09.10.2026 Gewinnprognosen in Europa steigen
Die Aussichten für die europäische Wirtschaft und die Unternehmensgewinne haben sich aufgehellt. Das Analystenteam von J.P. Morgan Asset Management erwartet nach starken Monaten für 2026 ein Gewinnwachstum von bis zu 15 Prozent in Europa, seit Jahresbeginn haben Analystinnen und Analysten ihre Prognosen zudem nach oben korrigiert. Zwar entfällt ein erheblicher Teil der Aufwärtskorrekturen auf den Energiesektor, doch auch für Investitionsgüter, Versorger, Halbleiter und Banken fallen die Schätzungen höher aus. „Dies zeigt, dass sich der Aufwärtstrend bei den Gewinnprognosen auf breiter Basis vollzieht“, erklärt Michael Barakos, Portfolio-Manager für europäische Aktien in der International Equity Group von J.P. Morgan Asset Management. Auch im Telekommunikationssektor zeichnet sich nach einem Jahrzehnt der Underperformance ein Wendepunkt ab: Das Wachstum der Dienstleistungsumsätze ist wieder positiv.
Gewinnprognosen für Europa steigen auf breiter Basis
Die Ursachen für die verbesserten Gewinnaussichten sieht Barakos vor allem in der Politik. „Was Europa bislang wirtschaftlich Gegenwind bescherte, wirkt nun unterstützend“, sagt Barakos. Europa bewege sich in eine anhaltende Phase fiskalischer Expansion, die die Binnennachfrage stützen dürfte. „Doch nicht nur die europäischen Fiskalregeln wurden auf den Kopf gestellt. Auch das regulatorische Umfeld hat eine Kehrtwende vollzogen“, erklärt Barakos. Im Mittelpunkt der Regulierung stehe nun die Wettbewerbsfähigkeit, etwa am Telekommunikationsmarkt der nordischen Länder, wo die Konsolidierung zur Verbesserung der Margen beitragen dürfte.
Als Faktoren für mittelfristigen Rückenwind nennt Barakos fiskalische Impulse, den Ausbau der KI-Infrastruktur und solide Finanzierungsbedingungen. Europäische Unternehmen seien gut aufgestellt, um dort Geld zu verdienen, wo KI auf die reale Welt trifft, etwa bei Energie- und Netzausrüstung oder Fabrikautomation. Sollte KI enttäuschen, wäre Europa laut Barakos weniger stark betroffen, da seine Benchmarks weniger reine KI-Unternehmen enthalten. Sollte sich KI dagegen als tatsächlich transformativ erweisen, dürfte Europa ebenfalls profitieren. Zusammen mit den erwarteten höheren Staatsausgaben steche Europa damit als eine der wenigen großen Aktienregionen mit einer Wachstumsstory hervor, die nicht von KI abhängt.
Telekommunikation: Dienstleistungsumsätze wieder positiv
Europäische Telekommunikationsunternehmen verbinden aus Sicht von Barakos defensive Eigenschaften mit verbesserten Fundamentaldaten. Im vergangenen Jahrzehnt hatten sie über weite Strecken mit Umsatzdruck, hohen Investitionen in Glasfaser- und 5G-Netze und phasenweise intensivem Wettbewerb zu kämpfen.
Inzwischen begünstigen die Inflation und Veränderungen der Marktstruktur Preiserhöhungen. In mehreren Märkten setzen die Betreiber zunehmend auf „Wert statt Volumen“ und räumen der Rentabilität Vorrang vor Netto-Neukundenzuwächsen ein. „Der Investment Case für europäische Telekommunikationsunternehmen basiert nicht auf einem einzelnen Katalysator. Vielmehr ergeben sich die Chancen aus einer Kombination aus Preisdisziplin, einem klarer absehbaren Rückgang der Investitionsausgaben und schrittweisen Kostensenkungen“, erklärt Barakos. Spielraum für höhere Preise zeigt der Vergleich mit den USA: Anbieter in der EU erzielen einen durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer von 16 Euro, US-Anbieter von 44 Euro. In Märkten, deren Wettbewerbsumfeld es zulässt, könnten europäische Anbieter ihre Preise daher nach dem Prinzip „Mehr für mehr“ anheben. In Deutschland sind die Wettbewerbstrends uneinheitlich. Steigende Festnetzpreise und eine verbesserte operative Umsetzung bei der Deutschen Telekom hellen die Aussichten jedoch auf.
