04.09.2026 Welches Potenzial hat die Hansestadt Hamburg für eine Markthalle?
Im Rahmen des Heuer Immobilien Dialog Hamburg stellte Oliver Ohm, Regionalleiter Nord bei der BBE Handelsberatung, heute die Ergebnisse zur aktuellen Analyse „Eine Markthalle für Hamburg" vor. Die neue Publikation der BBE Handelsberatung ordnet die historische Entwicklung ein, vergleicht sechs mögliche Standorte und beschreibt die Voraussetzungen für wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Hamburg zwischen Markttradition und neuer Markthallenidee
Die Diskussion um eine Markthalle für Hamburg ist nicht neu. Neu ist die Klarheit, mit der sich die Frage heute beantworten lässt: Hamburg hat das Potenzial für eine Markthalle, wenn Konzept, Standort und Betreiberkompetenz präzise aufeinander abgestimmt sind.
„Hamburg ist historisch keine klassische Markthallenstadt. Die Versorgung entwickelte sich über offene Märkte, Hafenlogistik und Großmarktstrukturen. Darin liegt eine besondere Ausgangslage: Eine neue Markthalle kann als urbane Neuinterpretation entstehen - an der Schnittstelle von Frischehandel, Gastronomie, Regionalität und Quartiersentwicklung", erklärt Oliver Ohm, Regionalleiter Nord bei der BBE Handelsberatung.
Die zentralen Ergebnisse
Die Standortanalyse zeigt deutliche Unterschiede zwischen exemplarisch untersuchten Lagen:
• Karstadt Osterstraße und Kampnagel Jarrestraße weisen die stärksten Werte beim fußläufigen Einwohnerpotenzial auf.
• Bahnhof Altona bietet durch seine zentrale Lage und exzellente ÖPNV-Anbindung das größte Frequenzpotenzial für ein transitorientiertes Format.
• Der Fleischgroßmarkt Sternschanze punktet mit historischem Bezug und Parkplatzangebot. Gleichzeitig weist der Standort die niedrigste fußläufige Einwohnerdichte auf.
• Gruner & Jahr und Bergedorf eignen sich eher für spezialisierte beziehungsweise stadtteilorientierte Nischenformate.
Erfolg entsteht im Zusammenspiel
Erfolgreiche Referenzen wie die Markthal Rotterdam, die Torvehallerne in Kopenhagen und die Hobenköök im Hamburger Oberhafen zeigen die Bandbreite des Formats. Sie machen zugleich deutlich: Architektur allein genügt nicht.
„Entscheidend sind eine belastbare Alltagsfrequenz, ein klarer und kuratierter Nutzungsmix, eine passende Flächen- und Kostenstruktur sowie ein professionelles Betreibermodell. Wirtschaftlich tragfähig kann eine Markthalle insbesondere dann sein, wenn Frische, Gastronomie, regionale Produkte, Spezialitäten und Aufenthaltsqualität zu einem eigenständigen Erlebnis verbunden werden", macht Timm Jehne, Head of Real Estate Consulting bei der BBE Handelsberatung, deutlich.
Hamburg verfügt bereits über wichtige Vorbilder
Mit der Hobenköök im Oberhafen, der Rindermarkthalle St. Pauli, dem Isemarkt und dem Fischmarkt gibt es in Hamburg bereits Formate, die Nachfrage und Akzeptanz von Marktkultur belegen. Die Handelskammer Hamburg benennt die Umsetzung eines Markthallenkonzepts zudem als Handlungsziel zur Stärkung der Innenstadt und gemischter Nutzungskonzepte.
Eine vertiefte Machbarkeits- und Standortanalyse mit Wirtschaftlichkeitsberechnung, Wettbewerbsanalyse und konkreter Konzeptentwicklung ist der nächste logische Schritt. Dabei wären unter anderem die tatsächlichen Einzugsgebiete, Besucher- und Umsatzpotenziale, die Anforderungen der jeweiligen Immobilie sowie mögliche Betreiber- und Finanzierungsmodelle detailliert zu untersuchen.
Das Whitepaper bietet hierfür eine erste fachliche Orientierung und stellt zentrale Erkenntnisse für Politik, Verwaltung, Immobilienwirtschaft, Projektentwickler und potenzielle Betreiber zusammen.
