09.10.2026 Logistikinvestmentmarkt bestätigt Aufwärtstrend
Der deutsche Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien hat die positive Entwicklung des ersten Halbjahres im dritten Quartal 2026 bestätigt. Nach neun Monaten summiert sich das Transaktionsvolumen auf 4,4 Milliarden Euro und liegt damit vier Prozent über dem Volumen des Vorjahreszeitraums, jedoch rund ein Fünftel unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Insgesamt wurden 206 Transaktionen abgeschlossen, ein Jahr zuvor waren es 193.
„Angesichts des signifikanten Zinsanstiegs und der gestiegenen Renditen der Bundesanleihen ist das ein angemessenes Ergebnis. Der Markt hat sich auf das neue Preisniveau eingestellt und weil die Marktteilnehmer nicht mit kurzfristigen Zinssenkungen rechnen, entsteht daraus vermehrt Handlungsdruck oder auch Handlungswille der Akteure auf dem Transaktionsmarkt“, sagt Diana Schumann, Head of Industrial & Logistics Investment JLL Germany.
Großabschlüsse blieben auch im dritten Quartal wichtige Treiber des Marktgeschehens. Sieben Transaktionen schafften es über die Marke von 100 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur fünf waren. Diese Deals steuerten zusammen 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 27 Prozent zum Gesamtvolumen bei. Die fünf größten Transaktionen allein kamen auf ein Volumen von 925 Millionen Euro. „Viele Produkte werden off-market oder im Rahmen von vertraulichen Prozessen mit sehr selektiv ausgewählten Käufern verprobt“, erläutert Schumann. „Findet das Produkt Anklang und ist der Preis akzeptabel, finden Transaktionen statt.“
Internationale Investoren zeigten erneut großes Interesse an deutschen Immobilien und bauten ihre Bestände um rund 1,2 Milliarden Euro aus. Auf Käuferseite lagen sie mit 72 Prozent klar vorn. „Mit den gestiegenen und im Ausblick weiter steigenden Renditen sind im Markt derzeit gute Gelegenheiten zu finden und sehr gute Produkte zu einem soliden Preis zu erwerben. Dies lockt neue, insbesondere ausländische Kapitalquellen als Akteure in den deutschen Markt, allerdings fast ausschließlich mit Value-add- oder Core-plus-Strategien“, erklärt Schumann.
Die stärkste Käufergruppe sind Asset- und Fondsmanager (39 Prozent) mit deutlichem Vorsprung vor Reits (16 Prozent) und Entwicklern (15 Prozent). Auf der Verkäuferseite dominieren Corporates (24 Prozent), gefolgt von Entwicklern (16 Prozent) sowie Asset- und Fondsmanagern (13 Prozent).
Spitzenrenditen steigen weiter
Die Spitzenrenditen sind im dritten Quartal in mehreren Städten gestiegen. Berlin und Stuttgart kalkulieren nun mit 4,8 Prozent, Düsseldorf und Kölmit 4,7 Prozent. Frankfurt, Hamburg und München liegen bei 4,6 Prozent. Im zweiten Quartal hatten die Werte noch einheitlich bei 4,5 beziehungsweise 4,6 Prozent gelegen. Schumann gibt zu bedenken, dass jährlich nur eine Handvoll Produkte zu diesen Renditen gehandelt werden. „Das Gros der Transaktionen wird je nach Qualität der Lage, des Mieters, des Gebäudes und der Drittverwendungsfähigkeit sowie des Mietniveaus zwischen fünf und sechs Prozent Nettoanfangsrendite gehandelt."
Weiterhin großer Bedarf besteht an Produkten mit langfristigen Mietverträgen von mindestens 15 Jahren und bonitätsstarken Mietern sowie für IOS (Industrial Outdoor Storage). „Hierfür gibt es viel ausländisches Kapital, aber wenig verfügbares Produkt. Die Renditen liegen hier bei über sechs Prozent", so Schumann.
