02.10.2026 Jeder fünfte Quadratmeter Bürofläche ist nachhaltig zertifiziert
Nachhaltigkeitszertifizierungen gewinnen auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt weiter an Bedeutung. In den sieben Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart summierte sich der Bestand zertifizierter, vorzertifizierter oder zur Zertifizierung registrierter Büroflächen zum Ende des ersten Halbjahres 2026 auf rund 19 Millionen m². Damit verfügt inzwischen nahezu jeder fünfte Quadratmeter Bürofläche in den Metropolen über eine Nachhaltigkeitszertifizierung. Das geht aus dem „Cesar 2026“ (Certification and Sustainability Radar) hervor, für den JLL den Büroflächenbestand sowie die Flächennachfrage nach zertifizierten Büroimmobilien analysiert hat.
„Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels sowie ein sich weiterentwickelnder regulatorischer Rahmen erhöhen den Druck auf Unternehmen und Investoren, sich systematisch mit Klimarisiken auseinanderzusetzen. Nachhaltigkeitszertifizierungen wie DGNB, LEED und BREEAM werden dadurch als messbare und vergleichbare Qualitätsstandards für Gebäude immer wichtiger“, kommentiert Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer eher verhaltenen Flächennachfrage steigt die Bedeutung zertifizierter Büroflächen kontinuierlich. Während der gesamte Büroflächenumsatz in den sieben Hochburgen im ersten Halbjahr 2026 bei 1,35 Millionen m² lag, entfielen davon rund 580.000 m² auf zertifizierte Flächen. Der Anteil zertifizierter Büroflächen am gesamten Flächenumsatz stieg damit auf 43 Prozent und erreichte einen neuen Höchstwert. Im Vorjahr lag der Anteil bei 40 Prozent.
Beim Verhältnis zertifizierter Flächen zum Büroflächenbestand ist Frankfurt weiterhin Spitzenreiter. Der Anteil erhöhte sich in der Bankenstadt im Jahresvergleich um acht Prozent auf eine Quote von 32 Prozent. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichneten Düsseldorf mit 24 Prozent und Berlin mit 22 Prozent. In Düsseldorf trugen unter anderem die DGNB-Gold-Auszeichnungen des rwi4 im Regierungsviertel zu dieser Entwicklung bei. In Berlin sorgten insbesondere das Quartier Heidestraße – Track Central Line in der Europacity sowie der Forum Tower am Potsdamer Platz, beide mit DGNB-Gold-Zertifizierung, für zusätzlichen Flächenzuwachs.
„Die Anforderungen an Büroflächen steigen weiter. Unternehmen prüfen Neuanmietungen heute wesentlich intensiver und legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und langfristige Resilienz. Zertifizierungen entwickeln sich dabei immer stärker vom Differenzierungsmerkmal zum Standard“, sagt Daniel Bey, Head of Project & Development Services JLL und Tetris Germany.
Besonders auffällig ist die Entwicklung außerhalb der klassischen Toplagen. Während der Zertifizierungsanteil in den Spitzenlagen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte zurückging, stieg er in Zweit- und Drittlagen um acht Prozentpunkte. Damit lagen beide Lagekategorien mit 44 beziehungsweise 42 Prozent nahezu gleichauf. „Die Entwicklung zeigt, dass bei weniger zentralen Standorten die Gebäudequalität und damit auch Nachhaltigkeitszertifikate entscheidend für die Vermietbarkeit werden“, erklärt Bey.
Auch bei der Branchenbetrachtung zeigt sich die wachsende Bedeutung nachhaltiger Büroflächen. Den höchsten Anteil zertifizierter Abschlüsse verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 die Branche Transport, Verkehr und Lagerhaltung mit 80 Prozent. Dahinter folgen EDV sowie Industrie und Handel mit jeweils 54 Prozent, Banken und Finanzdienstleister kommen auf 51 Prozent. Besonders hoch ist die Nachfrage internationaler Nutzer. Bei Abschlüssen über 1.000 m² entfielen 69 Prozent des Umsatzes ausländischer Unternehmen auf zertifizierte Büroflächen. Bei inländischen Nutzern lag der Anteil bei 47 Prozent.
