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17.09.2026 Photovoltaikanlagen: Goldbeck kooperiert mit CarbonFreed

Das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck kooperiert mit dem Technologieunternehmen CarbonFreed, um große Photovoltaikanlagen im Rahmen von Goldbeck-Projektentwicklungen schnell, effizient und sicher in das öffentliche Stromnetz zu integrieren. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Zertifizierungsprozess der Anlagen zu verkürzen und so den Ausbau erneuerbarer Energien im Immobiliensektor weiter zu beschleunigen.

In Deutschland benötigen PV-Anlagen ab einer Einspeiseleistung von 270 Kilowatt bzw. mehr als 500 Kilowatt Wechselrichterleistung ein Anlagenzertifikat (Typ B), bevor sie an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden dürfen. Für Anlagen ab 950 Kilowatt ist ein erweitertes Anlagenzertifikat (Typ A) erforderlich. Diese Zertifikate stellen sicher, dass PV-Anlagen die technischen Anforderungen der Netzbetreiber erfüllen und zur Netzstabilität beitragen. Der Prozess ist daten- und prüfungsintensiv – und daher häufig zeitkritisch für Projektumsetzungen.

Mit KI-Plattform das Netzanschlussverfahren digitalisieren

Um den Netzanschluss großer Photovoltaikprojekte auf Gebäudedächern zu beschleunigen und zu optimieren, kooperiert Goldbeck seit 2025 mit CarbonFreed. Das Technologieunternehmen aus Schleswig-Holstein hat mit der KI-gestützten Online-Plattform „gridcert“ eine Lösung entwickelt, die das Netzanschlussverfahren für große Solaranlagen und Speicher digitalisiert und damit deutlich beschleunigt.

„Das Zertifizierungsverfahren ist extrem wichtig, denn dadurch wird sichergestellt, dass zu jeder Zeit die vom jeweiligen Netzbetreiber vorgegebenen Regularien eingehalten werden und die Anlagen auch sicher ins Netz integriert werden. Doch der Prozess ist aktuell viel zu häufig träge und langwierig – und genau das haben wir mit gridcert verändert, wie wir jetzt auch in der Zusammenarbeit mit Goldbeck zeigen. Wir haben unsere digitale Plattform mittlerweile vollständig in die bestehenden Prozesse von Goldbeck integriert, wodurch die Abläufe standardisiert und beschleunigt werden”, sagt CarbonFreed-Geschäftsführer Marko Ibsch.

„Für uns ist Photovoltaik längst ein integraler Bestandteil von Immobilienprojekten. Entscheidend ist, dass wir die Anlagen auch möglichst schnell und sicher ins Stromnetz integrieren. Mit CarbonFreed und der KI-Plattform gridcert gewinnen wir mehr Transparenz und Geschwindigkeit im Netzanschlussprozess. Das kommt unseren Kunden zugute, die mit einer schnelleren Inbetriebnahme und damit einem wirtschaftlichen Ertrag ihrer Photovoltaikanlagen rechnen können. Aus meiner Sicht ein wichtiger Hebel, um die Energiewende im Immobiliensektor weiter voranzutreiben“, sagt Andreas Harnacke, Geschäftsführer der Goldbeck Facility Services.

Gemeinsame Solarprojekte: Gesamtleistung von 18 Megawatt

In gridcert werden CarbonFreed-Kunden über den gesamten Prozess des Netzanschlussverfahrens begleitet und die spezifischen Informationen des Solar- oder Speicherprojekts gesammelt sowie auf Vollständigkeit überprüft. Über die KI-Plattform findet darüber hinaus auch eine automatisierte Echtzeit-Prüfung der eingereichten Daten und Formulare statt. Auch die vollständige projektspezifische Kommunikation läuft ausschließlich über gridcert. Die KI-Plattform von CarbonFreed speichert die Daten in ISO 27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Die Speicherung erfolgt DSGVO-konform und unterliegt den strengen europäischen Datenschutzrichtlinien.

Seit dem Start der Kooperation in 2025 haben Goldbeck und CarbonFreed gemeinsam knapp 20 Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von etwa 18 Megawatt umgesetzt. Jetzt wollen die beiden Unternehmen die Zusammenarbeit noch intensivieren, um noch mehr Projekte schnell und sicher zum Abschluss zu bringen.


























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