07.09.2026 Pilotstudie: Serielles Sanieren spart Energie und entlastet das Klima
Serielle Sanierung kann die Treibhausgasemissionen von Wohngebäuden über den gesamten Lebenszyklus deutlich reduzieren und bietet zugleich Potenzial für die Kohlenstoffspeicherung. Das zeigt die neue dena-Studie des Kompetenzzentrums Serielles Sanieren zur Lebenszyklusanalyse (LCA): Im untersuchten Modellprojekt sinken die Treibhausgasemissionen je nach Sanierungsvariante zwischen 74 und 81 Prozent, biobasierte Materialien in der Konstruktion erhöhen die Kohlenstoffspeicherfähigkeit.
Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung: „Unsere Studie stellt heraus, dass für die Klimawirkung eines Gebäudes neben der Energieeffizienz auch Materialien und Konstruktion, die technische Gebäudeausrüstung (TGA) sowie die Energieversorgung entscheidend sind. Mit der seriellen Sanierung treiben wir eine Lösung voran, die diese Aspekte zusammenführt. Sie macht Sanierung skalierbar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.”
Wirkungsvergleich über 50 Jahre
Die von der dena beauftragte Studie ist, erstellt von weber brunner pischetsrieder architektur und FrieNa – Friedel Nachhaltigkeitsberatung, in Kooperation mit der TAG Immobilien AG entstanden. Sie untersucht die Klimawirkung von Sanierungen über einen Zeitraum von 50 Jahren. Modellprojekte sind zwei unsanierte Mehrfamilienhäuser der TAG Immobilien AG in Salzgitter, Baujahr 1962 mit Energieeffizienzklasse F. Im Jahr 2026 werden sie mit vorgefertigten Holzständerelementen seriell saniert und auf den Effizienzhausstandard EH 55 gebracht. In drei Szenarien werden verwendete Baustoffe und Bauteile, die TGA sowie der Energiebedarf in der Nutzungsphase betrachtet, um die Klimawirkung über den gesamten Lebenszyklus zu vergleichen. Die Szenarien „unsaniert“ und „konventionell saniert“ sind für die LCA-Betrachtung anhand der vorliegenden Daten simuliert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die serielle Sanierung über den gesamten Lebenszyklus leichte Vorteile bietet: Gegenüber dem unsanierten Referenzzustand reduziert die konventionelle Sanierung die Treibhausgasemissionen um rund 74 Prozent, die serielle Sanierung um rund 79 Prozent. Die materialoptimierte serielle Variante mit Re-Use erreicht rund 81 Prozent. Ausschlaggebend sind unter anderem geringere Emissionen in der Konstruktion sowie geringere Wärmeverluste. Der gezielte Einsatz nachwachsender Rohstoffe (NaWaRo) und Re-Use-Materialien verbessert die Klimabilanz zusätzlich. Im untersuchten Modellprojekt spart die serielle Sanierung so rund 3.000 Tonnen CO?-Äquivalente gegenüber dem unsanierten Gebäude ein.
TGA und Betriebsenergie als entscheidende Hebel
Der Aufwand für Sanierung und technischen Ausbau ist durch die deutliche Reduktion der Betriebsenergie bereits innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre energetisch amortisiert. Entscheidenden Einfluss auf die Emissionsbilanz hat wiederum der gewählte Energiemix. Für eine wirksame Dekarbonisierung gilt es daher, Gebäudehülle, TGA und Energieversorgung gemeinsam zu betrachten.
Potenzial durch Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) und Re-Use-Materialien
Weitere Potenziale liegen in der gezielten Kombination von NaWaRo und Re-Use-Materialien. Sie können Gebäude zu Kohlenstoffspeichern machen: Kohlenstoff aus nachwachsenden Rohstoffen ist langfristig in Bauteilen gebunden, sofern eine Freisetzung am Ende der Lebensdauer vermieden wird. Vorgefertigte Bauteile und lösbare mechanische Verbindungen bei der seriellen Sanierung schaffen hierfür gute Voraussetzungen und erleichtern die spätere Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien.
Handlungsempfehlungen für die Sanierungspraxis
Eine konkrete Empfehlung auf Basis der Studienergebnisse ist, dass Wohnungswirtschaft und Investoren serielle Sanierungen mit biobasierten Materialien priorisieren und zirkuläre Prinzipien in Ausschreibungen verankern. Politik und Kommunen können den Rahmen für eine klimafreundliche Sanierung durch passende Förderbedingungen verbessern, etwa durch für Berücksichtigung von Kohlenstoffspeichern in der Förderung und erleichterte Zulassungen für ökologische Materialien. Die Lebenszyklusanalyse zeigt auch, dass mit der seriellen Sanierung die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) erreichbar sind. Damit eröffnet sich perspektivisch die Möglichkeit, die NH-Klasse als attraktiven Förderanreiz für die serielle Sanierung zu nutzen.
Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung: „Unsere Studie stellt heraus, dass für die Klimawirkung eines Gebäudes neben der Energieeffizienz auch Materialien und Konstruktion, die technische Gebäudeausrüstung (TGA) sowie die Energieversorgung entscheidend sind. Mit der seriellen Sanierung treiben wir eine Lösung voran, die diese Aspekte zusammenführt. Sie macht Sanierung skalierbar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.”
Wirkungsvergleich über 50 Jahre
Die von der dena beauftragte Studie ist, erstellt von weber brunner pischetsrieder architektur und FrieNa – Friedel Nachhaltigkeitsberatung, in Kooperation mit der TAG Immobilien AG entstanden. Sie untersucht die Klimawirkung von Sanierungen über einen Zeitraum von 50 Jahren. Modellprojekte sind zwei unsanierte Mehrfamilienhäuser der TAG Immobilien AG in Salzgitter, Baujahr 1962 mit Energieeffizienzklasse F. Im Jahr 2026 werden sie mit vorgefertigten Holzständerelementen seriell saniert und auf den Effizienzhausstandard EH 55 gebracht. In drei Szenarien werden verwendete Baustoffe und Bauteile, die TGA sowie der Energiebedarf in der Nutzungsphase betrachtet, um die Klimawirkung über den gesamten Lebenszyklus zu vergleichen. Die Szenarien „unsaniert“ und „konventionell saniert“ sind für die LCA-Betrachtung anhand der vorliegenden Daten simuliert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die serielle Sanierung über den gesamten Lebenszyklus leichte Vorteile bietet: Gegenüber dem unsanierten Referenzzustand reduziert die konventionelle Sanierung die Treibhausgasemissionen um rund 74 Prozent, die serielle Sanierung um rund 79 Prozent. Die materialoptimierte serielle Variante mit Re-Use erreicht rund 81 Prozent. Ausschlaggebend sind unter anderem geringere Emissionen in der Konstruktion sowie geringere Wärmeverluste. Der gezielte Einsatz nachwachsender Rohstoffe (NaWaRo) und Re-Use-Materialien verbessert die Klimabilanz zusätzlich. Im untersuchten Modellprojekt spart die serielle Sanierung so rund 3.000 Tonnen CO?-Äquivalente gegenüber dem unsanierten Gebäude ein.
TGA und Betriebsenergie als entscheidende Hebel
Der Aufwand für Sanierung und technischen Ausbau ist durch die deutliche Reduktion der Betriebsenergie bereits innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre energetisch amortisiert. Entscheidenden Einfluss auf die Emissionsbilanz hat wiederum der gewählte Energiemix. Für eine wirksame Dekarbonisierung gilt es daher, Gebäudehülle, TGA und Energieversorgung gemeinsam zu betrachten.
Potenzial durch Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) und Re-Use-Materialien
Weitere Potenziale liegen in der gezielten Kombination von NaWaRo und Re-Use-Materialien. Sie können Gebäude zu Kohlenstoffspeichern machen: Kohlenstoff aus nachwachsenden Rohstoffen ist langfristig in Bauteilen gebunden, sofern eine Freisetzung am Ende der Lebensdauer vermieden wird. Vorgefertigte Bauteile und lösbare mechanische Verbindungen bei der seriellen Sanierung schaffen hierfür gute Voraussetzungen und erleichtern die spätere Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien.
Handlungsempfehlungen für die Sanierungspraxis
Eine konkrete Empfehlung auf Basis der Studienergebnisse ist, dass Wohnungswirtschaft und Investoren serielle Sanierungen mit biobasierten Materialien priorisieren und zirkuläre Prinzipien in Ausschreibungen verankern. Politik und Kommunen können den Rahmen für eine klimafreundliche Sanierung durch passende Förderbedingungen verbessern, etwa durch für Berücksichtigung von Kohlenstoffspeichern in der Förderung und erleichterte Zulassungen für ökologische Materialien. Die Lebenszyklusanalyse zeigt auch, dass mit der seriellen Sanierung die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) erreichbar sind. Damit eröffnet sich perspektivisch die Möglichkeit, die NH-Klasse als attraktiven Förderanreiz für die serielle Sanierung zu nutzen.




