20.10.2026 Staatsanleihen unter Druck: Infinigon sieht stärkere Rolle für CLOs
Infinigon Capital, der deutsche Spezialist für besicherte Unternehmenskredite und insbesondere für den CLO-Markt, sieht an den Staatsanleihemärkten haushaltspolitische, wie auch politische Risken. Zugleich sieht das Haus in ausgewählten CLO-Tranchen eine Möglichkeit, zusätzliche Ertragsquellen zu erschließen und die Risikostruktur professionell verwalteter Portfolios breiter aufzustellen. Voraussetzung hierfür sind eine differenzierte Analyse des Kreditzyklus, der Kreditqualität des Besicherungspools, sowie der Struktur und Tranche.
Die jüngsten Renditeanstiege und damit verbunden Kursverluste bei Staatsanleihen wichtiger G7-Staaten zeigen, dass hohe laufende Erträge und Portfoliostabilität gerade bei langen Durationen zunehmend in Konflikt geraten können. Collateralized Loan Obligations (CLOs) bündeln dagegen überwiegend vorrangig besicherte Unternehmenskredite und finanzieren diese über nach Risiko abgestufte Tranchen, die jeweils über einen variablen Kupon (Floating Rate Eigenschaft) verfügen.
Breit gestreutes Kreditrisiko
„CLOs können Staatsanleihen nicht ersetzen. Sie verteilen das Kreditrisiko auf viele Unternehmen unterschiedlicher Branchen und ermöglichen zusätzliche laufende Erträge bei geringem Zinsänderungsrisiko. Das macht sie als Ergänzung im Portfolio interessant“, sagt Jürgen Nott, Gründer und Geschäftsführer von Infinigon Capital.
Insbesondere bei längeren Laufzeiten können steigende Marktrenditen bei festverzinslichen Staatspapieren erhebliche Kursverluste verursachen. CLO-Anlagen sind dagegen überwiegend variabel verzinst. Ihre Kupons werden regelmäßig an den Referenzzinssatz, zum Beispiel 3-Monats-EURIBOR, angepasst, wodurch ihre unmittelbare Zinssensitivität sehr gering ausfällt.
Zusätzlich vergüten CLO-Spreads auch die Komplexität der Struktur. Diese zusätzliche Prämie kann insbesondere bei hoch gerateten Tranchen zur laufenden Verzinsung beitragen und ist zu den allgemeinen Kreditmarktbedingungen weitgehend unkorreliert.
Unternehmensbonitäten in breit diversifiziertem Besicherungspool ausschlaggebend
Nott zeigt einen weiteren Diversifikationsaspekt auf. „Während Staatsanleihen von der Bonität und Finanzpolitik eines Staates abhängen, verteilen CLOs das Kreditrisiko auf zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Viele dieser Unternehmen sind zudem international tätig und beziehen ihre Einnahmen aus mehreren Märkten.“
Risikoprämien resultieren eher aus den zugrunde liegenden Unternehmenskrediten und der jeweiligen Position innerhalb der CLO-Kapitalstruktur. Bewertungen von CLOs reagieren auf technische Marktfaktoren, sowie die Entwicklung der Unternehmensbonitäten im breit diversifizierten Besicherungspool und spiegeln damit die Veränderungen der Kreditrisikoprämien wider.
Widerstandsfähigkeit vorrangiger Tranchen hoch
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leistet die Struktur innerhalb der CLOs. Nachrangige Tranchen tragen die Verluste aus Kreditausfällen zuerst. Die historischen Ausfalldaten unterstreichen die Widerstandsfähigkeit insbesondere vorrangiger CLO-Tranchen.
Laut S&P Global Ratings verzeichneten ursprünglich mit AAA, AA oder A bewertete europäische CLO-Tranchen seit Marktbeginn keine Ausfälle. Auch bei den mehr als 7.500 untersuchten US-CLO-Tranchen mit ursprünglichem AAA-Rating wurde bis Ende 2025 kein Ausfall registriert.