Die Publikation steht ab sofort kostenlos zum Download zur Verfügung: https://www.bbe.de/de/aktuelles/fokusthemen/33/
Hamburg zwischen Markttradition und neuer Markthallenidee
Die Diskussion um eine Markthalle für Hamburg ist nicht neu. Neu ist die Klarheit, mit der sich die Frage heute beantworten lässt: Hamburg hat das Potenzial für eine Markthalle, wenn Konzept, Standort und Betreiberkompetenz präzise aufeinander abgestimmt sind.
„Hamburg ist historisch keine klassische Markthallenstadt. Die Versorgung entwickelte sich über offene Märkte, Hafenlogistik und Großmarktstrukturen. Darin liegt eine besondere Ausgangslage: Eine neue Markthalle kann als urbane Neuinterpretation entstehen - an der Schnittstelle von Frischehandel, Gastronomie, Regionalität und Quartiersentwicklung", erklärt Oliver Ohm, Regionalleiter Nord bei der BBE Handelsberatung.
Die zentralen Ergebnisse
Die Standortanalyse zeigt deutliche Unterschiede zwischen exemplarisch untersuchten Lagen:
• Karstadt Osterstraße und Kampnagel Jarrestraße weisen die stärksten Werte beim fußläufigen Einwohnerpotenzial auf.
• Bahnhof Altona bietet durch seine zentrale Lage und exzellente ÖPNV-Anbindung das größte Frequenzpotenzial für ein transitorientiertes Format.
• Der Fleischgroßmarkt Sternschanze punktet mit historischem Bezug und Parkplatzangebot. Gleichzeitig weist der Standort die niedrigste fußläufige Einwohnerdichte auf.
• Gruner & Jahr und Bergedorf eignen sich eher für spezialisierte beziehungsweise stadtteilorientierte Nischenformate.
Erfolg entsteht im Zusammenspiel
Erfolgreiche Referenzen wie die Markthal Rotterdam, die Torvehallerne in Kopenhagen und die Hobenköök im Hamburger Oberhafen zeigen die Bandbreite des Formats. Sie machen zugleich deutlich: Architektur allein genügt nicht.
„Entscheidend sind eine belastbare Alltagsfrequenz, ein klarer und kuratierter Nutzungsmix, eine passende Flächen- und Kostenstruktur sowie ein professionelles Betreibermodell. Wirtschaftlich tragfähig kann eine Markthalle insbesondere dann sein, wenn Frische, Gastronomie, regionale Produkte, Spezialitäten und Aufenthaltsqualität zu einem eigenständigen Erlebnis verbunden werden", macht Timm Jehne, Head of Real Estate Consulting bei der BBE Handelsberatung, deutlich.
Hamburg verfügt bereits über wichtige Vorbilder
Mit der Hobenköök im Oberhafen, der Rindermarkthalle St. Pauli, dem Isemarkt und dem Fischmarkt gibt es in Hamburg bereits Formate, die Nachfrage und Akzeptanz von Marktkultur belegen. Die Handelskammer Hamburg benennt die Umsetzung eines Markthallenkonzepts zudem als Handlungsziel zur Stärkung der Innenstadt und gemischter Nutzungskonzepte.
Eine vertiefte Machbarkeits- und Standortanalyse mit Wirtschaftlichkeitsberechnung, Wettbewerbsanalyse und konkreter Konzeptentwicklung ist der nächste logische Schritt. Dabei wären unter anderem die tatsächlichen Einzugsgebiete, Besucher- und Umsatzpotenziale, die Anforderungen der jeweiligen Immobilie sowie mögliche Betreiber- und Finanzierungsmodelle detailliert zu untersuchen.
Das Whitepaper bietet hierfür eine erste fachliche Orientierung und stellt zentrale Erkenntnisse für Politik, Verwaltung, Immobilienwirtschaft, Projektentwickler und potenzielle Betreiber zusammen.
Die Publikation steht ab sofort kostenlos zum Download zur Verfügung: https://www.bbe.de/de/aktuelles/fokusthemen/33/




