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13.10.2026 HomeExchange State of Trust Report: Wie vertrauen die Deutschen?

Die internationale Studie „HomeExchange State of Trust Report 2026“ von HomeExchange und Ipsos BVA untersucht, wie Vertrauen heute entsteht und welche Rolle persönliche Begegnungen, Gegenseitigkeit und digitale Plattformen dabei spielen. Für 85 Prozent der Deutschen erscheint es zunächst riskant, eine fremde Person im eigenen Zuhause willkommen zu heißen. Gleichzeitig sagen 92 Prozent, dass es dringend notwendig ist, die Verbindungen zwischen den Menschen wieder zu stärken. Der Haustausch zeigt, wie diese beiden Aspekte zusammenfinden können: Menschen öffnen ihr Zuhause für bislang unbekannte Gäste und schaffen dadurch eine persönliche Form des Reisens, die auf Vertrauen, gegenseitiger Verantwortung und direktem Austausch basiert.

Von anfänglicher Skepsis zu echtem Vertrauen

85 Prozent der Deutschen empfinden Haustausch mit Fremden als riskant. Gleichzeitig sehen 30 Prozent darin eine Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen – unter den HomeExchange-Mitgliedern liegt dieser Anteil sogar bei 77 Prozent. Die Studie zeigt, dass Vertrauen vor allem durch persönliche Erfahrungen, gegenseitige Verantwortung und einen verlässlichen Rahmen wächst.

„Vertrauen beginnt oft mit einem Vertrauensvorschuss, entsteht aber nicht blind. Menschen brauchen die Gewissheit, dass beide Seiten Verantwortung übernehmen“, sagt Marianna Hillmer, Community Managerin für Deutschland bei HomeExchange. „Gerade die Verbindung aus persönlichem Austausch, Gegenseitigkeit und Sicherheit macht den Haustausch zu einer besonderen Form des Reisens.“

Vertrauen basiert auf Gegenseitigkeit

Ein zentrales Element des Haustauschs ist das Prinzip der Gegenseitigkeit: Beide Seiten öffnen ihr Zuhause und übernehmen Verantwortung für den persönlichen Raum der jeweils anderen Person.

Auch die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Bedeutung dieses Prinzips. Im Kontext eines Tauschs geben 74 Prozent der Befragten an, dass sie bereit sind, einer Person zu vertrauen, die dasselbe Risiko eingeht wie sie selbst und dasselbe eintauscht.

„Wer das eigene Zuhause öffnet, weiß, welches Vertrauen damit verbunden ist. Diese geteilte Verantwortung schafft eine besondere Form der Gegenseitigkeit – selbst wenn der Austausch nicht direkt zwischen denselben Personen stattfindet“, erklärt Marianna Hillmer.

Vertrauen ist daher keine einseitige Angelegenheit. Es entwickelt sich in einer Beziehung, in der beide Seiten Verantwortung übernehmen und etwas beitragen.
Digitale Plattformen schaffen den Rahmen für persönliche Begegnungen
Laut der Studie spielen auch digitale Plattformen eine Rolle dabei, Vertrauen zwischen Menschen zu fördern, die sich zuvor nicht kannten. 76 Prozent aller deutschen Befragten sind bereit, einer Person zu vertrauen, die sie über eine Plattform kennenlernen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

In Deutschland sind die wichtigsten Faktoren für Vertrauen gegenüber einer fremden Person, die über eine Peer-to-Peer-Plattform kennengelernt wird, die Qualität des Austauschs mit der anderen Person (42 %), die Identitätsprüfung durch die Plattform (40 %) und Bewertungen anderer Nutzerinnen und Nutzer (37 %).

„Eine Plattform kann Vertrauen nicht verordnen. Sie kann jedoch die Voraussetzungen schaffen, unter denen Vertrauen zwischen Menschen entstehen kann, die sich zuvor noch nie begegnet sind – zum Beispiel durch umfassende Profile, Bewertungen, persönliche Kommunikation und verlässliche Sicherheitsmaßnahmen“, sagt Marianna.
Die digitale Plattform schafft damit den Rahmen für eine persönliche Erfahrung, die offline stattfindet: Menschen öffnen ihr Zuhause und teilen für eine begrenzte Zeit ihren Alltag mit anderen.

Wenn aus einem Haustausch eine langfristige Beziehung entsteht

Für viele Nutzerinnen und Nutzer endet die Wirkung eines Haustauschs nicht mit der Abreise. 75 Prozent der HomeExchange-Mitglieder sagen, dass ihre Erfahrungen ihre Beziehungen zu anderen Menschen gestärkt haben. 71 Prozent berichten, dass sie durch ihre Erfahrungen langfristige Beziehungen aufgebaut haben.

Dies unterstreicht einen weiteren Unterschied zwischen der anfänglichen Wahrnehmung und der tatsächlichen Erfahrung: Was als potenziell riskanter Austausch mit einer fremden Person beginnt, kann zu einer persönlichen Verbindung führen, die über den Aufenthalt hinaus Bestand hat.

„Die lebendigsten Reiseerinnerungen entstehen oft nicht beim Besichtigen von Sehenswürdigkeiten, sondern durch Begegnungen mit Menschen“, sagt HomeExchange-Mitglied Marion aus Bayern. „Wenn man sein Zuhause teilt, entsteht eine Verbindung, die weit über den Aufenthalt hinaus bestehen kann. Mit vielen unserer Tauschpartner stehen wir noch immer regelmäßig in Kontakt.“

Reisen als Möglichkeit, Verbundenheit neu zu entdecken

Die Ergebnisse der Studie weisen außerdem auf ein übergeordnetes Bedürfnis nach persönlicher Verbundenheit hin – insbesondere in Deutschland. 92 Prozent der befragten Deutschen sagen, dass es dringend notwendig ist, die Verbindung zwischen den Menschen wiederherzustellen.

Der Haustausch liefert hierfür ein konkretes Beispiel. Reisende erleben einen Ort aus der Perspektive der Menschen, die dort leben. Sie wohnen in deren Zuhause, lernen ihre Nachbarschaft kennen und kommen persönlich mit ihnen in Kontakt.

Was zunächst wie ein ungewohnter und potenziell riskanter Schritt erscheinen mag, kann sich so zu einer Erfahrung entwickeln, die von Vertrauen, gegenseitiger Verantwortung und persönlicher Verbundenheit geprägt ist.
























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