Hochwertige Staatsanleihen bleiben für institutionelle Portfolios von Bedeutung. CLO-Tranchen können aber zusätzliche laufende Erträge erschließen, und das Zinsänderungsrisiko entsprechend abmildern. Entscheidend ist, welche Kombination beider Anlageformen zum Ertrags- und Risikoprofil des jeweiligen Portfolios passt.
Die jüngsten Renditeanstiege und damit verbunden Kursverluste bei Staatsanleihen wichtiger G7-Staaten zeigen, dass hohe laufende Erträge und Portfoliostabilität gerade bei langen Durationen zunehmend in Konflikt geraten können. Collateralized Loan Obligations (CLOs) bündeln dagegen überwiegend vorrangig besicherte Unternehmenskredite und finanzieren diese über nach Risiko abgestufte Tranchen, die jeweils über einen variablen Kupon (Floating Rate Eigenschaft) verfügen.
Breit gestreutes Kreditrisiko
„CLOs können Staatsanleihen nicht ersetzen. Sie verteilen das Kreditrisiko auf viele Unternehmen unterschiedlicher Branchen und ermöglichen zusätzliche laufende Erträge bei geringem Zinsänderungsrisiko. Das macht sie als Ergänzung im Portfolio interessant“, sagt Jürgen Nott, Gründer und Geschäftsführer von Infinigon Capital.
Insbesondere bei längeren Laufzeiten können steigende Marktrenditen bei festverzinslichen Staatspapieren erhebliche Kursverluste verursachen. CLO-Anlagen sind dagegen überwiegend variabel verzinst. Ihre Kupons werden regelmäßig an den Referenzzinssatz, zum Beispiel 3-Monats-EURIBOR, angepasst, wodurch ihre unmittelbare Zinssensitivität sehr gering ausfällt.
Zusätzlich vergüten CLO-Spreads auch die Komplexität der Struktur. Diese zusätzliche Prämie kann insbesondere bei hoch gerateten Tranchen zur laufenden Verzinsung beitragen und ist zu den allgemeinen Kreditmarktbedingungen weitgehend unkorreliert.
Unternehmensbonitäten in breit diversifiziertem Besicherungspool ausschlaggebend
Nott zeigt einen weiteren Diversifikationsaspekt auf. „Während Staatsanleihen von der Bonität und Finanzpolitik eines Staates abhängen, verteilen CLOs das Kreditrisiko auf zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Viele dieser Unternehmen sind zudem international tätig und beziehen ihre Einnahmen aus mehreren Märkten.“
Risikoprämien resultieren eher aus den zugrunde liegenden Unternehmenskrediten und der jeweiligen Position innerhalb der CLO-Kapitalstruktur. Bewertungen von CLOs reagieren auf technische Marktfaktoren, sowie die Entwicklung der Unternehmensbonitäten im breit diversifizierten Besicherungspool und spiegeln damit die Veränderungen der Kreditrisikoprämien wider.
Widerstandsfähigkeit vorrangiger Tranchen hoch
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leistet die Struktur innerhalb der CLOs. Nachrangige Tranchen tragen die Verluste aus Kreditausfällen zuerst. Die historischen Ausfalldaten unterstreichen die Widerstandsfähigkeit insbesondere vorrangiger CLO-Tranchen.
Laut S&P Global Ratings verzeichneten ursprünglich mit AAA, AA oder A bewertete europäische CLO-Tranchen seit Marktbeginn keine Ausfälle. Auch bei den mehr als 7.500 untersuchten US-CLO-Tranchen mit ursprünglichem AAA-Rating wurde bis Ende 2025 kein Ausfall registriert.
Hochwertige Staatsanleihen bleiben für institutionelle Portfolios von Bedeutung. CLO-Tranchen können aber zusätzliche laufende Erträge erschließen, und das Zinsänderungsrisiko entsprechend abmildern. Entscheidend ist, welche Kombination beider Anlageformen zum Ertrags- und Risikoprofil des jeweiligen Portfolios passt.