Optimistischer Ausblick auf das Jahresende
Zwar hängt der Portfoliomarkt noch hinter den Erwartungen und den Vorjahresergebnissen zurück, allerdings befinden sich mehrere Portfolios über 300 Millionen Euro in Exklusivität, deren Unterzeichnung bis Jahresende erwartet wird. Schumann rechnet für das vierte Quartal mit rund zwei Milliarden Euro Transaktionsvolumen.
„Angesichts des signifikanten Zinsanstiegs und der gestiegenen Renditen der Bundesanleihen ist das ein angemessenes Ergebnis. Der Markt hat sich auf das neue Preisniveau eingestellt und weil die Marktteilnehmer nicht mit kurzfristigen Zinssenkungen rechnen, entsteht daraus vermehrt Handlungsdruck oder auch Handlungswille der Akteure auf dem Transaktionsmarkt“, sagt Diana Schumann, Head of Industrial & Logistics Investment JLL Germany.
Großabschlüsse blieben auch im dritten Quartal wichtige Treiber des Marktgeschehens. Sieben Transaktionen schafften es über die Marke von 100 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum nur fünf waren. Diese Deals steuerten zusammen 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 27 Prozent zum Gesamtvolumen bei. Die fünf größten Transaktionen allein kamen auf ein Volumen von 925 Millionen Euro. „Viele Produkte werden off-market oder im Rahmen von vertraulichen Prozessen mit sehr selektiv ausgewählten Käufern verprobt“, erläutert Schumann. „Findet das Produkt Anklang und ist der Preis akzeptabel, finden Transaktionen statt.“
Internationale Investoren zeigten erneut großes Interesse an deutschen Immobilien und bauten ihre Bestände um rund 1,2 Milliarden Euro aus. Auf Käuferseite lagen sie mit 72 Prozent klar vorn. „Mit den gestiegenen und im Ausblick weiter steigenden Renditen sind im Markt derzeit gute Gelegenheiten zu finden und sehr gute Produkte zu einem soliden Preis zu erwerben. Dies lockt neue, insbesondere ausländische Kapitalquellen als Akteure in den deutschen Markt, allerdings fast ausschließlich mit Value-add- oder Core-plus-Strategien“, erklärt Schumann.
Die stärkste Käufergruppe sind Asset- und Fondsmanager (39 Prozent) mit deutlichem Vorsprung vor Reits (16 Prozent) und Entwicklern (15 Prozent). Auf der Verkäuferseite dominieren Corporates (24 Prozent), gefolgt von Entwicklern (16 Prozent) sowie Asset- und Fondsmanagern (13 Prozent).
Spitzenrenditen steigen weiter
Die Spitzenrenditen sind im dritten Quartal in mehreren Städten gestiegen. Berlin und Stuttgart kalkulieren nun mit 4,8 Prozent, Düsseldorf und Kölmit 4,7 Prozent. Frankfurt, Hamburg und München liegen bei 4,6 Prozent. Im zweiten Quartal hatten die Werte noch einheitlich bei 4,5 beziehungsweise 4,6 Prozent gelegen. Schumann gibt zu bedenken, dass jährlich nur eine Handvoll Produkte zu diesen Renditen gehandelt werden. „Das Gros der Transaktionen wird je nach Qualität der Lage, des Mieters, des Gebäudes und der Drittverwendungsfähigkeit sowie des Mietniveaus zwischen fünf und sechs Prozent Nettoanfangsrendite gehandelt."
Weiterhin großer Bedarf besteht an Produkten mit langfristigen Mietverträgen von mindestens 15 Jahren und bonitätsstarken Mietern sowie für IOS (Industrial Outdoor Storage). „Hierfür gibt es viel ausländisches Kapital, aber wenig verfügbares Produkt. Die Renditen liegen hier bei über sechs Prozent", so Schumann.
Optimistischer Ausblick auf das Jahresende
Zwar hängt der Portfoliomarkt noch hinter den Erwartungen und den Vorjahresergebnissen zurück, allerdings befinden sich mehrere Portfolios über 300 Millionen Euro in Exklusivität, deren Unterzeichnung bis Jahresende erwartet wird. Schumann rechnet für das vierte Quartal mit rund zwei Milliarden Euro Transaktionsvolumen.




