26.10.2026 Handwerk: Arbeitskosten steigen stärker als Materialpreise
Häuser bauen, sanieren und renovieren wird immer teurer. Die Kosten für professionelle Handwerksarbeiten am Eigenheim sind in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 36,0 Prozent gestiegen. Rohstoffkosten haben dagegen um 24,3 Prozent zugenommen. Damit stiegen die Kosten für die Handwerksleistung selbst inzwischen rund 1,5-mal so stark wie die Materialkosten. Der Faktor Arbeit hat die Rohstoffe damit als größten Preistreiber im Handwerk abgelöst.
Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Aroundhome, der unabhängigen Vermittlungsplattform von Fachfirmen für Hausprojekte (www.aroundhome.de). Analysiert wurden dafür die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Preisindizes für Bauleistungen am Bauwerk sowie die Erzeugerpreisindizes gewerblicher Produkte (Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken).
So stark sind die Preise für einzelne Gewerke gestiegen
Mit einem Zuwachs von durchschnittlich 81,7 Prozent müssen Hausbesitzer:innen vor allem bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen wesentlich mehr zahlen als noch vor fünf Jahren. Mit weitem Abstand folgen Gebäudeautomation (49,1 Prozent), Beschlagarbeiten (44,1 Prozent), Verglasungsarbeiten (42,6 Prozent), Dachdeckungsarbeiten (40,9 Prozent) sowie Tischler- (40,4 Prozent), Ausbau- (39,0 Prozent) und Klempnerarbeiten (38,9 Prozent). Auch die Kosten für Estricharbeiten (36,5 Prozent), Trockenbauarbeiten (35,9 Prozent), Rollladenarbeiten (35,7 Prozent), Metallbauarbeiten (35,4 Prozent), Betonwerksteinarbeiten (35,3 Prozent), Erdarbeiten (34,6 Prozent), Abdichtungsarbeiten (32,8 Prozent), Maler- und Lackierarbeiten (31,0 Prozent) und Naturwerksteinarbeiten (30,8 Prozent) sind in den vergangenen fünf Jahren merklich gestiegen.
Demgegenüber verzeichnen Gerüstarbeiten mit einem Anstieg von 20,6 Prozent den geringsten Preiszuwachs unter allen untersuchten Handwerksarbeiten. Auch Zimmer- und Holzbauarbeiten (22,4 Prozent), Maurerarbeiten (22,6 Prozent) sowie Stahlbauarbeiten (23,8 Prozent) und Betonarbeiten (24,1 Prozent) haben eine vergleichsweise stabile Preisentwicklung durchgemacht.
So stark sind die Preise für einzelne Rohstoffe gestiegen
Der Spitzenreiter unter allen untersuchten Kostengruppen ist die Energieversorgung mit einem Zuwachs von 56,2 Prozent, gefolgt von Kohle (42,6 Prozent) auf Platz zwei – beide Werte werden als eigenständige Stufen der Wertschöpfungskette erhoben und bilden keine Teilmengen voneinander. Es folgen Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse (41,9 Prozent) sowie Glas und -waren, Keramik, Steine und Erden (32,4 Prozent). Auch Erdöl und Erdgas (28,7 Prozent), Wasser und Dienstleistungen der Wasserversorgung (21,8 Prozent), Metallerzeugnisse (21,1 Prozent) und elektrische Ausrüstungen (20,5 Prozent) verzeichnen hohe Preisanstiege.
Zudem fallen die Preisentwicklungen bei Holz (13,3 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren (13,6 Prozent) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnissen (14,1 Prozent), Metallen (14,3 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (19,8 Prozent) relativ moderat aus.
Was das für Hausbesitzer:innen konkret bedeutet
Wie stark sich die gestiegenen Rohstoff- und Handwerkerkosten in der Praxis auswirken, zeigen drei typische Sanierungsvorhaben, die für Hausbesitzer:innen besonders relevant sind:
Dachsanierung (Neueindeckung, ca. 100 Quadratmeter Dachfläche): Heute zahlen Hausbesitzer:innen dafür im Schnitt rund 13.000 Euro. 2021 lag der Preis für dieselbe Leistung noch bei etwa 9.510 Euro – ein Plus von rund 3.490 Euro bzw. 36,7 Prozent, getrieben von den gestiegenen Kosten für Dachdeckungsarbeiten (+40,9 Prozent) und, in geringerem Maße, für das benötigte Material (+32,4 Prozent).
Fenstertausch (10 Kunststofffenster inklusive Einbau): Aktuell kostet der Austausch im Schnitt rund 9.300 Euro. Vor fünf Jahren waren es noch etwa 6.910 Euro – ein Anstieg von rund 2.390 Euro bzw. 34,6 Prozent, bedingt durch die gestiegenen Kosten für Verglasungsarbeiten (+42,6 Prozent) sowie das Fenstermaterial selbst (+32,4 Prozent).
Fassadenanstrich (ca. 100 Quadratmeter): Kostete 2021 noch rund 8.010 Euro, zahlen Hausbesitzer:innen dafür 2025 bereits etwa 10.200 Euro – ein Aufschlag von rund 2.190 Euro bzw. 27,3 Prozent, vor allem wegen der gestiegenen Kosten für Maler- und Lackierarbeiten (+31,0 Prozent), während die Farbe als Material moderat teurer wurde (+19,8 Prozent).
„Die Zahlen zeigen deutlich: Die Kosten für das reine Handwerk sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Kosten für Material. Um die eigene Immobilie zukunftssicher zu gestalten, kommen Hauseigentümer:innen jedoch um Investitionen nicht herum. Und gerade weil die Preise je nach Gewerk und Anbieter extrem schwanken, sollten Eigentümer:innen ihre Projekte frühzeitig planen und verschiedene Angebote vergleichen. Das gibt Sicherheit bei der richtigen Entscheidung und spart am Ende bares Geld“, sagt Dagmar Faltis, Geschäftsführerin bei Aroundhome.
Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Aroundhome, der unabhängigen Vermittlungsplattform von Fachfirmen für Hausprojekte (www.aroundhome.de). Analysiert wurden dafür die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Preisindizes für Bauleistungen am Bauwerk sowie die Erzeugerpreisindizes gewerblicher Produkte (Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken).
So stark sind die Preise für einzelne Gewerke gestiegen
Mit einem Zuwachs von durchschnittlich 81,7 Prozent müssen Hausbesitzer:innen vor allem bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen wesentlich mehr zahlen als noch vor fünf Jahren. Mit weitem Abstand folgen Gebäudeautomation (49,1 Prozent), Beschlagarbeiten (44,1 Prozent), Verglasungsarbeiten (42,6 Prozent), Dachdeckungsarbeiten (40,9 Prozent) sowie Tischler- (40,4 Prozent), Ausbau- (39,0 Prozent) und Klempnerarbeiten (38,9 Prozent). Auch die Kosten für Estricharbeiten (36,5 Prozent), Trockenbauarbeiten (35,9 Prozent), Rollladenarbeiten (35,7 Prozent), Metallbauarbeiten (35,4 Prozent), Betonwerksteinarbeiten (35,3 Prozent), Erdarbeiten (34,6 Prozent), Abdichtungsarbeiten (32,8 Prozent), Maler- und Lackierarbeiten (31,0 Prozent) und Naturwerksteinarbeiten (30,8 Prozent) sind in den vergangenen fünf Jahren merklich gestiegen.
Demgegenüber verzeichnen Gerüstarbeiten mit einem Anstieg von 20,6 Prozent den geringsten Preiszuwachs unter allen untersuchten Handwerksarbeiten. Auch Zimmer- und Holzbauarbeiten (22,4 Prozent), Maurerarbeiten (22,6 Prozent) sowie Stahlbauarbeiten (23,8 Prozent) und Betonarbeiten (24,1 Prozent) haben eine vergleichsweise stabile Preisentwicklung durchgemacht.
So stark sind die Preise für einzelne Rohstoffe gestiegen
Der Spitzenreiter unter allen untersuchten Kostengruppen ist die Energieversorgung mit einem Zuwachs von 56,2 Prozent, gefolgt von Kohle (42,6 Prozent) auf Platz zwei – beide Werte werden als eigenständige Stufen der Wertschöpfungskette erhoben und bilden keine Teilmengen voneinander. Es folgen Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse (41,9 Prozent) sowie Glas und -waren, Keramik, Steine und Erden (32,4 Prozent). Auch Erdöl und Erdgas (28,7 Prozent), Wasser und Dienstleistungen der Wasserversorgung (21,8 Prozent), Metallerzeugnisse (21,1 Prozent) und elektrische Ausrüstungen (20,5 Prozent) verzeichnen hohe Preisanstiege.
Zudem fallen die Preisentwicklungen bei Holz (13,3 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren (13,6 Prozent) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnissen (14,1 Prozent), Metallen (14,3 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (19,8 Prozent) relativ moderat aus.
Was das für Hausbesitzer:innen konkret bedeutet
Wie stark sich die gestiegenen Rohstoff- und Handwerkerkosten in der Praxis auswirken, zeigen drei typische Sanierungsvorhaben, die für Hausbesitzer:innen besonders relevant sind:
Dachsanierung (Neueindeckung, ca. 100 Quadratmeter Dachfläche): Heute zahlen Hausbesitzer:innen dafür im Schnitt rund 13.000 Euro. 2021 lag der Preis für dieselbe Leistung noch bei etwa 9.510 Euro – ein Plus von rund 3.490 Euro bzw. 36,7 Prozent, getrieben von den gestiegenen Kosten für Dachdeckungsarbeiten (+40,9 Prozent) und, in geringerem Maße, für das benötigte Material (+32,4 Prozent).
Fenstertausch (10 Kunststofffenster inklusive Einbau): Aktuell kostet der Austausch im Schnitt rund 9.300 Euro. Vor fünf Jahren waren es noch etwa 6.910 Euro – ein Anstieg von rund 2.390 Euro bzw. 34,6 Prozent, bedingt durch die gestiegenen Kosten für Verglasungsarbeiten (+42,6 Prozent) sowie das Fenstermaterial selbst (+32,4 Prozent).
Fassadenanstrich (ca. 100 Quadratmeter): Kostete 2021 noch rund 8.010 Euro, zahlen Hausbesitzer:innen dafür 2025 bereits etwa 10.200 Euro – ein Aufschlag von rund 2.190 Euro bzw. 27,3 Prozent, vor allem wegen der gestiegenen Kosten für Maler- und Lackierarbeiten (+31,0 Prozent), während die Farbe als Material moderat teurer wurde (+19,8 Prozent).
„Die Zahlen zeigen deutlich: Die Kosten für das reine Handwerk sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Kosten für Material. Um die eigene Immobilie zukunftssicher zu gestalten, kommen Hauseigentümer:innen jedoch um Investitionen nicht herum. Und gerade weil die Preise je nach Gewerk und Anbieter extrem schwanken, sollten Eigentümer:innen ihre Projekte frühzeitig planen und verschiedene Angebote vergleichen. Das gibt Sicherheit bei der richtigen Entscheidung und spart am Ende bares Geld“, sagt Dagmar Faltis, Geschäftsführerin bei Aroundhome.




