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14.10.2026 IPA-Pilotprojekt am Universitätsklinikum Düsseldorf baut auf BIM

© Formitas AG mit freundlicher Genehmigung von UKD und Carpus+Partner
Die Formitas AG setzt gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft Carpus+Partner AG den BIM-Auftrag für einen Zentrallabor-Neubau am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) um. Das Projekt wird – erstmalig für das UKD – im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung (IPA) realisiert. Dabei stehen die Einbeziehung der Ausführung im Planungsprozess, geteilte Verantwortung im Projektteam und transparente Kommunikation im Vordergrund. Das von Formitas vertretene BIM-Management ist integraler Bestandteil des IPA-Kernteams. Im Januar 2026 haben die Beteiligten die auf drei Jahre angelegte Planungsphase begonnen. Der Umbau der bestehenden Rohrpost startet bereits 2027. Die Inbetriebnahme des sechs Institute umfassenden Neubaus soll Ende 2033 erfolgen.

Für das IPA-Team besteht der BIM-Nutzen in einer optimierten Kollaboration, die in erhöhter Planungsqualität, Fehlerminimierung und verstärkter Kostentransparenz und -kontrolle resultiert. Visuelle Kommunikation unterstützt die Entscheidungsfindung, was Komplexität handhabbar macht und vielfältige Anwendungsfälle entlang des gesamten Lebenszyklus ermöglicht.

„Positiv zu erwähnen ist die frühzeitige Darstellung von Schnittstellen und möglichen Kollisionen sowie das Abgreifen von Massen bei den ersten Kalkulationsiterationen. Somit entsteht von Anfang an eine gewerkeübergreifende Transparenz und schafft Vertrauen zwischen den Partnern“, resümiert Carola Brockmann, BA-Ing. Architektin, Mitglied des PMT und Bauherrenvertretung / Dezernat 04 Bau & Technik am Universitätsklinikum Düsseldorf.

IPA: Geballte Kompetenz von Planung und Ausführung ab Projektbeginn

Bei einem IPA-Projekt arbeiten alle Beteiligten von Anfang an eng und gleichberechtigt zusammen. Als Besonderheit sind die ausführenden Firmen bereits ab Beginn in die Planung involviert. Beim UKD bildet Stufe 1a den IPA-Vertragsstart bis Vorplanung ab, Stufe 1b die Entwurfs- & Genehmigungsplanung (finale Zielkosten) und Stufe 2 die Ausführungsplanung, Bauausführung und Inbetriebnahme. Diese Projektphasen ersetzen die gängigen Leistungsphasen. Zum Eintritt in die IPA-Vertragsstufe 2 vereinbaren die Partner gemeinsam den Zielpreis für die Erstellung der Gesamtleistung. Diese Vereinbarung bildet die Grundlage für die wirtschaftliche Beteiligung der IPA-Partner im Fall von Über-/ Unterschreitungen des Zielpreises bei Projektabschluss.

BIM wird zentraler Wertschöpfungsfaktor bis in den Gebäudebetrieb

Beim Neubau des Zentrallabors am UKD verantwortet Formitas das BIM- & Informations-Management und die BIM-Gesamtkoordination. Die Digitalisierungsexperten sind zuständig für die CDE-Administration mit der Dalux-Box und für die BIM-basierte Auswertung von Modelldaten (wie Flächen oder Kosten) in Form von Dashboards über die Gebäudedatenplattform Konektor. So tracken die BIM-Spezialisten live, ob das gemeinsam zwischen der UKD und dem MKW NRW vereinbarte Planziel für dieses Projekt eingehalten wird. Ferner ist Formitas beteiligt am IPA-weiten Tool- und Informations-Setup und entwickelt gemeinsam mit dem UKD eine Strategie für den Betrieb, um BIM-Modelldaten künftig mit dem CAFM zu verknüpfen. Infolge einer gemeinsamen Bewerbung nach VgV ist die Formitas AG über den Objekt- und Laborplaner Carpus+Partner AG beauftragt.

Kooperative Einstellung als IPA-Fundament

Eine wichtige Rolle spielt in IPA-Projekten die stimmige Zusammenarbeit aller beteiligten Projektpartner. Transparenz und Offenheit prägen die Kommunikation. Beim Düsseldorfer Laborbau planen die Partner an einem gemeinsamen Projektstandort (Co-Location) und wenden Lean-Methoden an. Schulungen und Workshops unterstützen das Team, wobei innovative Methoden wie Graphic Recording oder Last Planner zum Einsatz kommen. Auch die Einigung auf gemeinsame Ziele und Vorteile soll zur Motivationssteigerung beitragen und stellt einen wichtigen Punkt für den Erfolg eines IPA-Projekts dar. Neben Carpus+Partner, als Auftraggeber von Formitas, sind die beteiligten IPA-Partner: Universitätsklinikum Düsseldorf, Klett Ingenieure GmbH (TGA-Planung), Mainka Bau GmbH & Co. KG (Bauausführung) und Rud. Otto Meyer Technik GmbH & Co. KG (Technische Anlagenausführung). Die Tragwerksplanung im Projekt verantwortet B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH.

Zentrallabor vereint sechs Forschungsbereiche

Mit dem neuen Zentrallabor entstehen am Universitätsklinikum Düsseldorf sechs Labor-Institute unter einem Dach: Institut für Medizinische Mikrobiologie & Krankenhaushygiene, Institut für Virologie, Institut für Transplantationsdiagnostik & Zelltherapeutika (ITZ), Institut für Neuropathologie, Institut für Pathologie/Zytopathologie und das Zentralinstitut für klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik. Ziel ist es, für kurze Wege zwischen Diagnostik und Patientenversorgung zu sorgen und Ressourcen effizient zu nutzen. Der etwa 15.000 qm große Bau (Nutzungsfläche) wird die Forschung anhand modernster Labortechnologien mit Bereichen für die Lehre zusammenführen.



























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