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23.09.2026 Statements zur Marktentwicklung bei Light-Industrial-Immobilien

Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz am 21. September 2026 tätigten die unten aufgeführten Experten folgende Statements zur aktuellen Entwicklung des Light-Industrial-Immobilienmarktes.

Sarina Schekahn, Head of Industiral & Logistics Leasing bei CBRE: „Light Industrial erweist sich auch im schwierigen konjunkturellen Umfeld als ausgesprochen robust. Die breite Nutzerbasis von Produktion und Handwerk über E-Commerce bis zur urbanen Logistik und gar Indoor-Sportanlagen sorgt für eine stabile Nachfrage und macht das Segment widerstandsfähiger gegenüber Schwächen einzelner Branchen.“

„Die größte Herausforderung ist derzeit nicht die Nachfrage, sondern das fehlende Angebot an modernen, geeigneten Flächen. Gerade in urbanen Lagen konkurriert Gewerbe zunehmend mit Wohnen, Rechenzentren und anderen Nutzungen. Wenn wir wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit ernst nehmen, müssen wir Gewerbeflächen strategischer sichern.“

„Reindustrialisierung, stabilere Lieferketten, Elektrifizierung, Digitalisierung und KI werden die Nachfrage nach Light-Industrial-Flächen weiter antreiben. Gleichzeitig bleibt die Modernisierung des Bestands eine zentrale Aufgabe – ESG ist keineswegs verschwunden.“

Alexander Fieback, Bereichsleiter Büro- und Gewerbeimmobilien bei bulwiengesa: „Der Light-Industrial-Investmentmarkt zieht wieder an. Dabei zeigt sich das Segment stabiler als viele andere Immobilienklassen, weil der Rückgang vor allem konjunkturell und weniger strukturell bedingt ist. Gewerbeparks bleiben dabei ein wesentlicher Stabilitätsanker.“

„Die Belebung am Investmentmarkt ist deutlich selektiver als in den Boomjahren. Investoren achten heute sehr genau auf Lage, Objektqualität, Mieterstruktur und Drittverwendungsfähigkeit. Gerade Gewerbeparks können hier mit Risikostreuung und Portfoliostabilität punkten.“

„Die Grenzen zwischen Produktion, Lager, Büro und Forschung verschwimmen zunehmend. Genau darin liegt eine Stärke von Light Industrial: Gewerbeparks können neue Anforderungen von Testflächen bis Robotik flexibel aufnehmen und sich damit an den Wandel der Wirtschaft anpassen.“

Daniel Busch, Chief Operating Officer bei CTP Invest Germany: „Wir sehen in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Belebung der Nachfrage. Besonders interessant ist, dass sich Unternehmen teilweise bereits größere Flächen sichern, als sie aktuell benötigen – weil sie mit weiterem Wachstum rechnen und dafür am Standort flexibel bleiben wollen.“

„Stromverfügbarkeit ist zu einem echten Standortvorteil geworden. Bei Brownfields schauen wir heute sehr genau darauf, welche Anschlusskapazitäten vorhanden sind und wie sich Photovoltaik, Speicher und weitere Lösungen zu einem intelligenten Energieökosystem für die Nutzer verbinden lassen.“

„Light Industrial ist kein kurzfristiger Entwicklungs-Case. Brownfields in urbanen Lagen brauchen Kapital, Planung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung zum funktionierenden Gewerbepark. Dafür sehen wir für solche Standorte nicht nur für die kommenden vier oder fünf, sondern auch für die nächsten zehn bis 20 Jahre stabile Perspektiven.“

Michael Kapler, Vorstand BEOS AG + Head Portfolio Management Swiss Life Asset Managers in Deutschland: „Die Nachfrage nach Light-Industrial-Flächen kommt heute aus deutlich mehr Branchen als noch vor wenigen Jahren. Neben klassischen Gewerben sehen wir verstärkt Life Sciences, Defense, Robotik sowie neue Freizeit- und Sportkonzepte. Diese breite Nutzerbasis macht das Segment widerstandsfähiger gegenüber konjunkturellen Schwankungen."

„Künftig wird sich der Wertbeitrag einer Immobilie nicht mehr allein am laufenden Betrieb messen lassen. Entscheidend wird die gesamte Ökobilanz sein – einschließlich der Ressourcen und Energie, die bereits im Bestand gebunden sind."

"Anders als in vielen anderen Segmenten können Eigentümer bei Light-Industrial-Immobilien durch aktives Asset Management noch unmittelbar Wert schaffen. Das macht die Assetklasse für institutionelle Investoren besonders interessant."

Dr. Karim Rochdi, Gründer & Managing Partner von AVENTOS: „Die vergangenen Jahre haben die Resilienz von Light Industrial bestätigt. Die Vermietungsmärkte funktionieren weiterhin, der Transaktionsmarkt bleibt trotz Rückgängen grundsätzlich funktionsfähig und die breite Nutzerstruktur sorgt dafür, dass die Flächen auch in einem schwierigen Marktumfeld Abnehmer finden.“

„Bei hohen Strombedarfen sprechen wir inzwischen über Vorlaufzeiten von mehreren Jahren. Immobilien, die entsprechende Anschlusskapazitäten bereits mitbringen, besitzen deshalb einen erheblichen Wettbewerbsvorteil – gerade für stromintensive Nutzer.“

„Light Industrial ist eine arbeitsintensive Assetklasse. Erfolgreich ist, wer sich intensiv mit den einzelnen Objekten beschäftigt, die Bedürfnisse der Nutzer versteht und daraus die richtigen Produkte entwickelt. Gerade in einem anspruchsvolleren Markt wird aktives Asset Management damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.“



























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