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17.09.2026 Fed: Zinserhöhung um 25 Basispunkte, weitere Erhöhungen erwartet

Die Federal Reserve hat die weithin erwartete Zinserhöhung um 25 Basispunkte vorgenommen und den Zielkorridor für den Leitzins auf 3,75 % bis 4,00 % angehoben. Wichtig ist vor allem, dass die Entscheidungsträger sowohl in der Erklärung als auch in den aktualisierten Prognosen die Aussage bekräftigten, dass die Inflation weiterhin das zentrale Sorgenkind sei und dass der heutige Schritt wohl kaum als einmalige Anpassung angesehen werde. Die Entscheidung fiel einstimmig, wodurch die von vielen erwarteten, zumindest vereinzelten „taubenhaften“ Gegenstimmen ausblieben und sich der Ausschuss einheitlicher präsentierte, als die Märkte erwartet hatten.

Die Erklärung selbst war subtil, aber deutlich „hawkisch“ geprägt. Die Entscheidungsträger werteten ihre Einschätzung der Wirtschaftslage positiv und stellten fest, dass die Binnennachfrage widerstandsfähig sei, das Produktivitätswachstum stark und die Kapitalinvestitionen weiterhin robust seien, während sie ausdrücklich betonten, dass die Maßnahme eine „frühere Rückkehr“ der Inflation zum Zielwert von 2 % unterstützen werde. Bemerkenswert ist, dass der Ausschuss Verweise gestrichen hat, dass die Inflation durch Angebotsschocks getrieben sei, und damit andeutete, dass sich die Entscheidungsträger zunehmend auf breiteren und nachhaltigeren Inflationsdruck konzentrieren, anstatt die jüngsten Preisanstiege als größtenteils vorübergehend oder extern bedingt zu bewerten.

Die aktualisierte Zusammenfassung der ökonomischen Prognosen untermauert die restriktive Interpretation. Der Durchschnitt der Teilnehmer rechnet nun mit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr, keinen Zinssenkungen im Jahr 2027 und einem höheren langfristigen Leitzins von 3,2 % gegenüber zuvor 3,1 %. Gleichzeitig wurden die Wachstumsprognosen leicht nach oben korrigiert, die Arbeitslosenprognosen auf 4,1 % nach unten revidiert und die Kern-PCE-Inflation für 2026 auf 3,4 % nach oben korrigiert. Insgesamt signalisiert die Fed den Märkten damit, dass die Wirtschaft stärker ist, die Arbeitsmärkte angespannter sind, sich die Inflation als hartnäckiger erweist und die Geldpolitik länger straffer bleiben muss, um die Preisstabilität wiederherzustellen.

Unsere erste Einschätzung lautet, dass die Fed die seit Jackson Hole entstandene Glaubwürdigkeit ihrer Politik weitgehend bestätigt hat. Fed-Vorsitzender Warsh stand unter zunehmendem Druck, die geldpolitischen Maßnahmen an die zunehmend restriktive Rhetorik anzupassen, und die heutige Entscheidung verringert das Risiko, dass Anleger die Entschlossenheit der Fed im Kampf gegen die Inflation in Frage stellen. Die Märkte scheinen die Ankündigung bislang weitgehend gelassen aufzunehmen, ohne dass es unmittelbare Reaktionen bei den Renditen längerfristiger US-Staatsanleihen oder bei Aktien gab, was darauf hindeutet, dass ein Großteil der Entscheidung bereits eingepreist war.

(Kommentar von Dan Siluk, Head of Global Short Duration and Liquidity, Janus Henderson Investors)






























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