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20.10.2026 Energiecheck Deutschland: Wo die energieeffizientesten Häuser stehen

Wie stark Haushalte von steigenden Energiekosten und den Folgen der Energiewende betroffen sind, hängt auch vom Zustand ihres Hauses ab. Eine aktuelle KfW-Analyse zeigt, dass insbesondere Haushalte mit hohem Energieverbrauch vor großen Herausforderungen stehen. Doch wo stehen in Deutschland die energieeffizientesten Immobilien?

Der Massivhausanbieter Town & Country Haus (www.tc-haus.de) hat anhand von über 7.000 Immobilien in den 30 größten Städten Deutschlands ermittelt, wo die energieeffizientesten Häuser stehen, aufgeschlüsselt nach Energieeffizienzklassen und den wesentlichen Energieträgern. Das Ergebnis: In ganz Deutschland besitzen die meisten Häuser die Effizienzklasse H. Bonn hat dabei den größten Anteil an Häusern mit schlechter Energieeffizienz.

Die meisten deutschen Häuser landen in den ineffizientesten Klassen

Unter allen untersuchten Immobilien haben die meisten Gebäude im Land die Energieeffizienzklasse H (15,8 Prozent). Sie stellt die schlechteste Kategorie dar, kennzeichnet einen extrem hohen Energiebedarf und deutet auf einen ungenügenden energetischen Zustand hin. Im Ranking folgen die Klassen D (12,9 Prozent), F (12,8 Prozent), E (11,7 Prozent) und G (elf Prozent). Damit sind die ineffizientesten Energieeffizienzklassen am häufigsten vertreten.

Mit Blick auf die Bedarfsausweise wird dies noch einmal deutlicher: Über 20 Prozent der Ausweise ordnen Häuser in Klasse H ein. Hier sticht Bonn mit einem Anteil von 43,7 Prozent besonders hervor, gefolgt von Aachen mit genau 40 Prozent und Münster mit 36,1 Prozent. Die Klassen G und F sind ebenfalls häufig vorzufinden, vorwiegend in Aachen und Wuppertal (35 und 34,7 Prozent). Die energieeffizientesten Gebäude finden sich hingegen in Mönchengladbach und Dresden. Laut den Bedarfsausweisen besitzen 55,5 Prozent der Gebäude in Mönchengladbach die Klasse A, in der sächsischen Landeshauptstadt sind es sogar 56,4 Prozent der Klasse A+.

Verbrauchsausweise bilden den tatsächlichen, vom individuellen Heizverhalten beeinflussten Energieverbrauch der vergangenen Jahre ab. Sie zeichnen daher ein anderes Bild: 24,5 Prozent der Gebäude fallen in die häufigste Kategorie D. Damit verbrauchen sie theoretisch jährlich mindestens 100 Wh/m² weniger Energie als Gebäude der Klasse H. Die Kategorien A und A+ sind dagegen seltener vertreten. Beim tatsächlichen Energieverbrauch führen Wiesbaden und Mannheim das Ranking mit 15,6 beziehungsweise 44,7 Prozent an.

So heizt Deutschland im Jahr 2026

Spitzenreiter ist und bleibt Erdgas: 62,3 Prozent der untersuchten Immobilien werden überwiegend mit Gas beheizt. Der Blick in die Energieausweise zeigt dabei einen deutlichen Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch: Während 37,8 Prozent auf den rechnerisch ermittelten Energiebedarf entfallen, basieren 24,4 Prozent auf dem tatsächlich gemessenen Verbrauch. Mit 16,6 Prozent folgt Erdöl auf Platz zwei, das ebenfalls häufiger bei Bedarfsausweisen (11,7 Prozent) als bei Verbrauchsausweisen (4,9 Prozent) ausgewiesen wird. Elektro ist mit insgesamt 7,5 Prozent die dritthäufigste Energiequelle und führt auch bei den Bedarfsausweisen (5,6 Prozent). Bei den Verbrauchsausweisen liegt dagegen Fernwärme mit 2,8 Prozent auf dem dritten Rang. Die Wärmepumpe spielt mit einem Gesamtanteil von 3,7 Prozent bislang eine deutlich kleinere Rolle.

„Unsere Analyse macht klar: Deutschland hat beim Gebäudebestand noch eine Menge Hausaufgaben vor sich. Gleichzeitig zeigt der Vergleich von Energiebedarf und tatsächlichem Verbrauch, dass der rechnerisch ermittelte Bedarf häufig über dem liegt, was tatsächlich verbraucht wird. Es ist also wichtig, neben theoretischen Berechnungen auch reale Verbrauchswerte zu betrachten, wenn wir den energetischen Zustand von Immobilien bewerten wollen. Beim Neubau haben wir dagegen die Chance, Energieeffizienz von Anfang an mitzudenken, statt später teuer nachzubessern. Genau deshalb gehört energieeffizientes Bauen heute nicht in die Kategorie ‚Nice-to-have‘, sondern zum Anspruch an ein zukunftsfähiges Zuhause“, so Benjamin Dawo, Geschäftsführer von Town & Country Haus.

























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