News RSS-Feed

08.09.2026 Stadtentwicklungspolitik: Wie werden Städte wieder handlungsfähig?

Hitze, Wohnraummangel, marode Infrastruktur, knappe kommunale Haushalte und immer komplexere Planungs- und Genehmigungsverfahren: Städte und Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, schneller ins Handeln zu kommen. Wie können Kommunen trotz knapper Ressourcen wieder mehr gestalten? Wie lassen sich Planungs- und Bauprozesse beschleunigen, ohne Qualität, Gemeinwohl und Beteiligung aus dem Blick zu verlieren? Und wie können Bund, Länder und Kommunen besser zusammenarbeiten?

Diesen Fragen widmet sich der 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vom 14. bis 16. September 2026 in Köln unter dem Titel „Gemeinsam handeln, schneller agieren, weiter denken: Städte für alle gestalten“.

Bundesministerin Verena Hubertz eröffnet den Kongress am Dienstag, den 15. September 2026, um 10:30 Uhr gemeinsam mit dem Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester. Im anschließenden Begrüßungsgespräch geht es um die konkreten Herausforderungen vor Ort: von Hitzeschutz und Klimaanpassung über bezahlbares Wohnen und leistungsfähige Infrastruktur bis hin zur Frage, wie politische Gestaltung auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gelingen kann.

Wie Städte ihre Handlungs- und Strategiefähigkeit zurückgewinnen können, beleuchtet anschließend Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Wuppertal, in seiner Keynote. Im darauffolgenden Panel spricht Bundesministerin Hubertz mit Prof. Dr. Schneidewind, Oberbürgermeister Tristan Vitt aus Siegen, Sarah Dungs von der Greyfield Group und Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, über neue Formen der Zusammenarbeit, schnellere Verfahren und die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung.

Am Abend rückt die politische Perspektive in den Mittelpunkt. Im Late Night Talk treffen die Erfahrungen aus den Kommunen auf die Handlungsmöglichkeiten des Bundes. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Sören Bartol, diskutiert mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Strauss-Köster und Sylvia Rietenberg sowie Oberbürgermeister Torsten Burmester darüber, wie Bund und Kommunen besser zusammenwirken können – und wie Politik in Zeiten von Populismus, Polarisierung und wachsendem Veränderungsdruck Vertrauen und Handlungsfähigkeit stärken kann.

Am Mittwoch, den 16. September 2026, weitet sich der Blick auf die Länder und die konkrete Umsetzung vor Ort. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt einen Impuls zu den Herausforderungen und politischen Initiativen der Länder. Im anschließenden Panel der Partner der Nationalen Stadtentwicklungspolitik diskutiert sie gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Sören Bartol, Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände sowie der Stadt Köln über Planungsbeschleunigung, kommunale Strategiefähigkeit und notwendige Investitionen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie aus neuen Handlungsspielräumen tatsächlich konkrete Veränderungen vor Ort entstehen können.

Der Kongress führt damit Perspektiven von Bund, Ländern und Kommunen zusammen und rückt eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: Was müssen die unterschiedlichen Ebenen verändern, damit Städte wieder schneller handeln können und zugleich nachhaltig, gemeinwohlorientiert und für alle Menschen gestaltet werden können?



























Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!