08.09.2026 Gen Z/Millennials leisten sich eher energetisch schwache Immobilien
Europace-Auswertung: Junge Käufer:innen finanzieren häufiger ältere und energetisch schwache Immobilien – und planen in jedem dritten Fall die Modernisierungen gleich mit ein. Auch die Hitzewellen zeigen erste Effekte auf die Immobilienpreise. Dies zeigt eine Betrachtung des deutschen Immobilienfinanzierungsmarktes auf Datenbasis der Europace AG.
Je älter die Kaufenden, desto energieeffizienter die Immobilien
Bei den bis 25-Jährigen entfallen 35,2 Prozent der finanzierten Immobilien auf die schlechteren Energieeffizienz-Klassen F, G oder H. Bei den 26- bis 30-Jährigen sind es 32,3 Prozent, bei den 31- bis 36-Jährigen noch 31,2 Prozent. Umgekehrt steigt der Anteil der Klassen A+ und A von 10,9 Prozent bei den unter 25-Jährigen auf 16,1 Prozent bei den 26- bis 30-Jährigen und auf 18,7 Prozent bei den 31- bis 36-Jährigen.
Parallel dazu wächst der finanzielle Spielraum: Unter 25-Jährige finanzieren Immobilien im Median für rund 251.000 Euro, Käufer:innen zwischen 31 und 36 Jahren für rund 333.000 Euro. Die Daten belegen keine individuelle Kausalität zwischen Finanzierungssumme und Objektwahl; sie zeigen aber, dass sich mit dem erreichbaren Preisniveau auch die Qualität der finanzierten Immobilien zugunsten energetisch attraktiverer Objekte verschiebt.
Die Jüngeren finanzieren im Schnitt 60 Jahre alte Gebäude
Die jüngste Käufer:innengruppe finanziert im Durchschnitt Objekte aus dem Jahr 1963. Energieeffiziente Immobilien sind dagegen vor allem jüngere Immobilien: Bei Objekten bis Baujahr 1949 erreichen rund 2 Prozent die Klassen A+ oder A; bei Objekten ab 2020 sind es knapp 69 Prozent. Wer aufgrund eines kleineren Budgets auf Bestandsimmobilien ausweicht, stößt auf entsprechend niedrige Energieeffizienzklassen.
In jedem dritten Fall fließen um die 40.000 Euro in die Modernisierung
Bei den bis 36-Jährigen enthält rund jeder dritte Kauf ein Modernisierungsbudget: 34,3 Prozent bei den unter 25-Jährigen, 35,1 Prozent bei den 26- bis 30-Jährigen und 34,8 Prozent bei den 31- bis 36-Jährigen. Die geplanten Beträge liegen im Median zwischen rund 40.000 und 48.000 Euro. Relativ zum Kaufpreis setzen die Jüngsten mit 19,3 Prozent den größten Anteil an; bei den 31- bis 36-Jährigen sind es 17,6 Prozent.
Besonders deutlich wird das bei energetisch schwachen Objekten: In der Klasse H planen in den drei Käufer:innengruppen bis 36 Jahre jeweils rund 63 bis 64 Prozent ein Modernisierungsbudget ein. Wichtig ist die Abgrenzung: Das Datenfeld erfasst den im Finanzierungswunsch vorgesehenen Modernisierungsbetrag. Es belegt deshalb die geplante Finanzierung, nicht die spätere Umsetzung der Maßnahmen.
„Gen Z und Millennials haben ihr Kaufverhalten an die schwierigen Rahmenbedingungen angepasst. Statt eigenkapitalintensiv zu bauen, kaufen sie Bestandsimmobilien und machen sie mittels Modernisierung zukunftsfähig“, so Stefan Münter, Vorstand und Co-CEO der Europace AG.
