21.09.2026 Anwaltskanzleien zahlen bis zu 55 Prozent höhere Büromieten
Rechtsanwaltskanzleien zählen zu den anspruchsvollsten Nutzern auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt. Ihr Fokus liegt auf sehr guten Lagen und modernen, qualitativ hochwertigen Flächen. Dafür sind sie auch bereit, mehr Miete zu bezahlen als der durchschnittliche Büromieter. Das zeigt eine aktuelle Analyse von JLL, für die das Anmietungsverhalten in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart untersucht und mit gezielten Befragungen ausgewählter Kanzleien angereichert wurde.
In allen sieben Märkten liegen die von Rechtsanwaltskanzleien gezahlten Durchschnittsmieten demnach über dem jeweiligen branchenübergreifenden Marktniveau. Die Aufschläge reichen von zehn Prozent in Köln bis zu 55 Prozent in München. Auch Düsseldorf (plus 54 Prozent) und Frankfurt (plus 49 Prozent) verzeichnen deutlich überdurchschnittliche Mietniveaus für Kanzleiflächen, während diese in Berlin (plus 16 Prozent) und Hamburg (plus 28 Prozent) etwas moderater ausfallen.
Ein weiteres Ergebnis der JLL-Analyse: Führende Kanzleien verlagern ihre Standorte systematisch in die historischen Geschäftszentren der sieben Metropolen. In Düsseldorf gab es beispielsweise Umzüge von Standorten wie Seestern oder Grafenberg-Ost in die Innenstadt beziehungsweise an den Kennedydamm. In Frankfurt verlief die Bewegung von Randlagen wie Sachsenhausen oder Nord/Ost in den CBD, in Hamburg von Eimsbüttel oder Altona-Ottensen-Bahrenfeld in die HafenCity und die Innenstadt. Ähnliche Muster zeigen sich in München (von Bogenhausen und Arabellapark ins Westend), Köln (von Ehrenfeld/Braunsfeld ins Rheinufer-West) und Stuttgart (von Feuerbach und Vaihingen-Möhringen in den CBD).
Treiber dieser Entwicklung ist der Wandel des Büros vom reinen Arbeitsplatz zum „Erlebnisraum“ für persönliche Kollaboration und Unternehmenskultur. „Das Büro muss heute Dinge leisten, die Homeoffice nicht kann: Kollaboration, Kultur, spontanen fachlichen Austausch“, erklärt Miguel Rodriguez Thielen, Head of Office Leasing Germany bei JLL.
Für die größten Abschlüsse sorgten in den vergangenen drei Jahren Freshfields an der Königsallee in Düsseldorf (10.500 m²), White & Case an der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt (10.100 m²) sowie Hengeler Mueller, ebenfalls an der Düsseldorfer Königsallee (9.600 m²). Auch international agierende Kanzleien wie Milbank, Jones Day und Herbert Smith Freehills haben sich in den vergangenen Jahren neue Flächen in zentralen Innenstadtlagen gesichert. „Die Liste der Neuanmietungen liest sich wie ein Who’s Who der Rechtsbranche. Sie alle haben eines gemeinsam: die Adresse in bester Innenstadtlage. Das ist kein Zufall, sondern strategisches Kalkül“, kommentiert Rodriguez Thielen.
Weil die Neubaupipeline auf den deutschen Büromärkten spürbar abnimmt und spekulative Projekte seltener werden, konkurrieren die Kanzleien jedoch um ein zunehmend kleiner werdendes Marktsegment. „Wer heute nicht vorausschauend plant, läuft Gefahr, zum Vertragsende keine passende Fläche mehr zu finden“, warnt Rodriguez Thielen. „Der Vorlauf für Standortentscheidungen wird länger, das gilt besonders für Kanzleien mit hohen Qualitätsansprüchen. Zeiträume von drei bis vier Jahren sind hierbei keine Seltenheit mehr.“
In allen sieben Märkten liegen die von Rechtsanwaltskanzleien gezahlten Durchschnittsmieten demnach über dem jeweiligen branchenübergreifenden Marktniveau. Die Aufschläge reichen von zehn Prozent in Köln bis zu 55 Prozent in München. Auch Düsseldorf (plus 54 Prozent) und Frankfurt (plus 49 Prozent) verzeichnen deutlich überdurchschnittliche Mietniveaus für Kanzleiflächen, während diese in Berlin (plus 16 Prozent) und Hamburg (plus 28 Prozent) etwas moderater ausfallen.
Ein weiteres Ergebnis der JLL-Analyse: Führende Kanzleien verlagern ihre Standorte systematisch in die historischen Geschäftszentren der sieben Metropolen. In Düsseldorf gab es beispielsweise Umzüge von Standorten wie Seestern oder Grafenberg-Ost in die Innenstadt beziehungsweise an den Kennedydamm. In Frankfurt verlief die Bewegung von Randlagen wie Sachsenhausen oder Nord/Ost in den CBD, in Hamburg von Eimsbüttel oder Altona-Ottensen-Bahrenfeld in die HafenCity und die Innenstadt. Ähnliche Muster zeigen sich in München (von Bogenhausen und Arabellapark ins Westend), Köln (von Ehrenfeld/Braunsfeld ins Rheinufer-West) und Stuttgart (von Feuerbach und Vaihingen-Möhringen in den CBD).
Treiber dieser Entwicklung ist der Wandel des Büros vom reinen Arbeitsplatz zum „Erlebnisraum“ für persönliche Kollaboration und Unternehmenskultur. „Das Büro muss heute Dinge leisten, die Homeoffice nicht kann: Kollaboration, Kultur, spontanen fachlichen Austausch“, erklärt Miguel Rodriguez Thielen, Head of Office Leasing Germany bei JLL.
Für die größten Abschlüsse sorgten in den vergangenen drei Jahren Freshfields an der Königsallee in Düsseldorf (10.500 m²), White & Case an der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt (10.100 m²) sowie Hengeler Mueller, ebenfalls an der Düsseldorfer Königsallee (9.600 m²). Auch international agierende Kanzleien wie Milbank, Jones Day und Herbert Smith Freehills haben sich in den vergangenen Jahren neue Flächen in zentralen Innenstadtlagen gesichert. „Die Liste der Neuanmietungen liest sich wie ein Who’s Who der Rechtsbranche. Sie alle haben eines gemeinsam: die Adresse in bester Innenstadtlage. Das ist kein Zufall, sondern strategisches Kalkül“, kommentiert Rodriguez Thielen.
Weil die Neubaupipeline auf den deutschen Büromärkten spürbar abnimmt und spekulative Projekte seltener werden, konkurrieren die Kanzleien jedoch um ein zunehmend kleiner werdendes Marktsegment. „Wer heute nicht vorausschauend plant, läuft Gefahr, zum Vertragsende keine passende Fläche mehr zu finden“, warnt Rodriguez Thielen. „Der Vorlauf für Standortentscheidungen wird länger, das gilt besonders für Kanzleien mit hohen Qualitätsansprüchen. Zeiträume von drei bis vier Jahren sind hierbei keine Seltenheit mehr.“




