10.09.2026 Unternehmensanleihen: Laufende Erträge als Puffer gegen Volatilität
Globale Investment-Grade-Unternehmensanleihen bleiben trotz enger Kreditspreads attraktiv. Zu dieser Einschätzung kommt Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei Capital Group. Ausschlaggebend seien vor allem die weiterhin hohen Renditeniveaus, robuste Unternehmensfundamentaldaten und eine starke Nachfrage der Investoren. Dadurch könnten laufende Erträge einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite leisten und zugleich einen Puffer gegenüber erneuter Marktvolatilität schaffen.
„Die Kreditspreads sind inzwischen wieder sehr eng. Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmensanleihen unattraktiv geworden sind“, sagt Becker. „Das aktuell hohe Ausgangsrenditeniveau schafft einen wichtigen Puffer gegen moderate Spreadausweitungen und bildet zugleich eine solide Grundlage für künftige Erträge.“
Im zweiten Quartal erzielten globale Investment-Grade-Unternehmensanleihen, gemessen am Bloomberg Global Corporate Investment Grade Index in US-Dollar und währungsgesichert, eine Rendite von 1,8 Prozent. Gleichzeitig blieb die Emissionstätigkeit außergewöhnlich hoch. Sowohl in den USA als auch in Europa kamen große Volumina neuer Unternehmensanleihen an den Markt. In den USA war der Juni sogar der bislang stärkste Monat für Investment-Grade-Neuemissionen. Die starke Nachfrage der Anleger konnte dieses zusätzliche Angebot jedoch weitgehend aufnehmen.
Robuste Fundamentaldaten treffen auf starke Nachfrage
Ein wesentlicher Stützpfeiler des Marktes seien die weiterhin soliden Unternehmensbilanzen. „Die Kombination aus soliden Fundamentaldaten, niedrigen Ausfallerwartungen und attraktiven laufenden Erträgen sorgt für eine anhaltend robuste Nachfrage“, erklärt Becker. „Das zeigt sich besonders daran, wie problemlos der Markt bislang selbst sehr hohe Emissionsvolumina aufgenommen hat.“
Gleichzeitig hätten hohe Gesamtrenditen und die defensiveren Eigenschaften qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen zusätzliche Mittelzuflüsse in den Investment-Grade-Markt angezogen. Trotz der Befürchtung, dass das Rekordangebot zu steigenden Kreditspreads führen könnte, blieb die Nachfrage breit genug, um die Emissionen ohne größere Verwerfungen zu absorbieren. Entsprechend bewegten sich die Spreads zum Quartalsende wieder in Richtung ihrer Mehrjahrestiefs.
Dabei verändere sich auch die Zusammensetzung des Angebots. „Das hohe Angebot ist nicht nur Ausdruck klassischer Refinanzierungsbedürfnisse“, so Becker. „Auch Investitionen in KI, Infrastruktur sowie Unternehmensaktivitäten wie Fusionen und Übernahmen sorgen für zusätzlichen Finanzierungsbedarf. Entscheidend ist deshalb, ob die Nachfrage mit diesem Angebot Schritt halten kann. Bislang ist das der Fall.“
Laufende Erträge gewinnen an Bedeutung
Angesichts der mittlerweile engen Kreditspreads rücke die laufende Rendite stärker in den Mittelpunkt. Die aktuell attraktiven Ausgangsrenditen könnten moderate Spreadausweitungen teilweise abfedern und zugleich eine solide Grundlage für künftige Gesamterträge bilden. Damit seien die Risiken jedoch nicht verschwunden. „Anleger sollten die engen Spreads nicht mit einem risikofreien Umfeld verwechseln“, betont Becker. „Geopolitische Entwicklungen, Inflation und fiskalische Sorgen können jederzeit neue Volatilität auslösen. Der Vorteil des aktuellen Umfelds ist jedoch, dass höhere laufende Erträge einen Teil solcher Schwankungen auffangen können.“
Titelselektion gewinnt an Bedeutung
Damit verschiebe sich auch die Quelle künftiger Erträge. Laut Becker werden laufende Erträge und eine sorgfältige Auswahl einzelner Anleihen zunehmend wichtiger. Denn während die Kreditspreads nur noch begrenzten zusätzlichen Spielraum bieten, sprechen gesunde Unternehmensfundamentaldaten, eine robuste Investorennachfrage und ein vergleichsweise niedriges Ausfallrisiko weiterhin für dieses Segment.