Objektart beeinflusst den energetischen Zustand kaum
Häuser und Wohnungen sind dabei nicht gleichzusetzen. Dennoch bleibt der Befund innerhalb der jeweiligen Objektart sichtbar: Bei Eigentumswohnungen entfallen bei den Unter-25-Jährigen 15,0 Prozent auf F, G oder H, bei den 31- bis 36-Jährigen 13,2 Prozent. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern beträgt der Abstand 54,0 zu 42,1 Prozent. Berücksichtigt man zusätzlich das Baujahr, wird der Abstand deutlich kleiner, verschwindet aber nicht vollständig.
Die Preisunterschiede sind real – die Energieeffizienzklassen sind jedoch nicht der einzige Faktor
A+-Immobilien kosten im Median rund 465.000 Euro, Objekte der Klasse D rund 257.000 Euro. Diese Differenz beschreibt den Markt, aber keinen isolierten Preis für Energieeffizienz: A+-Objekte sind im Median jünger und unterscheiden sich zudem bei Objektart, Fläche und Lage. Eine unabhängige Gegenprüfung der VALUE AG auf Basis von Angebotsdaten bestätigt die Größenordnung des Rohabstands, nicht aber seine Deutung als reinen Energieeffekt.
Aussagekräftiger ist der Preis je Quadratmeter. Er sinkt über die Energieklassen hinweg von rund 3.919 Euro bei A+ auf rund 1.877 Euro bei H. Das Preisgefälle ist also sichtbar. Wer es verstehen will, muss jedoch Baujahr, Wohnfläche und Objektart mitdenken.
Energieklasse ist nicht gleich Zukunftssicherheit: Hitzeexposition wird als Faktor sichtbar
Ein Energieausweis macht Objekte vergleichbar – aber nicht vollständig. Bedarfs- und Verbrauchsausweise messen Unterschiedliches; auch der sommerliche Hitzeschutz steht nicht in einer Energieklasse. Eine unabhängige Analyse der VALUE AG auf Basis von Angebotsdaten findet im Häusermarkt ein erstes schwaches Hitzesignal: In hitzeexponierteren Lagen lag das relative Preisniveau gegenüber 2021 je Standardabweichung der Hitzeexposition – rund neun zusätzliche Hitzetage im Jahr – um rund 1,4 Prozent niedriger. Das Signal betrifft die Lage, nicht die Energieklasse.
Je älter die Kaufenden, desto energieeffizienter die Immobilien
Bei den bis 25-Jährigen entfallen 35,2 Prozent der finanzierten Immobilien auf die schlechteren Energieeffizienz-Klassen F, G oder H. Bei den 26- bis 30-Jährigen sind es 32,3 Prozent, bei den 31- bis 36-Jährigen noch 31,2 Prozent. Umgekehrt steigt der Anteil der Klassen A+ und A von 10,9 Prozent bei den unter 25-Jährigen auf 16,1 Prozent bei den 26- bis 30-Jährigen und auf 18,7 Prozent bei den 31- bis 36-Jährigen.
Parallel dazu wächst der finanzielle Spielraum: Unter 25-Jährige finanzieren Immobilien im Median für rund 251.000 Euro, Käufer:innen zwischen 31 und 36 Jahren für rund 333.000 Euro. Die Daten belegen keine individuelle Kausalität zwischen Finanzierungssumme und Objektwahl; sie zeigen aber, dass sich mit dem erreichbaren Preisniveau auch die Qualität der finanzierten Immobilien zugunsten energetisch attraktiverer Objekte verschiebt.
Die Jüngeren finanzieren im Schnitt 60 Jahre alte Gebäude
Die jüngste Käufer:innengruppe finanziert im Durchschnitt Objekte aus dem Jahr 1963. Energieeffiziente Immobilien sind dagegen vor allem jüngere Immobilien: Bei Objekten bis Baujahr 1949 erreichen rund 2 Prozent die Klassen A+ oder A; bei Objekten ab 2020 sind es knapp 69 Prozent. Wer aufgrund eines kleineren Budgets auf Bestandsimmobilien ausweicht, stößt auf entsprechend niedrige Energieeffizienzklassen.
