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23.09.2026 Corporate Real Estate: Standorte werden zum Wettbewerbsfaktor

Standorte werden zum Wettbewerbsfaktor. Wo Unternehmen investieren und produzieren, hängt zunehmend davon ab, ob die notwendigen Rahmenbedingungen vor Ort gegeben sind. Schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren, sichere Energieversorgung und leistungsfähige Infrastruktur entscheiden mit darüber, ob Investitionen umgesetzt werden können. Politik und Wirtschaft müssen deshalb Standortentscheidungen zusammendenken. Corporate Real Estate wird so unmittelbar zum Faktor für Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Gleichzeitig verändert KI Arbeits- und Produktionsprozesse. Diese Transformation stellt neue Anforderungen an Gebäude und Energieversorgung. Um geopolitische Risiken minimieren zu können, braucht es resiliente Standorte – ein weiterer Faktor, der die Standortfrage zur Wettbewerbsfrage werden lässt.

Am morgigen Donnerstag diskutieren mehr als 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Immobilienwirtschaft bei der Immobilienwirtschaftlichen Herbstkonferenz des ZIA im dbb forum Berlin.

Der Standort wird Teil der Unternehmensstrategie

Ob KI, Transformation, Portfolioentscheidungen oder Sicherheit: Unternehmensstrategie braucht passende Standorte. Gebäude, Flächen und Infrastruktur werden damit zu einem entscheidenden Faktor dafür, wie schnell Unternehmen Veränderungen umsetzen und am Standort Deutschland investieren können.

„Gebäude und Flächen sind längst mehr als eine Kostenposition. Sie entscheiden mit darüber, wie schnell Unternehmen Veränderungen umsetzen und wie wettbewerbsfähig ein Standort bleibt. Deshalb müssen wir Immobilien, Infrastruktur, Energie und Digitalisierung und stärker zusammendenken“, betont ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan.

Vier Fragen für die Standorte der Zukunft

Wie verändert KI das Corporate Real Estate?

Dr. Jochen Keysberg, ZIA-Vizepräsident und CEO der Apleona Group, eröffnet die Konferenz mit der Keynote „Von KI-Inseln zur echten Wertschöpfung“. Im Panel „Wer steuert hier eigentlich wen?“ geht es anschließend darum, wo KI bereits konkreten Nutzen schafft, welche Entscheidungen Systeme künftig übernehmen können – und wo menschliche Verantwortung unverzichtbar bleibt.

Wie kommt Deutschland schneller vom Plan zur Umsetzung?

Unter dem Titel „Deutschland im Umsetzungsstau“ geht es um die Lücke zwischen Transformationszielen und ihrer Umsetzung. Gebäude müssen modernisiert, Energieversorgung verändert und Flächen neu organisiert werden – bei laufendem Betrieb. Diskutiert werden deshalb neben regulatorischen Hürden auch die Strukturen und Entscheidungswege in den Unternehmen selbst.

Welche Standorte bleiben – und in welche wird investiert?

Im Panel „Bleiben, bauen oder gehen?“ diskutieren Jörg Vocke, CEO Siemens Real Estate, Oliver Hecht, Marktvorstand Berlin Hyp, und Meno Requardt, Geschäftsführer Volkswagen Immobilien, über die Zukunft von Unternehmensportfolios. Dabei geht es um Kerngeschäft, Technologie, Energie, Finanzierung und geopolitische Risiken – und damit um die Frage, wo Unternehmen künftig investieren.

Wie wird aus Sicherheitspolitik konkrete Infrastruktur?

Sebastian Hartmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, spricht über die Anforderungen an resiliente und sicherheitsrelevante Standorte. Im Panel „Von der Strategie zum Standort“ diskutiert er mit Anke Stadelmeyer von Drees & Sommer und Hendrik Staiger, Vorstandssprecher der BEOS AG, wie öffentliche Hand, Industrie und Immobilienwirtschaft schneller nutzbare Infrastruktur schaffen können. Auch Brownfields und bestehende Industrieflächen stehen dabei im Fokus.


























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