwortung. Wir brauchen eine Politik, die den Menschen wieder mehr zutraut, statt ihnen vorzuschreiben, wie sie zu bauen, zu wohnen und zu heizen haben.“
Wohnimmobilienpreise steigen wieder – Gewerbeimmobilien nicht
Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken gab spannende Einblicke in die Preisentwicklung von Immobilien – mit einem Fokus auf Stuttgart.
Im Unterschied zu Wohnimmobilien, die weiter an Wert gewönnen, sei das im Gewerbe anders. Dies liege daran, dass Gewerbeimmobilien häufig als Investment gekauft würden, diese stark von der Konjunktur abhängig seien und auch der Trend zum Homeoffice spiele eine nicht unwesentliche Rolle. Die Preise von Wohnimmobilien hätten sich in Berlin im Vergleich der Top-7-Städte am stärksten entwickelt, auch in ländlicheren Regionen. Stuttgart falle seit 2025 bei der Preisentwicklung im Vergleich erkennbar ab – das sei auch Ausdruck wirtschaftlicher Entwicklung. Das zeige auch der Mietmarkt in Stuttgart. Dort sei die Steigerungsrate in den letzten fünf Quartalen hinter der Entwicklung der anderen Top-Regionen geblieben.
Was es Bau- und Kaufwilligen schwer macht
Höhere Zinsen in Kombination mit hohen Preisen (Baukosten) machten es Bau- und Kaufwilligen im Augenblick schwer, sich ein Eigenheim zu finanzieren. Das zeige die Wohneigentumsfinanzierung von Banken, dort sei bei Finanzierungen aufgefallen, dass das verfügbare Haushaltseinkommen über die letzten Jahre stark gestiegen war. Das bedeute, dass „alle Kaufwilligen und diejenigen, die nicht kaufen können, weiter auch im Mietmarkt unterwegs seien“, das trage zur weiter bestehenden Angespanntheit bei.
Tolckmitt sprach auch über staatliche Regulierung, die den Immobilienerwerb erschwere, so spielten hohe Eigenkapitalerfordernisse durch Bankregulierungen eine Rolle, Bauvorschriften und auch die Debatten um Vergesellschaftung wie in Berlin. Auch die Grunderwerbsteuer sei ein großer Hemmschuh, um die eigenen vier Wände zu finanzieren. Dass die Abschaffung der Spekulationsfrist kürzlich im Bundesrat gescheitert sei, sei zu begrüßen, aber das hieße nicht, dass solche Initiativen nicht wiederkämen.
Vereinsvorsitzender Joachim Rudolf setzte den vielen schlechten Nachrichten für das Eigentum und das Vermieten – zuletzt grundsätzlich in Frage gestellt durch Enteignungspläne in Berlin, gegenüber den über 1000 anwesenden Gästen auf einen positiven Appell: „Sie als private Vermieter übernehmen Verantwortung und stellen Wohnraum zur Verfügung, Sie werden als Eigentümer gebraucht, als Bürger und als Macher. Machen Sie weiter! Wir stehen an Ihrer Seite und unterstützen Sie bei allen Widrigkeiten und Herausforderungen!“
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Haus & Grund hatte gezeigt, dass 64,8 Prozent der Vermieter in Stuttgart es aufgrund mannigfaltiger Regulierungen, Einschränkungen und wirtschaftlicher Einbußen durch staatliche Eingriffe für wahrscheinlich halten, dass sie ihre Vermietungstätigkeit ganz oder teilweise aufgeben und Wohnraum verkaufen. „Für unsere Mitglieder ist damit weniger die einzelne Maßnahme ausschlaggebend als vielmehr die kumulative Wirkung der Regulierungen. Das ist eine Warnung an die Politik, die Belange der Vermieter endlich ernst zu nehmen“, so Rudolf.
Hauptredner Hubert Aiwanger sprach vielen Eigentümern aus der Seele, als er nicht nur die Probleme aktueller Politik, sondern auch die Richtung gesellschaftlicher Debatten kritisierte, denen sich Eigentümer und Vermieter entgegenstellen müssten. Er sprach von einem nicht funktionierenden Wohnungsmarkt, von der abnehmenden Lust am Vermieten und Vererben von Wohnimmobilien, die ihre Ursache in der zunehmenden leistungs- und eigentumsfeindlichen Regulationswut insbesondere aus Berlin hätten.
