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14.10.2026 Wohnmarkt Berlin: Kaufpreise stagnieren, Wohnungsverkäufe steigen

Wer in Berlin eine Eigentumswohnung kauft, zahlt im Durchschnitt 5.070 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Freistehende Einfamilienhäuser sind dagegen um drei Prozent günstiger geworden und kosten durchschnittlich 5.360 Euro pro Quadratmeter. Das geht aus dem neuen Wohnimmobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg hervor.

Vermietete Eigentumswohnungen werden im Durchschnitt mit einem Abschlag von 28 Prozent gegenüber bezugsfreien Wohnungen gehandelt. Auch die Lage hat erheblichen Einfluss auf den Kaufpreis. So kosten Eigentumswohnungen in den zentralen östlichen Stadtteilen durchschnittlich 6.540 Euro pro Quadratmeter, in den westlichen Außenbezirken dagegen nur 3.290 Euro. In besonders gefragten Lagen werden deutlich höhere Preise erzielt.

Mehr Wohnungsverkäufe

Die Zahl der Immobilientransaktionen insgesamt hat sich in den ersten drei Quartalen 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum verändert. Bei Eigentumswohnungen wurden in den ersten drei Quartalen 2026 jedoch rund fünf Prozent mehr Verkäufe registriert als im Vorjahreszeitraum. Auch bei unbebauten Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau gab es erstmals seit mehr als drei Jahren wieder einen Anstieg der Transaktionszahlen um drei Prozent.

Ortsübliche Vergleichsmiete bei 10,61 Euro pro Quadratmeter

Die vom IVD Berlin-Brandenburg ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete ist innerhalb eines Jahres um elf Prozent von 9,56 auf 10,61 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Auch die Mieten variieren stark in Abhängigkeit von der Lage. Laut dem IVD Berlin-Brandenburg reichen die ortsüblichen Vergleichsmieten von durchschnittlich 8,20 Euro pro Quadratmeter in den östlichen Außenbezirken bis zu 13,33 Euro in den zentralen östlichen Stadtteilen.

Ausblick: Politische Unsicherheit belastet den Markt

Für die weitere Entwicklung des Berliner Immobilienmarkts sieht Andreas Habath, Sachverständiger für Immobilienbewertung und Projektleiter Marktberichterstattung des IVD Berlin-Brandenburg, erhebliche Risiken. Insbesondere die Diskussionen über die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände und einen Mietenstopp könnten Investoren abschrecken. „Die Aussichten für den Berliner Wohnungsmarkt sind angesichts der politischen Entwicklung düster. Die Pläne für Enteignungen und einen Mietenstopp sorgen für erhebliche Unsicherheit. Für den Berliner Wohnungsmarkt ist das fatal, denn wir brauchen den Neubau dringend, um die Nachfrage zu bedienen und für mehr Dynamik auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen“, erklärt Andreas Habath.

Über den IVD Wohnimmobilienpreisservice Berlin

Der Wohnimmobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg für Berlin stellt die Entwicklung der unterschiedlichen Segmente des Immobilienmarktes in der Stadt zusammen, unterteilt in 23 Altbezirke. Erstellt wird er vom Wertermittlungsausschuss des Verbands. Als Datengrundlage dienen Transaktionen der IVD-Mitglieder sowie die Daten des Gutachterausschusses und des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.




























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