03.09.2026 Private Vermieter als Rückgrat des Mietwohnungsmarktes unter Druck
Private Kleinvermieter prägen den deutschen Mietwohnungsmarkt: 64,4 Prozent des Mietwohnungsbestands werden von Privatpersonen vermietet. Gleichzeitig stehen mit der geplanten Mietrechtsnovelle weitere gesetzliche Vorgaben zur Diskussion, die auch private Vermieter finanziell und administrativ belasten können. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) fordert deshalb, bei neuen Regelungen die Interessen von Mietern und privaten Vermietern gleichermaßen im Blick zu behalten.
Wie private Vermieter tatsächlich vermieten, zeigt der aktuelle Vermieterreport 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Danach dominieren kleine Wohnungsbestände, langfristige Mietverhältnisse und zurückhaltende Mieterhöhungen. 58 Prozent der privaten Vermieter besitzen lediglich eine Mietwohnung, weitere 19 Prozent vermieten zwei Wohnungen.
„Die Zahlen zeigen, dass es privaten Vermietern in der Regel nicht um kurzfristige Renditemaximierung geht. Viele betrachten ihre Immobilie als langfristige Investition, etwa zum Vermögensaufbau oder zur Altersvorsorge. Das erklärt auch ihr Interesse an stabilen Mietverhältnissen“, sagt Dr. Sandra von Möller, Vorständin des bundesweiten Verbraucherschutzverbandes Wohnen im Eigentum (WiE).
Das Durchschnittsalter der Vermieter liegt bei 58 Jahren, 60 Prozent vermieten bereits seit mehr als zehn Jahren. „Private Vermieter stellen häufig über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Wohnraum zur Verfügung. Sie sind damit eine wichtige, auf Kontinuität ausgerichtete Säule des Mietwohnungsmarktes“, so von Möller.
Mieteinnahmen überwiegend Zusatzeinkommen statt zentraler Einkommensquelle
Für die überwiegende Mehrheit der privaten Vermieter sind die Mieteinnahmen keine zentrale Einkommensquelle, sondern eine Ergänzung zum übrigen Einkommen. Rund jeder fünfte Vermieter (19 Prozent) erzielt durch die Vermietung ein jährliches Bruttoeinkommen von weniger als 5.000 Euro, bei 38 Prozent sind es zwischen 5.000 und 9.999 Euro. Nur 6 Prozent erzielen mit der Vermietung jährlich mehr als 40.000 Euro.
Auch diese Zahlen zeigen, dass das Bild vom privaten Vermieter als professionellem Immobilieninvestor an der Realität vieler Vermieter vorbeigeht. Häufig dient die eigene Immobilie dem langfristigen Vermögensaufbau, der Altersvorsorge oder der Ergänzung des laufenden Einkommens.
Private Vermieter erhöhen Mieten häufig gar nicht oder nur moderat
Auch bei der Mietgestaltung zeigt der Vermieterreport ein differenziertes Bild. 43 Prozent der privaten Vermieter erhöhen nach eigenen Angaben bei einer Neuvermietung die Miete überhaupt nicht. Weitere 55 Prozent nehmen lediglich moderate Anpassungen vor. Im laufenden Mietverhältnis verzichtete im vergangenen Jahr sogar mehr als jeder zweite Vermieter vollständig auf eine Mieterhöhung.
Wirtschaftliche Erwägungen sind dabei nicht das einzige Motiv. 16 Prozent der Befragten geben an, langjährige Mietverhältnisse bewusst durch stabile Mieten fördern zu wollen. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Bedeutung langfristiger und verlässlicher Mietverhältnisse für viele private Vermieter.
Nur 13 Prozent der Vermieter nutzen Indexmietverträge
Im Rahmen der geplanten Mietrechtsnovelle stehen auch Änderungen bei Indexmietverträgen zur Diskussion. Der Vermieterreport zeigt allerdings, dass diese Vertragsform unter privaten Vermietern vergleichsweise wenig verbreitet ist: Lediglich 13 Prozent der Befragten nutzen Indexmietverträge.
Die große Mehrheit setzt dagegen auf klassische Mietverhältnisse. 77 Prozent nutzen laut Report unbefristete Mietverträge ohne besondere Regelungen zur Mietanpassung.
WiE warnt deshalb davor, aus einzelnen Vertragsgestaltungen Rückschlüsse auf die Gesamtheit der privaten Vermieter zu ziehen und daraus zusätzliche regulatorische Belastungen abzuleiten.
Politik sollte Mieter- und Vermieterinteressen ausgewogen berücksichtigen
So zufrieden viele Vermieter mit ihrer Vermietung grundsätzlich sind, so kritisch beurteilen sie die wohnungspolitischen Rahmenbedingungen. 53 Prozent wünschen sich laut Vermieterreport eine ausgewogenere Berücksichtigung der Interessen von Mieter- und Vermieterseite.
„Wer dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und erhalten will, muss die Interessen beider Seiten im Blick behalten“, macht von Möller deutlich. „Mieter verdienen einen wirksamen Schutz vor Missbrauch. Genauso brauchen private Vermieter verlässliche, planbare und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen.“
Wohnen im Eigentum weist darauf hin, dass private Vermieter anders als große Wohnungsunternehmen in der Regel weder über eigene Rechtsabteilungen noch über vergleichbare finanzielle Spielräume verfügen. Neue gesetzliche Anforderungen können sie deshalb besonders treffen.