In jedem dritten Fall fließen um die 40.000 Euro in die Modernisierung
Bei den bis 36-Jährigen enthält rund jeder dritte Kauf ein Modernisierungsbudget: 34,3 Prozent bei den unter 25-Jährigen, 35,1 Prozent bei den 26- bis 30-Jährigen und 34,8 Prozent bei den 31- bis 36-Jährigen. Die geplanten Beträge liegen im Median zwischen rund 40.000 und 48.000 Euro. Relativ zum Kaufpreis setzen die Jüngsten mit 19,3 Prozent den größten Anteil an; bei den 31- bis 36-Jährigen sind es 17,6 Prozent.
Besonders deutlich wird das bei energetisch schwachen Objekten: In der Klasse H planen in den drei Käufer:innengruppen bis 36 Jahre jeweils rund 63 bis 64 Prozent ein Modernisierungsbudget ein. Wichtig ist die Abgrenzung: Das Datenfeld erfasst den im Finanzierungswunsch vorgesehenen Modernisierungsbetrag. Es belegt deshalb die geplante Finanzierung, nicht die spätere Umsetzung der Maßnahmen.
„Gen Z und Millennials haben ihr Kaufverhalten an die schwierigen Rahmenbedingungen angepasst. Statt eigenkapitalintensiv zu bauen, kaufen sie Bestandsimmobilien und machen sie mittels Modernisierung zukunftsfähig“, so Stefan Münter, Vorstand und Co-CEO der Europace AG.
Objektart beeinflusst den energetischen Zustand kaum
Häuser und Wohnungen sind dabei nicht gleichzusetzen. Dennoch bleibt der Befund innerhalb der jeweiligen Objektart sichtbar: Bei Eigentumswohnungen entfallen bei den Unter-25-Jährigen 15,0 Prozent auf F, G oder H, bei den 31- bis 36-Jährigen 13,2 Prozent. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern beträgt der Abstand 54,0 zu 42,1 Prozent. Berücksichtigt man zusätzlich das Baujahr, wird der Abstand deutlich kleiner, verschwindet aber nicht vollständig.
Die Preisunterschiede sind real – die Energieeffizienzklassen sind jedoch nicht der einzige Faktor
A+-Immobilien kosten im Median rund 465.000 Euro, Objekte der Klasse D rund 257.000 Euro. Diese Differenz beschreibt den Markt, aber keinen isolierten Preis für Energieeffizienz: A+-Objekte sind im Median jünger und unterscheiden sich zudem bei Objektart, Fläche und Lage. Eine unabhängige Gegenprüfung der VALUE AG auf Basis von Angebotsdaten bestätigt die Größenordnung des Rohabstands, nicht aber seine Deutung als reinen Energieeffekt.
Aussagekräftiger ist der Preis je Quadratmeter. Er sinkt über die Energieklassen hinweg von rund 3.919 Euro bei A+ auf rund 1.877 Euro bei H. Das Preisgefälle ist also sichtbar. Wer es verstehen will, muss jedoch Baujahr, Wohnfläche und Objektart mitdenken.
Energieklasse ist nicht gleich Zukunftssicherheit: Hitzeexposition wird als Faktor sichtbar
Ein Energieausweis macht Objekte vergleichbar – aber nicht vollständig. Bedarfs- und Verbrauchsausweise messen Unterschiedliches; auch der sommerliche Hitzeschutz steht nicht in einer Energieklasse. Eine unabhängige Analyse der VALUE AG auf Basis von Angebotsdaten findet im Häusermarkt ein erstes schwaches Hitzesignal: In hitzeexponierteren Lagen lag das relative Preisniveau gegenüber 2021 je Standardabweichung der Hitzeexposition – rund neun zusätzliche Hitzetage im Jahr – um rund 1,4 Prozent niedriger. Das Signal betrifft die Lage, nicht die Energieklasse.