„Investment-Grade-Unternehmensanleihen sollten aus unserer Sicht weiterhin ein wichtiger Portfolioanker sein“, resümiert Becker. „Sie verbinden attraktive laufende Erträge mit soliden Fundamentaldaten und Diversifikationspotenzial. Gerade in einem volatileren Umfeld, in dem Staatsanleihen als Portfolioanker aufgrund hoher Staatsschulden in Frage gestellt werden, ist diese Kombination wertvoll – vorausgesetzt, Anleger bleiben bei der Auswahl der einzelnen Anleihen selektiv.“
„Die Kreditspreads sind inzwischen wieder sehr eng. Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmensanleihen unattraktiv geworden sind“, sagt Becker. „Das aktuell hohe Ausgangsrenditeniveau schafft einen wichtigen Puffer gegen moderate Spreadausweitungen und bildet zugleich eine solide Grundlage für künftige Erträge.“
Im zweiten Quartal erzielten globale Investment-Grade-Unternehmensanleihen, gemessen am Bloomberg Global Corporate Investment Grade Index in US-Dollar und währungsgesichert, eine Rendite von 1,8 Prozent. Gleichzeitig blieb die Emissionstätigkeit außergewöhnlich hoch. Sowohl in den USA als auch in Europa kamen große Volumina neuer Unternehmensanleihen an den Markt. In den USA war der Juni sogar der bislang stärkste Monat für Investment-Grade-Neuemissionen. Die starke Nachfrage der Anleger konnte dieses zusätzliche Angebot jedoch weitgehend aufnehmen.
Robuste Fundamentaldaten treffen auf starke Nachfrage
Ein wesentlicher Stützpfeiler des Marktes seien die weiterhin soliden Unternehmensbilanzen. „Die Kombination aus soliden Fundamentaldaten, niedrigen Ausfallerwartungen und attraktiven laufenden Erträgen sorgt für eine anhaltend robuste Nachfrage“, erklärt Becker. „Das zeigt sich besonders daran, wie problemlos der Markt bislang selbst sehr hohe Emissionsvolumina aufgenommen hat.“
Gleichzeitig hätten hohe Gesamtrenditen und die defensiveren Eigenschaften qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen zusätzliche Mittelzuflüsse in den Investment-Grade-Markt angezogen. Trotz der Befürchtung, dass das Rekordangebot zu steigenden Kreditspreads führen könnte, blieb die Nachfrage breit genug, um die Emissionen ohne größere Verwerfungen zu absorbieren. Entsprechend bewegten sich die Spreads zum Quartalsende wieder in Richtung ihrer Mehrjahrestiefs.
Dabei verändere sich auch die Zusammensetzung des Angebots. „Das hohe Angebot ist nicht nur Ausdruck klassischer Refinanzierungsbedürfnisse“, so Becker. „Auch Investitionen in KI, Infrastruktur sowie Unternehmensaktivitäten wie Fusionen und Übernahmen sorgen für zusätzlichen Finanzierungsbedarf. Entscheidend ist deshalb, ob die Nachfrage mit diesem Angebot Schritt halten kann. Bislang ist das der Fall.“
Laufende Erträge gewinnen an Bedeutung
Angesichts der mittlerweile engen Kreditspreads rücke die laufende Rendite stärker in den Mittelpunkt. Die aktuell attraktiven Ausgangsrenditen könnten moderate Spreadausweitungen teilweise abfedern und zugleich eine solide Grundlage für künftige Gesamterträge bilden. Damit seien die Risiken jedoch nicht verschwunden. „Anleger sollten die engen Spreads nicht mit einem risikofreien Umfeld verwechseln“, betont Becker. „Geopolitische Entwicklungen, Inflation und fiskalische Sorgen können jederzeit neue Volatilität auslösen. Der Vorteil des aktuellen Umfelds ist jedoch, dass höhere laufende Erträge einen Teil solcher Schwankungen auffangen können.“
Titelselektion gewinnt an Bedeutung
Damit verschiebe sich auch die Quelle künftiger Erträge. Laut Becker werden laufende Erträge und eine sorgfältige Auswahl einzelner Anleihen zunehmend wichtiger. Denn während die Kreditspreads nur noch begrenzten zusätzlichen Spielraum bieten, sprechen gesunde Unternehmensfundamentaldaten, eine robuste Investorennachfrage und ein vergleichsweise niedriges Ausfallrisiko weiterhin für dieses Segment.
„Investment-Grade-Unternehmensanleihen sollten aus unserer Sicht weiterhin ein wichtiger Portfolioanker sein“, resümiert Becker. „Sie verbinden attraktive laufende Erträge mit soliden Fundamentaldaten und Diversifikationspotenzial. Gerade in einem volatileren Umfeld, in dem Staatsanleihen als Portfolioanker aufgrund hoher Staatsschulden in Frage gestellt werden, ist diese Kombination wertvoll – vorausgesetzt, Anleger bleiben bei der Auswahl der einzelnen Anleihen selektiv.“




