10.09.2026 Bollinger + Fehlig transformieren Ex-Industriehalle in Wohnsiedlung

Transformation der ehemaligen Siemens-Industriehalle in moderne Wohnsiedlung im Havelufer Quartier. Foto: © Marcus Ebener
Eine ehemalige Produktionshalle der Siemens Luftfahrtgerätewerke in Berlin-Spandau ist zu einer Wohnsiedlung mit 142 Mietwohnungen und mehreren Gewerbeeinheiten innerhalb des neuen Havelufer Quartiers umgenutzt worden. In der denkmalgeschützten Sheddachhalle haben Bollinger + Fehlig Architekten im Auftrag des Joint Venture von PATRIZIA SE und KAURI CAB Development Berlin GmbH eine neue Nachbarschaft mit Wohnungen, Gewerbeeinheiten, zwei Erschließungsgassen sowie Gemeinschaftsflächen mit Dorfplatz-Charakter realisiert. Errichtet in den 1940er-Jahren, ist es die einzige erhaltene Industriehalle auf dem Areal des Havelufer Quartiers.
„Die Transformation der ehemaligen Siemens-Industriehalle macht deutlich, wie sich der Erhalt historischer Bausubstanz mit neuen Anforderungen an das Wohnen verbinden lässt. Aus einer industriellen Großstruktur ist eine vielfältige Nachbarschaft entstanden, in der die Geschichte des Ortes weiterhin zu erkennen ist“, so Jens Fehlig, Geschäftsführer von Bollinger + Fehlig Architekten.
Wohnen im historischen Bestand
Die besondere Herausforderung des Projekts bestand darin, eine kleinteilige Wohnstruktur in die großräumige Struktur des ehemaligen Werksgebäude einzufügen. Das Wohnungsangebot reicht von Einzimmerwohnungen bis zu Fünfzimmerwohnungen. Neben eingeschossigen Wohnungen wurden auch Maisonettewohnungen realisiert, um unterschiedlichen Haushalten und Wohnbedürfnissen gerecht zu werden. Jede Einheit verfügt über eine eigene Haustür und ist direkt von den gemeinschaftlichen Wegen zugänglich. Die Fassaden zu den inneren Erschließungsgassen wurden in Holztafelbauweise errichtet und mit vertikalen Latten aus Lärchenholz verkleidet. Die Holzfassaden schaffen eine wohnliche Atmosphäre entlang der gemeinschaftlichen Wege.
Die historischen Außenwände und die bestehende Stahl-Dachkonstruktion blieben erhalten und bilden das Gerüst für die neue Nutzung. Auf der vorhandenen Struktur wurde ein neues Dach aus Holz aufgelegt, das durch ein geringes Gewicht die statischen Anforderungen des historischen Tragwerks berücksichtigt. Trotz der neuen Nutzung bleibt der industrielle Charakter von außen ablesbar. Im Inneren ist die ehemalige Produktionsfläche durch die Wohnungen, Gewerbeeinheiten und gemeinschaftliche Erschließungsbereiche neu gegliedert.
Mit der Umnutzung wurde ein bedeutendes Zeugnis der Berliner Industriegeschichte langfristig gesichert und in ein neues Wohn- und Arbeitsumfeld integriert. Das Havelufer Quartier liegt auf einem ehemaligen Industriegelände an der Havel. Hier entsteht ein neues, vielfältiges Stadtareal mit rund 1.700 Wohnungen, Gewerbeflächen, Kitas und Grünanlagen. Das gesamte Havelufer Quartier hat bereits eine Zertifizierung für das DGNB-Gold-Quartierszertifikat erhalten.
„Die Transformation der ehemaligen Siemens-Industriehalle macht deutlich, wie sich der Erhalt historischer Bausubstanz mit neuen Anforderungen an das Wohnen verbinden lässt. Aus einer industriellen Großstruktur ist eine vielfältige Nachbarschaft entstanden, in der die Geschichte des Ortes weiterhin zu erkennen ist“, so Jens Fehlig, Geschäftsführer von Bollinger + Fehlig Architekten.
Wohnen im historischen Bestand
Die besondere Herausforderung des Projekts bestand darin, eine kleinteilige Wohnstruktur in die großräumige Struktur des ehemaligen Werksgebäude einzufügen. Das Wohnungsangebot reicht von Einzimmerwohnungen bis zu Fünfzimmerwohnungen. Neben eingeschossigen Wohnungen wurden auch Maisonettewohnungen realisiert, um unterschiedlichen Haushalten und Wohnbedürfnissen gerecht zu werden. Jede Einheit verfügt über eine eigene Haustür und ist direkt von den gemeinschaftlichen Wegen zugänglich. Die Fassaden zu den inneren Erschließungsgassen wurden in Holztafelbauweise errichtet und mit vertikalen Latten aus Lärchenholz verkleidet. Die Holzfassaden schaffen eine wohnliche Atmosphäre entlang der gemeinschaftlichen Wege.
Die historischen Außenwände und die bestehende Stahl-Dachkonstruktion blieben erhalten und bilden das Gerüst für die neue Nutzung. Auf der vorhandenen Struktur wurde ein neues Dach aus Holz aufgelegt, das durch ein geringes Gewicht die statischen Anforderungen des historischen Tragwerks berücksichtigt. Trotz der neuen Nutzung bleibt der industrielle Charakter von außen ablesbar. Im Inneren ist die ehemalige Produktionsfläche durch die Wohnungen, Gewerbeeinheiten und gemeinschaftliche Erschließungsbereiche neu gegliedert.
Mit der Umnutzung wurde ein bedeutendes Zeugnis der Berliner Industriegeschichte langfristig gesichert und in ein neues Wohn- und Arbeitsumfeld integriert. Das Havelufer Quartier liegt auf einem ehemaligen Industriegelände an der Havel. Hier entsteht ein neues, vielfältiges Stadtareal mit rund 1.700 Wohnungen, Gewerbeflächen, Kitas und Grünanlagen. Das gesamte Havelufer Quartier hat bereits eine Zertifizierung für das DGNB-Gold-Quartierszertifikat erhalten.




