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11.09.2026 Geschosswohnungsbau: Nur 9% werden seriell und modular vorgefertigt

Vor der 148. Bauministerkonferenz (BMK) am 10. und 11. September in Berlin fordert der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) die Länder auf, bei ihrer Forderung an den Bund zu bleiben: Das Vergaberecht darf serielles und modulares Bauen im Wohnungsbau nicht länger hemmen. Ein Jahr nach dem einstimmigen BMK-Beschluss zum Abbau vergaberechtlicher Hürden hat der Bund das Vergaberecht zwar geändert, aber die strikte Losvergabe im Wohnungsbau unangetastet gelassen. Das verhindert den Bau von kostengünstigen Mietwohnungen.

HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt: "Unsere Wohnungsnot ist zum Teil hausgemacht. Der Bund hat das Vergaberecht geändert, aber genau an der Stelle nicht nachgebessert, die mehr günstige Mietwohnungen ermöglichen kann. Wenn bei Ausschreibungen für mehrgeschossige Wohnungen weiterhin strikt Gewerk für Gewerk ausgeschrieben werden muss, bleibt die serielle und modulare Bauweise die Ausnahme. Die Bauministerkonferenz muss deshalb bei ihrem Beschluss bleiben und den Bund erneut auffordern, die Losvorgabe im Vergaberecht zu flexibilisieren. Dabei geht es uns nicht um die Abschaffung der grundsätzlichen Vorgabe, Aufträge in mehrere Lose zu teilen, um den Mittelstand zu schützen. Die überwiegende Anzahl unserer Betriebe sind Mittelstandsbetriebe. Aber der aktuelle Grundsatz verhindert zu oft die gewerkeübergreifende Ausschreibung, die im Holzfertigbau notwendig ist, um das volle Potenzial dieser Bauweise für den Wohnungsbau zu heben."

Im mehrgeschossigen Wohnungsbau werden bis heute nur 9 Prozent seriell und modular vorgefertigt gebaut, wie eine HDH-Analyse auf Basis der Baugenehmigungszahlen 2025 des Statistischen Bundesamtes zeigt. Mehr als 90 Prozent der mehrgeschossigen Wohnbauten werden weiterhin konventionell erbaut. Das heißt zuerst das Gemäuer, dann das Dach, die Fenster und Türen, danach der Innenausbau mit Elektrik und Hausversorgung. Beim seriellen und modularen Bauen werden Wände oder ganze Räume in der Produktionshalle fertig montiert.

Auf der Baustelle müssen die Elemente dann nur noch zusammengefügt werden, und das Haus wird innerhalb weniger Wochen schlüsselfertig übergeben. Dass die Holzfertigbauweise grundsätzlich wettbewerbsfähig ist, zeigt auch der Blick auf den Einfamilienhausbau: Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) berichtete zuletzt, dass der Fertighausanteil seit Jahren kontinuierlich steigt. Mittlerweile wird mehr als jedes vierte Einfamilienhaus als Fertighaus gebaut.

Von den seriell und modular gebauten mehrgeschossigen Gebäuden entfallen rund 85 Prozent auf den Holzfertigbau. Serielles und modulares Bauen ist damit in der Praxis vor allem Holzbau. Diese Bauweise kann zugleich helfen, CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu reduzieren, und leistet damit einen echten Beitrag zu den Klimaschutzzielen.



























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