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26.10.2026 Projektwettbewerb Lyoner FUTURA Quartier: Ausgezeichnete Ideen

Wie können Büro- und Gewerbequartiere zu lebendigen, zukunftsfähigen Orten werden? Mit dieser Frage haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des interdisziplinären Projektwettbewerbs „Lyoner FUTURA Quartier“ auseinandergesetzt. Am Samstag wurden ihre Arbeiten im WDC Hub des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt (MAC) präsentiert und die Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Das von der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) ausgelobte Preisgeld betrug 5.000 Euro.

Die vorgestellten Konzepte eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft des Lyoner Quartiers. Sie zeigen, wie sich bestehende Strukturen neu denken und das Zusammenspiel von Arbeiten, Wohnen und Begegnung weiterentwickeln lassen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Gebäude oder Flächen, sondern auch um die Frage, welche Qualitäten ein Quartier als Lebens- und Arbeitsort künftig bieten kann.

„Wir freuen uns, dass sich kreative Menschen mit der Weiterentwicklung des Lyoner Quartiers befassen. Dies zeigt, welches Potenzial in dem Gebiet vorhanden ist,“ sagte Detlef Hans Franke, Geschäftsführer der FuP Kommunikations-Management GmbH sowie stellvertretender Vorsitzender der SINN. „Ich freue mich über das hervorragende Ergebnis des Wettbewerbs. Immerhin haben wir eine anderthalbjährige Arbeit hinter uns, an der der Deutsche Design Club, das Urban Now Lab und die Standort-Initiative Neues Niederrad gleichermaßen beteiligt waren. Wir konnten zeigen, dass gemeinsames kreatives Arbeiten Früchte trägt“, ergänzte Wolf Wagner, Vorstand des DDC Deutscher Design Club e.V.

Drei Hauptpreise und sieben Sonderpreise vergeben

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs bildeten die Jury. Vergeben wurden drei erste Plätze und sieben Sonderpreise.

URBAN ISLANDS
Platz 1: Wolf Wagner, Michaela Ebbinghaus, Andreas Habermann

URBAN ISLANDS verwandelt bislang wenig genutzte Grünflächen an den Bestandsimmobilien in ein dezentrales Netzwerk neuer Dritter Orte. Die modularen Plattformen mit wiedererkennbarem Design können für Begegnung, Sport, Kultur, Gastronomie, Urban Gardening, Märkte, Nachbarschaftshilfe oder Veranstaltungen genutzt werden. Bereits wenige Pilotstandorte können einen sichtbaren Anfang bilden und schrittweise zu einem quartiersweiten Netz wachsen.

Das Konzept ist insbesondere für die Eigentümer der Immobilien interessant, da die Islands zur Belebung und Aufwertung ihrer Standorte beitragen können. Bewohner, Beschäftigte und Besucher gewinnen gleichzeitig neue Angebote und mehr Aufenthalts- und Lebensqualität im direkten Umfeld. Eine weitere Stärke des Entwurfs liegt in seiner Offenheit: Zahlreiche der eingereichten Konzepte können mit den Urban Islands verbunden, auf ihnen erprobt oder in das Netzwerk integriert werden. Damit können aus einzelnen Wettbewerbsideen gemeinsame Projekte entstehen.

ZWISCHENRAUM ZU LEBENSRAUM
Platz 2: Gabriela Abriela, Akansha Balpande

Das Konzept versteht die Räume zwischen den Gebäuden als wichtigste Ressource des Quartiers. Grüne Move&Meet-Korridore, mobiles Stadtmobiliar, aktivierte Dächer, neue Treffpunkte und ein Netzwerk aus Kultur, Gastronomie und Nachbarschaft sollen aus der ehemaligen Bürostadt ein lebendiges Stadtökosystem machen. Klimaanpassung, soziale Infrastruktur und neue Verbindungen werden dabei als zusammenhängendes System gedacht. Bestehende Flächen und Gebäude werden nicht isoliert betrachtet, sondern zu einem neuen öffentlichen und gemeinschaftlichen Netzwerk verbunden.

LYONER QUARTIERS BRUMMI – Leben auf Achse
Platz 3: Christian Schön, Dr. Matthias Jenny

Der Lyoner Quartiers Brummi bringt urbane Angebote dorthin, wo sie gerade gebraucht werden. Als mobile und temporäre Infrastruktur kann er unterschiedliche Orte aktivieren und immer wieder neue Anlässe für Begegnung, Aufenthalt und gemeinschaftliche Nutzung schaffen. Statt auf einen festen Standort setzt das Konzept auf Bewegung, Sichtbarkeit und spontane Lebendigkeit im Quartier. So kann der Brummi immer wieder neue Orte bespielen und zugleich als verbindendes Element innerhalb des Lyoner Quartiers wirken.

Die Jury hatte sieben Kategorien für Sonderpreise definiert. Da in mehreren Kategorien Projekte die gleiche Zahl an Nennungen erreichten, wurden diese Auszeichnungen gleichberechtigt mehrfach vergeben. So konnten insgesamt zehn Sonderpreise ausgesprochen werden.

Ausgezeichnet wurden:

• Aufgabenangemessenheit & lokaler Bezug:
ZWISCHENRAUM ZU LEBENSRAUM und Klang im Quartier

• Interdisziplinarität:
URBAN ISLANDS

• Gestalterische Qualität:
Die Eule der Minerva

• Gesellschaftlicher Impact:
Kunst-Baumhaus und Lyo – Community Kitchen

• Ökologischer Impact:
REP?RUE – Das Pop-up-Atelier mit jeder Menge Gesprächsstoff

• Zukunftsvision:
Aiolos Windkraft-Fassade

• Umsetzbarkeit:
THE NIEDERRAD GAMES und Lyoner Quartiers Brummi

Die Jury entschied, dass die Hälfte des Preisgeldes von 5.000 Euro zu gleichen Teilen an die Teilnehmer des Wettbewerbs ausgeschüttet werden soll. Die andere Hälfte soll der finanzielle Grundstock des neu zu gründenden Vereins „Urban Now LAB e.V. sein, der sich vor allem mit der Umsetzung der Ideen befassen will.




























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