11.09.2026 Innovationen machen Beton wieder zukunftsfähiger
Nach Recherchen des DIP-Partners Aengevelt Immobilien führen verschiedene Innovationen dazu, dass der Werkstoff Beton klimagerechter und zugleich leistungsfähiger wird. Beton war wegen der hohen CO2-Emissionen in die Kritik geraten, so dass das Bauen mit Holz vermehrt in den Fokus rückte. Die neuen technischen Entwicklungen können nach Einschätzung von Aengevelt zu einer „Rehabilitierung“ des Betons führen.
Bei der Herstellung von Zement wird prozessbedingt Kohlendioxid freigesetzt, das beim Brennen von Kalkstein auf 1450 °C, entsteht, indem sich Calciumcarbonat in Calciumoxid und Kohlendioxid zerlegt. Das CO? entsteht also nicht nur durch den Brennstoff, der den Ofen auf Temperatur bringt, sondern bereits durch die chemische Reaktion des Rohstoffs. Die Betonherstellung ist bisher für 8 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Aus diesem Grund hat der Holzbau deutlich an Popularität gewonnen. Holzbauweise spielt nicht nur im Wohnungsbau eine wachsende Rolle, sondern auch beim Gewerbebau, insbesondere bei der Errichtung von Fertigungs- und Lagerhallen. So ist kürzlich mit dem Timber Pioneer in Frankfurt am Main ein achtgeschossiges Bürogebäude mit 14.000 m2 Bürofläche in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet worden.
In Zukunft wird aber auch die Verwendung von Beton mit massiv reduzierten CO2-Emissionen einhergehen. So ist dazu an der ETH Zürich eine komplexe Technologie entwickelt worden, bei der nicht nur kein CO? mehr freigesetzt wird, sondern pro Tonne Zement sogar noch 150 kg CO2 aus der Luft gebunden werden. Die Technologie des Calcium-Looping ist zwar experimentell getestet, erfordert derzeit aber noch einen hohen Strombedarf und ist demzufolge noch nicht hinreichend wirtschaftlich. Der Zementhersteller Holcim setzt dagegen in seinem Werk Höver bei Hannover eine Membranabscheidung von CO? aus dem Abgas ein, die die CO?-Emissionen um 90 % senken kann. Die Technologie wurde gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon und Cool Planet Technologies entwickelt.
Das aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) hervorgegangene Startup Dmat geht einen anderen Weg. Nach dem Vorbild des antiken römischen Betons, der schon 2.000 Jahre lang gehalten hat, hat es einen Betonzusatz entwickelt, der kleine Risse durch Neukristallisation von Calciumverbindungen selbstständig schließen kann. Die Lebensdauer von Betonbauwerken soll durch den selbstheilenden Beton um 50 % verlängert werden. Zugleich werden die CO?-Emissionen um 40 % gesenkt. Der innovative Beton wurde bereits in Italien und in der Schweiz beim Bau von Autobahnen und technischer Infrastruktur eingesetzt.
Als dritte Innovation steht Infraleichtbeton zur Verfügung, der CO2-arm aus wiederverwertetem Betonschutt hergestellt wird und durch sein Carbonatisierungspotenzial sogar CO? aus der Luft bindet. Infraleichtbeton besitzt einerseits eine hohe statische Festigkeit und andererseits hervorragende Dämmeigenschaften, so dass er sich für monolithische Außenwände ohne weitere Dämmung eignet. Gegenüber Wärmedämmverbundsystemen bietet er sogar einen deutlich besseren sommerlichen Wärmeschutz, weil er Innenraumwärme in der Nachtkühle ableiten kann. Beton ist auch einsetzbar für besonders energieeffiziente Heiz-/Kühlsysteme mit Bauteilaktivierung oder Betonkernaktivierung, für Massivabsorber, die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich, dem Grundwasser oder Gewässern entnehmen, für Wärmespeichersysteme wie Feststoff-Wasser-Speicher und Eisspeicher sowie für S olarbeton, der Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Beispiele für Gebäude aus Infraleichtbeton sind das Bürogebäude Grolmanstraße in Berlin-Charlottenburg, der REWE-Supermarkt in Berlin-Friedrichshain, die Jugendfreizeitstätte in Berlin-Lichtenberg sowie mehrere Einfamilienhäuser.
Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des DIP-Partners Aengevelt Immobilien: „Aufgrund verschiedener Innovationen kann ab sofort ohne schlechtes Klimagewissen wieder mit Beton gebaut werden. Durch die Kombination verschiedener Innovationen werden die Kohlendioxid-Emissionen praktisch auf Null gesenkt; Betongebäude können sogar zu CO2-Senken werden. Lebensdauer und thermische Eigenschaften werden dabei sogar noch verbessert. Damit wird ein gravierendes Argument radikaler Klimaschützer gegen die Errichtung neuer Gebäude relativiert.“
Bei der Herstellung von Zement wird prozessbedingt Kohlendioxid freigesetzt, das beim Brennen von Kalkstein auf 1450 °C, entsteht, indem sich Calciumcarbonat in Calciumoxid und Kohlendioxid zerlegt. Das CO? entsteht also nicht nur durch den Brennstoff, der den Ofen auf Temperatur bringt, sondern bereits durch die chemische Reaktion des Rohstoffs. Die Betonherstellung ist bisher für 8 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Aus diesem Grund hat der Holzbau deutlich an Popularität gewonnen. Holzbauweise spielt nicht nur im Wohnungsbau eine wachsende Rolle, sondern auch beim Gewerbebau, insbesondere bei der Errichtung von Fertigungs- und Lagerhallen. So ist kürzlich mit dem Timber Pioneer in Frankfurt am Main ein achtgeschossiges Bürogebäude mit 14.000 m2 Bürofläche in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet worden.
In Zukunft wird aber auch die Verwendung von Beton mit massiv reduzierten CO2-Emissionen einhergehen. So ist dazu an der ETH Zürich eine komplexe Technologie entwickelt worden, bei der nicht nur kein CO? mehr freigesetzt wird, sondern pro Tonne Zement sogar noch 150 kg CO2 aus der Luft gebunden werden. Die Technologie des Calcium-Looping ist zwar experimentell getestet, erfordert derzeit aber noch einen hohen Strombedarf und ist demzufolge noch nicht hinreichend wirtschaftlich. Der Zementhersteller Holcim setzt dagegen in seinem Werk Höver bei Hannover eine Membranabscheidung von CO? aus dem Abgas ein, die die CO?-Emissionen um 90 % senken kann. Die Technologie wurde gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon und Cool Planet Technologies entwickelt.
Das aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) hervorgegangene Startup Dmat geht einen anderen Weg. Nach dem Vorbild des antiken römischen Betons, der schon 2.000 Jahre lang gehalten hat, hat es einen Betonzusatz entwickelt, der kleine Risse durch Neukristallisation von Calciumverbindungen selbstständig schließen kann. Die Lebensdauer von Betonbauwerken soll durch den selbstheilenden Beton um 50 % verlängert werden. Zugleich werden die CO?-Emissionen um 40 % gesenkt. Der innovative Beton wurde bereits in Italien und in der Schweiz beim Bau von Autobahnen und technischer Infrastruktur eingesetzt.
Als dritte Innovation steht Infraleichtbeton zur Verfügung, der CO2-arm aus wiederverwertetem Betonschutt hergestellt wird und durch sein Carbonatisierungspotenzial sogar CO? aus der Luft bindet. Infraleichtbeton besitzt einerseits eine hohe statische Festigkeit und andererseits hervorragende Dämmeigenschaften, so dass er sich für monolithische Außenwände ohne weitere Dämmung eignet. Gegenüber Wärmedämmverbundsystemen bietet er sogar einen deutlich besseren sommerlichen Wärmeschutz, weil er Innenraumwärme in der Nachtkühle ableiten kann. Beton ist auch einsetzbar für besonders energieeffiziente Heiz-/Kühlsysteme mit Bauteilaktivierung oder Betonkernaktivierung, für Massivabsorber, die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich, dem Grundwasser oder Gewässern entnehmen, für Wärmespeichersysteme wie Feststoff-Wasser-Speicher und Eisspeicher sowie für S olarbeton, der Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Beispiele für Gebäude aus Infraleichtbeton sind das Bürogebäude Grolmanstraße in Berlin-Charlottenburg, der REWE-Supermarkt in Berlin-Friedrichshain, die Jugendfreizeitstätte in Berlin-Lichtenberg sowie mehrere Einfamilienhäuser.
Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des DIP-Partners Aengevelt Immobilien: „Aufgrund verschiedener Innovationen kann ab sofort ohne schlechtes Klimagewissen wieder mit Beton gebaut werden. Durch die Kombination verschiedener Innovationen werden die Kohlendioxid-Emissionen praktisch auf Null gesenkt; Betongebäude können sogar zu CO2-Senken werden. Lebensdauer und thermische Eigenschaften werden dabei sogar noch verbessert. Damit wird ein gravierendes Argument radikaler Klimaschützer gegen die Errichtung neuer Gebäude relativiert.“




