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07.10.2026 Goodman-News: Bis zu 50 MW Rechenzentrum-Wärme für Neu-Isenburg

Goodmans geplantes Rechenzentrum FRA02 soll künftig einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Wärmeversorgung Neu-Isenburgs leisten. Den entscheidenden Schritt dafür haben die drei zentralen Projektpartner mit der Unterzeichnung des Nachtrags zum städtebaulichen Vertrag getan: die Stadt Neu-Isenburg, die Stadtwerke Neu-Isenburg (SWNI) und der Projektentwickler- und Infrastrukturanbieter Goodman. Nach Inbetriebnahme soll FRA02 bis zu 50 MWth Wärme zurückgewinnen und in das Fernwärmenetz der Stadt einspeisen. Es ist das erste Projekt in Neu-Isenburg, das Abwärme aus einem Rechenzentrum nutzt.

Schwimmbad, Haushalte und Unternehmen profitieren

Die Abwärme des Rechenzentrums wird zurückgewonnen und in das Fernwärmenetz eingespeist, das die SWNI errichtet und betreibt. Dieses wird das Gewerbegebiet Süd, das Wohngebiet Neue Welt und das Waldschwimmbad versorgen. So erhalten über 600 Gebäude (Ein- und Mehrfamilienhäuser, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen) Wärme, die direkt vor Ort entsteht. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die Dekarbonisierungsstrategie der Stadt.

Langjährige Zusammenarbeit

Nach vier Jahren Zusammenarbeit und zwei Jahre nach der Unterzeichnung des ursprünglichen städtebaulichen Vertrags haben Goodman, die SWNI und die Stadt Neu-Isenburg einen Nachtrag zu diesem Vertrag unterzeichnet. Dieser bildet die Grundlage für eine mögliche Erweiterung des Projekts sowie für den Abschluss eines Infrastrukturvertrags zwischen Goodman und der SWNI. Der Infrastrukturvertrag regelt die Einspeisung der Wärme aus FRA02 in das Neu-Isenburger Fernwärmenetz. Die Vereinbarungen bauen auf den gestalterischen und ökologischen Verpflichtungen aus dem städtebaulichen Vertrag von 2024 auf und schaffen einen Rahmen für das weitere Wachstum des Campus.

FRA02 kommt planmäßig voran

Die Vereinbarungen zeigen zugleich, wie weit FRA02 inzwischen vorangekommen ist. Die Baugenehmigung sowie die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) liegen vor. Die Arbeiten am Umspannwerk sollen wie geplant 2026 abgeschlossen werden, während die Fertigstellung des Projekts im Zeitplan liegt. Goodman stellt das Grundstück für die geplante Energiezentrale der SWNI bereit, deren Bau 2028 beginnen soll. Darüber hinaus investiert Goodman in die technische Ausrüstung am Standort FRA02, die für den Anschluss des Rechenzentrums an das Fernwärmenetz nötig ist.

Stimmen der Partner

Christof Prange, Country Manager Deutschland bei Goodman, sagte: „Dass die Abwärme aus FRA02 künftig Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor Ort mit Wärme versorgt, ist für Neu-Isenburg ein langfristiger Gewinn. Möglich wird dies durch die enge Zusammenarbeit zwischen Goodman, der Stadt Neu-Isenburg und der SWNI in den vergangenen vier Jahren. Gemeinsam haben wir alle technischen, planerischen und wirtschaftlichen Fragen geklärt und unser Vorhaben in konkrete Infrastruktur umgesetzt. Das Ergebnis ist ein Rechenzentrum, das das digitale Wachstum der Stadt unterstützt und zugleich Teil ihrer künftigen Wärmeversorgung wird. So wollen wir für die Kommunen, in die wir investieren, dauerhaft Mehrwert schaffen.“

Dirk Gene Hagelstein, Bürgermeister von Neu-Isenburg, sagte: „Die Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung hat für Neu-Isenburg hohe Priorität, und FRA02 bringt uns diesem Ziel ein gutes Stück näher. Die Vereinbarung ermöglicht es der SWNI, das Abwärmeprojekt voranzutreiben und zugleich auf den Nachhaltigkeitsmaßnahmen aufzubauen, die Goodman im Projekt verankert hat. Dazu gehören ein geschlossener Kühlkreislauf, der den Einsatz von Trinkwasser begrenzt, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und begrünte Fassaden. Gemeinsam machen wir einen brachliegenden Industriestandort wieder nutzbar, modernisieren unser Wärmenetz und sorgen dafür, dass die Vorteile digitaler Infrastruktur direkt in Neu-Isenburg ankommen.“

Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH, sagte: „FRA02 liefert unserem Fernwärmenetz künftig wertvolle Abwärme und hilft uns, unsere Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Projekte wie dieses leben von starken, langfristigen Partnerschaften. Goodman und die SWNI haben eng zusammengearbeitet, um die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, und so den Grundstein für ein Projekt gelegt, von dem die Bürgerinnen und Bürger Neu-Isenburgs auf Dauer profitieren.“

Christof Prange ergänzte: „Rechenzentren sind die essenzielle Infrastruktur hinter den digitalen Diensten, auf die Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung und Unternehmen täglich angewiesen sind. Ebenso wichtig ist, solche Projekte partnerschaftlich mit den Akteuren vor Ort umzusetzen, damit sie den Kommunen langfristig Mehrwert bringen. Genau das tun wir in Neu-Isenburg, in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern.“



























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