„Nachhaltigkeitszertifizierungen haben sich im Büroimmobilienmarkt endgültig vom Nice-to-have zum Must-have entwickelt“, sagt Scheunemann. „Die Nachfrage nach zertifizierten Flächen wächst schneller als das Angebot. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen und steigender ESG-Erwartungen werden zertifizierte Gebäude zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.“
„Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels sowie ein sich weiterentwickelnder regulatorischer Rahmen erhöhen den Druck auf Unternehmen und Investoren, sich systematisch mit Klimarisiken auseinanderzusetzen. Nachhaltigkeitszertifizierungen wie DGNB, LEED und BREEAM werden dadurch als messbare und vergleichbare Qualitätsstandards für Gebäude immer wichtiger“, kommentiert Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer eher verhaltenen Flächennachfrage steigt die Bedeutung zertifizierter Büroflächen kontinuierlich. Während der gesamte Büroflächenumsatz in den sieben Hochburgen im ersten Halbjahr 2026 bei 1,35 Millionen m² lag, entfielen davon rund 580.000 m² auf zertifizierte Flächen. Der Anteil zertifizierter Büroflächen am gesamten Flächenumsatz stieg damit auf 43 Prozent und erreichte einen neuen Höchstwert. Im Vorjahr lag der Anteil bei 40 Prozent.
Beim Verhältnis zertifizierter Flächen zum Büroflächenbestand ist Frankfurt weiterhin Spitzenreiter. Der Anteil erhöhte sich in der Bankenstadt im Jahresvergleich um acht Prozent auf eine Quote von 32 Prozent. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichneten Düsseldorf mit 24 Prozent und Berlin mit 22 Prozent. In Düsseldorf trugen unter anderem die DGNB-Gold-Auszeichnungen des rwi4 im Regierungsviertel zu dieser Entwicklung bei. In Berlin sorgten insbesondere das Quartier Heidestraße – Track Central Line in der Europacity sowie der Forum Tower am Potsdamer Platz, beide mit DGNB-Gold-Zertifizierung, für zusätzlichen Flächenzuwachs.
„Die Anforderungen an Büroflächen steigen weiter. Unternehmen prüfen Neuanmietungen heute wesentlich intensiver und legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und langfristige Resilienz. Zertifizierungen entwickeln sich dabei immer stärker vom Differenzierungsmerkmal zum Standard“, sagt Daniel Bey, Head of Project & Development Services JLL und Tetris Germany.
Besonders auffällig ist die Entwicklung außerhalb der klassischen Toplagen. Während der Zertifizierungsanteil in den Spitzenlagen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte zurückging, stieg er in Zweit- und Drittlagen um acht Prozentpunkte. Damit lagen beide Lagekategorien mit 44 beziehungsweise 42 Prozent nahezu gleichauf. „Die Entwicklung zeigt, dass bei weniger zentralen Standorten die Gebäudequalität und damit auch Nachhaltigkeitszertifikate entscheidend für die Vermietbarkeit werden“, erklärt Bey.
Auch bei der Branchenbetrachtung zeigt sich die wachsende Bedeutung nachhaltiger Büroflächen. Den höchsten Anteil zertifizierter Abschlüsse verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 die Branche Transport, Verkehr und Lagerhaltung mit 80 Prozent. Dahinter folgen EDV sowie Industrie und Handel mit jeweils 54 Prozent, Banken und Finanzdienstleister kommen auf 51 Prozent. Besonders hoch ist die Nachfrage internationaler Nutzer. Bei Abschlüssen über 1.000 m² entfielen 69 Prozent des Umsatzes ausländischer Unternehmen auf zertifizierte Büroflächen. Bei inländischen Nutzern lag der Anteil bei 47 Prozent.
„Nachhaltigkeitszertifizierungen haben sich im Büroimmobilienmarkt endgültig vom Nice-to-have zum Must-have entwickelt“, sagt Scheunemann. „Die Nachfrage nach zertifizierten Flächen wächst schneller als das Angebot. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen und steigender ESG-Erwartungen werden zertifizierte Gebäude zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.“




