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25.09.2026 Private Markets dürften in Portfolios deutlich an Bedeutung gewinnen

Europäische Fondsselektoren rechnen damit, dass künftig mehr Anleger in Private Markets investieren werden. Gleichzeitig gewinnen neuere Fondsstrukturen wie European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) weiter an Bedeutung. Das geht aus der Global Private Investment Markets Study hervor, die Research in Finance in Zusammenarbeit mit Neuberger durchgeführt hat.

Die Studie basiert auf den Einschätzungen von 1.051 Fondsselektoren aus verschiedenen europäischen Märkten. Unter den Befragten waren 715 Vertreter aus dem Retail-Segment und 336 institutionelle Investoren. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Netto-Allokationsabsichten der Fondsselektoren aus dem Retail-Segment über alle sieben untersuchten Private-Markets-Anlageklassen hinweg positiv sind. Eine deutliche Mehrheit der bereits in die jeweilige Anlageklasse investierten Befragten plant, ihre Zielallokation beizubehalten oder zu erhöhen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

• Der Anteil der europäischen Retail-/Wholesale-Investoren, die in Private Markets investieren, dürfte in den kommenden fünf Jahren auf nahezu neun von zehn (88 Prozent) steigen. Aktuell liegt dieser Anteil bei 63 Prozent. Unter institutionellen Investoren liegt der entsprechende Anteil bereits bei 75 Prozent und dürfte innerhalb von fünf Jahren auf 85 Prozent zunehmen. Dies deutet auf eine weitere Verbreiterung der Anlegerbasis für Private-Markets-Investments hin, insbesondere im Retail- und Wealth-Management-Segment.

• Als größtes Hindernis gilt in Europa die mangelnde Liquidität. Diese nannten 65 Prozent der Befragten, nach 57 Prozent im Vorjahr. Auch mangelnde Transparenz (48 Prozent) und hohe Mindestanlagebeträge (37 Prozent) zählen zu den wesentlichen Hürden.

• Trotz dieser Bedenken sehen europäische Fondsselektoren weiterhin vielfältige Vorteile in Private-Markets-Investments. Die Portfoliodiversifikation bleibt mit 74 Prozent der am häufigsten genannte Vorteil, gefolgt von hohen Renditechancen (55 Prozent). Zugleich ist der Anteil der Befragten, die fehlende Zugangsmöglichkeiten zu Private Markets als Hindernis betrachten, von 26 Prozent im Vorjahr auf 21 Prozent gesunken.

• Per saldo planen 37 Prozent der europäischen Investoren, ihre Allokation in Private Equity in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen. Bei nicht börsennotierten Infrastrukturbeteiligungen sind es 29 Prozent und bei Private Credit 25 Prozent.

• Auch ELTIFs gewinnen weiter an Bedeutung: 74 Prozent der Fondsselektoren sind inzwischen mit dieser Fondsstruktur vertraut, nach 68 Prozent im Vorjahr. Bereits 21 Prozent empfehlen ELTIFs ihren Kunden oder investieren selbst in entsprechende Anlagevehikel – gegenüber 13 Prozent im Vorjahr. Weitere 18 Prozent planen, innerhalb der kommenden zwölf Monate damit zu beginnen. Evergreen-Strukturen werden in den meisten europäischen Märkten bevorzugt.

Jesco Schwarz, Head of Intermediary Client Group für Deutschland und Österreich bei Neuberger, kommentiert: „Private Markets haben sich inzwischen stärker etabliert. Ermöglicht wird dies durch breitere Zugangsmöglichkeiten, ein wachsendes Verständnis der Anleger und eine deutliche Nachfrage nach Diversifikation. Die anhaltende Dynamik bei ELTIFs und Evergreen-Produkten ist erfreulich. Anleger nutzen die flexibleren und benutzerfreundlicheren Zugänge zu Private Markets, um ihre bestehenden Investitionen in geschlossene Fonds zu ergänzen.

An den Private Markets ist die Auswahl des Managers ein entscheidender Faktor. In der Vergangenheit haben Manager des obersten Quartils die übrigen Anbieter kontinuierlich übertroffen. Wir sind überzeugt, dass die Managerauswahl ebenso wie die Aufklärung der Anleger, eine geeignete Produktgestaltung und qualitativ hochwertige Investments entscheidend sind, um für Kunden langfristig attraktive Ergebnisse zu erzielen.“




























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