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13.10.2026 Mit 4 Mio. Euro dotiert: Europäisches Konsortium startet NuBau Labs™

Ein Konsortium aus europäischen Partnern der Bauindustrie hat „NuBau Labs™“ ins Leben gerufen, ein mit 4 Millionen Euro aus dem Programm „Horizont Europa“ finanziertes Projekt. Das Projekt entwickelt ein wegweisendes Wiederaufbereitungssystem, bei dem Baumaterialien aus bestehenden Gebäuden in großem Maßstab wiederverwendet werden, anstatt zu Abfall zu werden.
Es zielt darauf ab, zwei große Herausforderungen der Bauwirtschaft anzugehen: die CO?-Emissionen bei der Herstellung neuer Baumaterialien und die großen Abfallmengen, die beim Abriss von Gebäuden entstehen, wenn wertvolle Materialien zerkleinert oder zu minderwertigen Materialien recycelt werden, anstatt in neuen Bauwerken wiederverwendet zu werden.

Das von Arup und der Queen’s University Belfast konzipierte Projekt errichtet seinen ersten Pilot-Produktionsstandort an der Themse in Ost-London. Der Kerngedanke besteht darin, Städte als „urbane Materialbanken“ zu betrachten, in denen Materialien aus bestehenden Gebäuden wiederverwendet werden können. NuBau Labs greift erst dann ein, wenn die Möglichkeiten zur Erhaltung, Sanierung und Wiederverwendung bestehender Gebäude so weit wie möglich ausgeschöpft sind. Wo ein Rückbau notwendig ist, konzentriert sich das Projekt zunächst auf die Rückgewinnung von Materialien wie Beton und Stahl und bewahrt die geborgenen Teile für eine hochwertige Wiederverwendung auf, anstatt sie zu zerkleinern oder zu Materialien mit geringerem Wert zu verarbeiten.

NuBau Labs™ bietet einen neuen Ansatz für das zirkuläre Bauen, der in großem Maßstab repliziert werden kann. Es bietet einen Raum, in dem wiedergewonnene Materialien getestet, zertifiziert und zu Bauteilen für den Einsatz in neuen Gebäuden wiederaufbereitet werden – und trägt so dazu bei, die praktischen Hindernisse zu überwinden, die derzeit eine massive Wiederverwendung von Baumaterialien verhindern.

Neben der technischen Arbeit bringt das Projekt lokale Gemeinschaften, Designer, Künstler und Ingenieure zusammen, damit sie ihre Bedürfnisse im Entwurfsprozess einbringen. In Anlehnung an die Prinzipien der Initiative „New European Bauhaus“ zielt das Projekt darauf ab, Nachhaltigkeit, Designqualität, Ästhetik, Lebensqualität und soziale Inklusion bei der Entwicklung von Lösungen für das zirkuläre Bauen zu vereinen.

„NuBau Labs™ steht für eine grundlegend andere Denkweise im Umgang mit den Materialien, die bereits in unseren Städten verbaut sind und verfolgt einen systemorientierten Ansatz, um ihren Wert zu erschließen. Anstatt Gebäude am Ende ihrer Lebensdauer als Abfall zu behandeln, können wir sie als wertvolle Materialquellen für die nächste Generation von Gebäuden betrachten.“, sagt Kerry Greeves, Director bei Arup in London. „Beton ist eines der Materialien, deren Wiederverwendung mit hohem Mehrwert eine größere Herausforderung darstellt. Durch die Zusammenführung von Materialrückgewinnung, Prüfung, Wiederaufbereitung, Ingenieurwesen und kohlenstoffarmer Logistik wollen wir zeigen, wie die Wiederverwendung in viel größerem Maßstab realisierbar wird – und damit ein Modell schaffen, das letztendlich in Städten in ganz Europa repliziert werden kann.“

Eine der ersten Lösungen, die vorgestellt wird, ist ReVault, ein von Arup entwickeltes Bodensystem, das wiederverwerteten Beton zur Herstellung neuer Fußböden nutzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Bodensystemen ermöglicht es eine Reduzierung des grauen CO?-Fußabdrucks um 70 %.

Das Projekt vereint Fachwissen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Architektur, Forschung, Fertigung und Bauwesen. Arup und die Queen’s University Belfast realisieren NuBau Labs™ gemeinsam mit GXN, Politecnico di Torino, Banagher Precast Concrete Limited, The Stonemasonry Company Limited, Pilbrow & Partners, Wroclaw University of Science and Technology und der North Adriatic Sea Port Authority – Ports of Venice. Zu den wichtigsten Projektpartnern zählen außerdem Keltbray, Gardiner & Theobald und das Engineers Reuse Collective.






























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