Bei den Investitionen verlagert sich die Diskussion laut Barakos zunehmend von der Frage, wie viel investiert werden muss, hin zu der Frage, wie schnell sich die Ausgaben normalisieren können, ohne die Wettbewerbsdynamik zu beeinträchtigen. Die Investitionsausgaben des Sektors erreichten 2021 mit 18,8 Prozent des Umsatzes ihren Höchststand und dürften bis 2028 auf 16,2 Prozent sinken. Für den freien Cashflow erwartet J.P. Morgan Asset Management von 2025 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,5 Prozent. Ab 2026/27 wird der Glasfaserausbau bis ins Haus zunehmend abgeschlossen sein, und mehrere etablierte Anbieter, darunter Orange, KPN und BT, stellen ab diesem Zeitpunkt niedrigere Investitionen in Aussicht. Hinzu kommen Kostensenkungen, die durch KI unterstützt werden, etwa durch die Automatisierung im Kundenservice und im Netzbetrieb. Zusätzlichen Spielraum könnten Fusionen bieten, indem sie die Marktstruktur und die Rentabilität verbessern – sofern sich Regulierungs- und Umsetzungsrisiken überwinden lassen.
An der Börse hat die Rally des Sektors zuletzt an Dynamik verloren: Nach der Outperformance der vergangenen zwei Jahre haben Anlegerinnen und Anleger Gewinne mitgenommen. Die Bewertungen erscheinen damit aus Sicht von Barakos ausgewogener. Nach einigen Kennzahlen notiert der Sektor mit einem Abschlag zum Gesamtmarkt, beim Verhältnis von Unternehmenswert zu Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EV/EBITDA) jedoch über dem historischen Durchschnitt. Die Renditen dürften laut Barakos daher eher von der erfolgreichen Umsetzung der Unternehmensziele getragen werden als allein von steigenden Bewertungsmultiplikatoren.
Bewertungsabschlag zu den USA dürfte sich verringern
Auf gesamteuropäischer Ebene werden Europa-Aktien in den meisten Sektoren mit einem Bewertungsabschlag gegenüber US-Aktien gehandelt. „Wichtiger ist jedoch, dass die Bewertungen in Europa auch auf absoluter Basis nicht überzogen sind“, betont Barakos. Ein Beispiel ist der europäische Bankensektor: Er hat in den letzten fünf Jahren die US-Aktien der „Magnificent Seven“ übertroffen, dennoch werden mehrere Kreditinstitute weiterhin zu moderaten Bewertungskennzahlen gehandelt. Entscheidend für eine Verringerung des Abschlags zwischen Europa und den USA sei ein stärkeres Wachstum. „Wir gehen nicht davon aus, dass der langjährige Bewertungsabschlag Europas gegenüber den USA vollständig verschwinden wird“, sagt Barakos. Realistisch sei aber eine Verringerung, getragen unter anderem von einer besseren Vorhersehbarkeit der Ertragsentwicklung.
Risiken bestehen laut Barakos weiterhin, etwa durch den Konflikt im Nahen Osten, den Handelsdruck und die Währungsvolatilität. Sie erklärten zugleich die attraktive Bewertung. Die im Vergleich zu stark überlaufenen Märkten größere Streuung der Bewertungen in Europa eröffne aktiven Managerinnen und Managern die Möglichkeit, fehlbewertete Titel zu identifizieren.