„Gerade weil die meisten privaten Vermieter nur eine oder wenige Wohnungen vermieten, können zusätzliche gesetzliche Anforderungen für sie besonders ins Gewicht fallen“, so von Möller. „Jede zusätzliche Regulierung und jede weitere Unsicherheit kann die Investitionsbereitschaft der Vermieter beeinträchtigen.“
Wie private Vermieter tatsächlich vermieten, zeigt der aktuelle Vermieterreport 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Danach dominieren kleine Wohnungsbestände, langfristige Mietverhältnisse und zurückhaltende Mieterhöhungen. 58 Prozent der privaten Vermieter besitzen lediglich eine Mietwohnung, weitere 19 Prozent vermieten zwei Wohnungen.
„Die Zahlen zeigen, dass es privaten Vermietern in der Regel nicht um kurzfristige Renditemaximierung geht. Viele betrachten ihre Immobilie als langfristige Investition, etwa zum Vermögensaufbau oder zur Altersvorsorge. Das erklärt auch ihr Interesse an stabilen Mietverhältnissen“, sagt Dr. Sandra von Möller, Vorständin des bundesweiten Verbraucherschutzverbandes Wohnen im Eigentum (WiE).
Das Durchschnittsalter der Vermieter liegt bei 58 Jahren, 60 Prozent vermieten bereits seit mehr als zehn Jahren. „Private Vermieter stellen häufig über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Wohnraum zur Verfügung. Sie sind damit eine wichtige, auf Kontinuität ausgerichtete Säule des Mietwohnungsmarktes“, so von Möller.
Mieteinnahmen überwiegend Zusatzeinkommen statt zentraler Einkommensquelle
Für die überwiegende Mehrheit der privaten Vermieter sind die Mieteinnahmen keine zentrale Einkommensquelle, sondern eine Ergänzung zum übrigen Einkommen. Rund jeder fünfte Vermieter (19 Prozent) erzielt durch die Vermietung ein jährliches Bruttoeinkommen von weniger als 5.000 Euro, bei 38 Prozent sind es zwischen 5.000 und 9.999 Euro. Nur 6 Prozent erzielen mit der Vermietung jährlich mehr als 40.000 Euro.
Auch diese Zahlen zeigen, dass das Bild vom privaten Vermieter als professionellem Immobilieninvestor an der Realität vieler Vermieter vorbeigeht. Häufig dient die eigene Immobilie dem langfristigen Vermögensaufbau, der Altersvorsorge oder der Ergänzung des laufenden Einkommens.
Private Vermieter erhöhen Mieten häufig gar nicht oder nur moderat
Auch bei der Mietgestaltung zeigt der Vermieterreport ein differenziertes Bild. 43 Prozent der privaten Vermieter erhöhen nach eigenen Angaben bei einer Neuvermietung die Miete überhaupt nicht. Weitere 55 Prozent nehmen lediglich moderate Anpassungen vor. Im laufenden Mietverhältnis verzichtete im vergangenen Jahr sogar mehr als jeder zweite Vermieter vollständig auf eine Mieterhöhung.
Wirtschaftliche Erwägungen sind dabei nicht das einzige Motiv. 16 Prozent der Befragten geben an, langjährige Mietverhältnisse bewusst durch stabile Mieten fördern zu wollen. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Bedeutung langfristiger und verlässlicher Mietverhältnisse für viele private Vermieter.
Nur 13 Prozent der Vermieter nutzen Indexmietverträge
Im Rahmen der geplanten Mietrechtsnovelle stehen auch Änderungen bei Indexmietverträgen zur Diskussion. Der Vermieterreport zeigt allerdings, dass diese Vertragsform unter privaten Vermietern vergleichsweise wenig verbreitet ist: Lediglich 13 Prozent der Befragten nutzen Indexmietverträge.
Die große Mehrheit setzt dagegen auf klassische Mietverhältnisse. 77 Prozent nutzen laut Report unbefristete Mietverträge ohne besondere Regelungen zur Mietanpassung.
WiE warnt deshalb davor, aus einzelnen Vertragsgestaltungen Rückschlüsse auf die Gesamtheit der privaten Vermieter zu ziehen und daraus zusätzliche regulatorische Belastungen abzuleiten.
Politik sollte Mieter- und Vermieterinteressen ausgewogen berücksichtigen
So zufrieden viele Vermieter mit ihrer Vermietung grundsätzlich sind, so kritisch beurteilen sie die wohnungspolitischen Rahmenbedingungen. 53 Prozent wünschen sich laut Vermieterreport eine ausgewogenere Berücksichtigung der Interessen von Mieter- und Vermieterseite.
„Wer dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und erhalten will, muss die Interessen beider Seiten im Blick behalten“, macht von Möller deutlich. „Mieter verdienen einen wirksamen Schutz vor Missbrauch. Genauso brauchen private Vermieter verlässliche, planbare und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen.“
Wohnen im Eigentum weist darauf hin, dass private Vermieter anders als große Wohnungsunternehmen in der Regel weder über eigene Rechtsabteilungen noch über vergleichbare finanzielle Spielräume verfügen. Neue gesetzliche Anforderungen können sie deshalb besonders treffen.
„Gerade weil die meisten privaten Vermieter nur eine oder wenige Wohnungen vermieten, können zusätzliche gesetzliche Anforderungen für sie besonders ins Gewicht fallen“, so von Möller. „Jede zusätzliche Regulierung und jede weitere Unsicherheit kann die Investitionsbereitschaft der Vermieter beeinträchtigen.“




