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03.09.2026 BiB macht nachhaltiges und zirkuläres Bauen im Bestand einfacher

Wie lässt sich nachhaltiges und zirkuläres Bauen im Bestand konkret umsetzen? An Wissen, Instrumenten und guten Beispielen mangelt es inzwischen nicht. Die Herausforderung liegt vielmehr darin, im Planungs- und Projektalltag schnell die richtigen Informationen und Werkzeuge zu finden. Der Verband für Bauen im Bestand (BiB) hat deshalb mit „Nachhaltig! Zirkulär! Aber wie?“ eine kuratierte Linksammlung entwickelt, die vorhandenes Wissen strukturiert zusammenführt und für die Praxis leichter zugänglich macht.

Die Sammlung bündelt ausgewählte Leitfäden, digitale Tools, Datenbanken, Wissensplattformen, Best-Practice-Beispiele und Weiterbildungsangebote rund um nachhaltiges und zirkuläres Bauen im Bestand. Sie richtet sich insbesondere an Architekten, Planer, Bauherren, Kommunen und weitere Akteure, die mit Bestandsgebäuden arbeiten. Ziel ist es, nicht neue Instrumente zu schaffen, sondern bereits vorhandene Lösungen sichtbar zu machen und den Weg von der grundsätzlichen Bereitschaft zur konkreten Umsetzung zu verkürzen.

„Die entscheidende Frage lautet längst nicht mehr, ob wir nachhaltiger und zirkulärer mit unserem Gebäudebestand umgehen müssen, sondern wie wir dies in der täglichen Praxis umsetzen. Genau hier wollen wir ansetzen. Es gibt bereits sehr viel Wissen und sehr gute Instrumente, sie müssen aber für die Beteiligten auffindbar und anwendbar sein. Mit unserer Sammlung schaffen wir Orientierung und erleichtern den Einstieg in die konkrete Umsetzung“, so Sarah Dungs, BiB-Vorstandsvorsitzende.

Der Bestand als Ausgangspunkt

Grundgedanke des Wegweisers ist, bestehende Gebäude, Tragwerke und Bauteile zunächst als Ressource zu betrachten. Bevor neu geplant, produziert und verbaut wird, sollte geprüft werden, welche vorhandene Substanz erhalten, angepasst, weitergenutzt oder wiederverwendet werden kann. Denn in bestehenden Gebäuden stecken nicht nur Materialien, sondern auch bereits eingesetzte Energie, Emissionen und Arbeit.

Die Linksammlung setzt deshalb bewusst beim Bestand an und deckt unterschiedliche Fragestellungen entlang der Planung und Umsetzung ab. Sie führt unter anderem zu Wissensplattformen und Best-Practice-Projekten, Tools und Rechenhilfen zur Bewertung von Ressourcen, Emissionen oder Wirtschaftlichkeit sowie zu Leitfäden und Handlungshilfen für zirkuläres Bauen. Ergänzt wird das Angebot durch Literatur, Webinare und Hinweise auf Fachplanende und entsprechende Netzwerke.

„Zirkuläres Bauen darf kein Spezialthema für einzelne Vorreiter bleiben. Damit es in der Breite funktioniert, müssen wir den Zugang zu Wissen vereinfachen und zeigen, welche Lösungen heute bereits verfügbar sind. Gerade bei Bestandsprojekten sind die Ausgangslagen sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, schnell die passenden Werkzeuge, Beispiele und Ansprechpartner für die jeweilige Aufgabe zu finden“, führt Annabelle von Reutern, Fachbeirätin Zirkularität, aus.

Von Klimabilanz bis Urban Mining

Das Spektrum der zusammengetragenen Angebote reicht von Instrumenten zur Ökobilanzierung und zur Bewertung von Dekarbonisierungspfaden über Informationen zu Klimarisiken und Fördermöglichkeiten bis hin zu Urban-Mining-Marktplätzen und Leitfäden für kreislaufgerechtes Planen und Bauen. Auch Themen wie Wiederverwendung von Bauteilen, Gebäuderessourcenpässe, Klimaresilienz, energetische Sanierung oder sortenreines Bauen werden berücksichtigt.

Ein Glossar erläutert zudem zentrale Fachbegriffe aus den Bereichen Umwelt, Klimaschutz und Zirkularität. Damit soll die Sammlung auch Nutzer einen unkomplizierten Einstieg ermöglichen, die sich bislang noch nicht vertieft mit einzelnen Themen des nachhaltigen Bauens beschäftigt haben.

Sammlung soll gemeinsam weiterwachsen

„Nachhaltig! Zirkulär! Aber wie?“ versteht der BiB nicht als abgeschlossenes Kompendium, sondern als praxisorientiertes Arbeitsinstrument, das weiterentwickelt werden soll. Eigentümer, Planer und weitere Interessierte sind ausdrücklich eingeladen, eigene Erfahrungen und Hinweise einzubringen und so zur Erweiterung der Sammlung beizutragen.

An der Erarbeitung wirkten Fachleute aus dem Netzwerk des Verbands mit. Ein besonderer Dank des BiB gilt Annabelle von Reutern und Benjamin Pleuser, Fachbeirat Umwelt, für ihre Impulse und ihre Mitwirkung bei der Entwicklung der Sammlung. Die kuratierte Linksammlung „Nachhaltig! Zirkulär! Aber wie?“ steht kostenfrei auf der Website des BiB zum Download bereit: https://fuerbauenimbestand.de/bib-linksammlung

























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