Eigentum ist Freiheit
Aiwanger erklärte: „Eigentum ist Freiheit. Wer sich mit harter Arbeit ein Haus, eine Wohnung oder einen Betrieb aufgebaut hat, verdient Respekt und keine immer neuen staatlichen Vorschriften und Eingriffe ins Eigentum. Die Erbschaftssteuer muss endlich abgeschafft statt ständig reformiert werden, was zu permanenter Verunsicherung führt. Wir müssen bauen statt enteignen! Enteignungen schaffen keine einzige zusätzliche Wohnung. Diese sozialistischen Pläne von RotRotGrün in Berlin müssen unverzüglich gestoppt werden, Enteignungen hatten wir schon mal und es hat zu Armut und Volksaufstand geführt. Was wir brauchen, sind weniger preistreibende und komplizierte Vorschriften bezüglich Heizung, CO2-Kosten etc. Ein normaler Kleinvermieter braucht doch heute schon einen Steuerberater, um auszurechnen wie hoch sein Kostenanteil am CO2-Preis für die fossile Heizung ist. Das führt dazu, dass viele ihre kleine Wohnung lieber leer stehen lassen als sich den ganzen Ärger anzutun.
Eigentumserwerb ermöglichen
An die Eigentümer gerichtet betonte Aiwanger: „Der Hausherr darf durch die Bürokratie nicht zu seinem eigenen Sklaven gemacht werden. Wer investiert und Wohnraum schafft, muss unterstützt und darf nicht ständig ausgebremst werden. Außerdem muss es Ziel des Staates sein, dass sich junge Leute Wohneigentum erarbeiten können. Die Wohneigentumsquote in Deutschland muss deutlich erhöht werden.“
Wie dringend der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen aus Bayern: 2025 wurden 54.150 Wohnungen genehmigt, aber nur 47.360 fertiggestellt. Ende des Jahres waren mehr als 182.000 genehmigte Wohnungen noch nicht gebaut. Aiwanger fordert deshalb einen konsequenten Abbau von Bauvorschriften und mehr Freiräume beim Neubau und bei der Modernisierung bestehender Gebäude: „Eine Baugenehmigung ist noch keine Wohnung. Wir müssen endlich wieder einfacher, schneller und günstiger bauen können. Der Gebäudetyp E muss kommen, unnötige Standards gehören auf den Prüfstand. Gleichzeitig müssen wir die Menschen bei Steuern und Abgaben entlasten. Die Erbschaftsteuer gehört abgeschafft. Es darf nicht sein, dass Familien ihr über Generationen aufgebautes Eigentum wegen hoher Steuerforderungen verkaufen müssen.“
Abschließend unterstrich der Minister: „Eigentum schafft Sicherheit, Unabhängigkeit und Verantwortung. Wir brauchen eine Politik, die den Menschen wieder mehr zutraut, statt ihnen vorzuschreiben, wie sie zu bauen, zu wohnen und zu heizen haben.“
Wohnimmobilienpreise steigen wieder – Gewerbeimmobilien nicht
Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken gab spannende Einblicke in die Preisentwicklung von Immobilien – mit einem Fokus auf Stuttgart.
Im Unterschied zu Wohnimmobilien, die weiter an Wert gewönnen, sei das im Gewerbe anders. Dies liege daran, dass Gewerbeimmobilien häufig als Investment gekauft würden, diese stark von der Konjunktur abhängig seien und auch der Trend zum Homeoffice spiele eine nicht unwesentliche Rolle. Die Preise von Wohnimmobilien hätten sich in Berlin im Vergleich der Top-7-Städte am stärksten entwickelt, auch in ländlicheren Regionen. Stuttgart falle seit 2025 bei der Preisentwicklung im Vergleich erkennbar ab – das sei auch Ausdruck wirtschaftlicher Entwicklung. Das zeige auch der Mietmarkt in Stuttgart. Dort sei die Steigerungsrate in den letzten fünf Quartalen hinter der Entwicklung der anderen Top-Regionen geblieben.
Was es Bau- und Kaufwilligen schwer macht
Höhere Zinsen in Kombination mit hohen Preisen (Baukosten) machten es Bau- und Kaufwilligen im Augenblick schwer, sich ein Eigenheim zu finanzieren. Das zeige die Wohneigentumsfinanzierung von Banken, dort sei bei Finanzierungen aufgefallen, dass das verfügbare Haushaltseinkommen über die letzten Jahre stark gestiegen war. Das bedeute, dass „alle Kaufwilligen und diejenigen, die nicht kaufen können, weiter auch im Mietmarkt unterwegs seien“, das trage zur weiter bestehenden Angespanntheit bei.
Tolckmitt sprach auch über staatliche Regulierung, die den Immobilienerwerb erschwere, so spielten hohe Eigenkapitalerfordernisse durch Bankregulierungen eine Rolle, Bauvorschriften und auch die Debatten um Vergesellschaftung wie in Berlin. Auch die Grunderwerbsteuer sei ein großer Hemmschuh, um die eigenen vier Wände zu finanzieren. Dass die Abschaffung der Spekulationsfrist kürzlich im Bundesrat gescheitert sei, sei zu begrüßen, aber das hieße nicht, dass solche Initiativen nicht wiederkämen.