Von der Aufhellung in Europa mit Dividendenaktien profitieren
Um von den verbesserten Gewinnaussichten in Europa zu profitieren, bieten sich qualitativ hochwertige europäische Dividendenaktien an, etwa der JPMorgan Investment Funds – Europe Strategic Dividend Fund, der von einem erfahrenen Team rund um Michael Barakos gemeinsam mit Ian Butler, Thomas Buckingham und Mayur Patel gemanagt wird. Das Portfolio-Management nutzt einen aktiven, benchmarkunabhängigen Bottom-Up-Ansatz und investiert in eine Auswahl von 125 bis 250 Titel, die eine überdurchschnittliche Dividendenrendite mit soliden Fundamentaldaten und einem attraktiven Bewertungsniveau verbinden. Durch die breite Streuung über Sektoren und Marktkapitalisierungen hinweg lassen sich sowohl defensive Qualitäten als auch zyklische Chancen – etwa im Finanz-, Versorger- oder Telekommunikationssektor – nutzen.
Gewinnprognosen für Europa steigen auf breiter Basis
Die Ursachen für die verbesserten Gewinnaussichten sieht Barakos vor allem in der Politik. „Was Europa bislang wirtschaftlich Gegenwind bescherte, wirkt nun unterstützend“, sagt Barakos. Europa bewege sich in eine anhaltende Phase fiskalischer Expansion, die die Binnennachfrage stützen dürfte. „Doch nicht nur die europäischen Fiskalregeln wurden auf den Kopf gestellt. Auch das regulatorische Umfeld hat eine Kehrtwende vollzogen“, erklärt Barakos. Im Mittelpunkt der Regulierung stehe nun die Wettbewerbsfähigkeit, etwa am Telekommunikationsmarkt der nordischen Länder, wo die Konsolidierung zur Verbesserung der Margen beitragen dürfte.
Als Faktoren für mittelfristigen Rückenwind nennt Barakos fiskalische Impulse, den Ausbau der KI-Infrastruktur und solide Finanzierungsbedingungen. Europäische Unternehmen seien gut aufgestellt, um dort Geld zu verdienen, wo KI auf die reale Welt trifft, etwa bei Energie- und Netzausrüstung oder Fabrikautomation. Sollte KI enttäuschen, wäre Europa laut Barakos weniger stark betroffen, da seine Benchmarks weniger reine KI-Unternehmen enthalten. Sollte sich KI dagegen als tatsächlich transformativ erweisen, dürfte Europa ebenfalls profitieren. Zusammen mit den erwarteten höheren Staatsausgaben steche Europa damit als eine der wenigen großen Aktienregionen mit einer Wachstumsstory hervor, die nicht von KI abhängt.
Telekommunikation: Dienstleistungsumsätze wieder positiv
Europäische Telekommunikationsunternehmen verbinden aus Sicht von Barakos defensive Eigenschaften mit verbesserten Fundamentaldaten. Im vergangenen Jahrzehnt hatten sie über weite Strecken mit Umsatzdruck, hohen Investitionen in Glasfaser- und 5G-Netze und phasenweise intensivem Wettbewerb zu kämpfen.
Inzwischen begünstigen die Inflation und Veränderungen der Marktstruktur Preiserhöhungen. In mehreren Märkten setzen die Betreiber zunehmend auf „Wert statt Volumen“ und räumen der Rentabilität Vorrang vor Netto-Neukundenzuwächsen ein. „Der Investment Case für europäische Telekommunikationsunternehmen basiert nicht auf einem einzelnen Katalysator. Vielmehr ergeben sich die Chancen aus einer Kombination aus Preisdisziplin, einem klarer absehbaren Rückgang der Investitionsausgaben und schrittweisen Kostensenkungen“, erklärt Barakos. Spielraum für höhere Preise zeigt der Vergleich mit den USA: Anbieter in der EU erzielen einen durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer von 16 Euro, US-Anbieter von 44 Euro. In Märkten, deren Wettbewerbsumfeld es zulässt, könnten europäische Anbieter ihre Preise daher nach dem Prinzip „Mehr für mehr“ anheben. In Deutschland sind die Wettbewerbstrends uneinheitlich. Steigende Festnetzpreise und eine verbesserte operative Umsetzung bei der Deutschen Telekom hellen die Aussichten jedoch auf.
Bei den Investitionen verlagert sich die Diskussion laut Barakos zunehmend von der Frage, wie viel investiert werden muss, hin zu der Frage, wie schnell sich die Ausgaben normalisieren können, ohne die Wettbewerbsdynamik zu beeinträchtigen. Die Investitionsausgaben des Sektors erreichten 2021 mit 18,8 Prozent des Umsatzes ihren Höchststand und dürften bis 2028 auf 16,2 Prozent sinken. Für den freien Cashflow erwartet J.P. Morgan Asset Management von 2025 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,5 Prozent. Ab 2026/27 wird der Glasfaserausbau bis ins Haus zunehmend abgeschlossen sein, und mehrere etablierte Anbieter, darunter Orange, KPN und BT, stellen ab diesem Zeitpunkt niedrigere Investitionen in Aussicht. Hinzu kommen Kostensenkungen, die durch KI unterstützt werden, etwa durch die Automatisierung im Kundenservice und im Netzbetrieb. Zusätzlichen Spielraum könnten Fusionen bieten, indem sie die Marktstruktur und die Rentabilität verbessern – sofern sich Regulierungs- und Umsetzungsrisiken überwinden lassen.
An der Börse hat die Rally des Sektors zuletzt an Dynamik verloren: Nach der Outperformance der vergangenen zwei Jahre haben Anlegerinnen und Anleger Gewinne mitgenommen. Die Bewertungen erscheinen damit aus Sicht von Barakos ausgewogener. Nach einigen Kennzahlen notiert der Sektor mit einem Abschlag zum Gesamtmarkt, beim Verhältnis von Unternehmenswert zu Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EV/EBITDA) jedoch über dem historischen Durchschnitt. Die Renditen dürften laut Barakos daher eher von der erfolgreichen Umsetzung der Unternehmensziele getragen werden als allein von steigenden Bewertungsmultiplikatoren.
Bewertungsabschlag zu den USA dürfte sich verringern
Auf gesamteuropäischer Ebene werden Europa-Aktien in den meisten Sektoren mit einem Bewertungsabschlag gegenüber US-Aktien gehandelt. „Wichtiger ist jedoch, dass die Bewertungen in Europa auch auf absoluter Basis nicht überzogen sind“, betont Barakos. Ein Beispiel ist der europäische Bankensektor: Er hat in den letzten fünf Jahren die US-Aktien der „Magnificent Seven“ übertroffen, dennoch werden mehrere Kreditinstitute weiterhin zu moderaten Bewertungskennzahlen gehandelt. Entscheidend für eine Verringerung des Abschlags zwischen Europa und den USA sei ein stärkeres Wachstum. „Wir gehen nicht davon aus, dass der langjährige Bewertungsabschlag Europas gegenüber den USA vollständig verschwinden wird“, sagt Barakos. Realistisch sei aber eine Verringerung, getragen unter anderem von einer besseren Vorhersehbarkeit der Ertragsentwicklung.
Risiken bestehen laut Barakos weiterhin, etwa durch den Konflikt im Nahen Osten, den Handelsdruck und die Währungsvolatilität. Sie erklärten zugleich die attraktive Bewertung. Die im Vergleich zu stark überlaufenen Märkten größere Streuung der Bewertungen in Europa eröffne aktiven Managerinnen und Managern die Möglichkeit, fehlbewertete Titel zu identifizieren.
Von der Aufhellung in Europa mit Dividendenaktien profitieren
Um von den verbesserten Gewinnaussichten in Europa zu profitieren, bieten sich qualitativ hochwertige europäische Dividendenaktien an, etwa der JPMorgan Investment Funds – Europe Strategic Dividend Fund, der von einem erfahrenen Team rund um Michael Barakos gemeinsam mit Ian Butler, Thomas Buckingham und Mayur Patel gemanagt wird. Das Portfolio-Management nutzt einen aktiven, benchmarkunabhängigen Bottom-Up-Ansatz und investiert in eine Auswahl von 125 bis 250 Titel, die eine überdurchschnittliche Dividendenrendite mit soliden Fundamentaldaten und einem attraktiven Bewertungsniveau verbinden. Durch die breite Streuung über Sektoren und Marktkapitalisierungen hinweg lassen sich sowohl defensive Qualitäten als auch zyklische Chancen – etwa im Finanz-, Versorger- oder Telekommunikationssektor – nutzen.




