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31.08.2026 Wartezeiten bei Grundbuchämtern: Lange Bearbeitungszeiten

Lange Bearbeitungszeiten bei der Eintragung von Auflassungsvormerkungen verzögern Immobilientransaktionen erheblich und damit auch die wirtschaftliche Attraktivität des Standorts. Nach Erfahrungen aus der Praxis von Alfred Vollmer Immobilien in Wuppertal müssen Beteiligte aktuell teilweise bis zu fünf Monate allein auf die Eintragung einer Auflassungsvormerkung warten.

Dario Dzamastagic, Geschäftsführer von Alfred Vollmer Immobilien und Mitglied im Vorstand des Immobilienverbands Deutschland (IVD), sieht darin nicht nur ein Problem für Käufer und Verkäufer, sondern zunehmend einen wirtschaftlichen Faktor.

„5 Wochen sind nicht 5 Monate. An einer Immobilientransaktion hängen heute sehr viele weitere Entscheidungen: Kaufpreiszahlungen, Finanzierungen, Investitionen, Handwerksaufträge und nicht zuletzt die Lebensplanung von Menschen“, sagt Dzamastagic.

Warum die Auflassungsvormerkung so wichtig ist: Die Auflassungsvormerkung gehört zu den zentralen Sicherungsinstrumenten beim Immobilienkauf. Vereinfacht dargestellt wird sie auf Grundlage des notariellen Kaufvertrages zugunsten des Käufers im Grundbuch eingetragen. Sie sichert dessen Anspruch auf die spätere Übertragung des Eigentums.

An ihrer Schutzfunktion will Dzamastagic ausdrücklich nicht rütteln. „Die Auflassungsvormerkung ist wichtig. Auf diesen Schutz zu verzichten, nur um eine Transaktion zu beschleunigen, wäre der völlig falsche Weg. Es geht nicht um weniger Sicherheit, sondern um mehr Geschwindigkeit.“

Verzögerungen wirken über die einzelne Transaktion hinaus

Aus Sicht des Immobilienunternehmers werden die wirtschaftlichen Auswirkungen langer Bearbeitungszeiten häufig unterschätzt. Verkäufer und Bauträger können später über den Verkaufserlös verfügen. Kapital bleibt länger gebunden. Geplante Investitionen verschieben sich oder bleiben aus. Handwerksunternehmen erhalten Aufträge später. Auch Käufer, Verkäufer, Eigentümer, Mieter und Familien müssen ihre weiteren Planungen entsprechend nach hinten verschieben. Die belastete Liquidität führt zu erhöhten Ausfallrisiken und zu vermehrten juristischen Auseinandersetzungen.

Gerade in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld könne eine solche Verzögerung zusätzliche Unsicherheit schaffen.

„Eine Immobilientransaktion findet nie isoliert statt. Wenn Kapital wartet, warten häufig auch Aufträge, Investitionen und Menschen. Eine monatelange Schwebephase kennt deshalb am Ende keine Gewinner“, so Dzamastagic.

Ziel: 5 Wochen statt 5 Monate! Dzamastagic plädiert dafür, Möglichkeiten zur Beschleunigung der Verfahren zu prüfen, ohne dabei Verantwortlichkeiten vorschnell einzelnen Stellen zuzuschreiben.
„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, Schuldige zu suchen. Entscheidend ist die Frage, wie wir notwendige Verfahren schneller machen können. Mein Wunsch für Wuppertal ist einfach: 5 Wochen statt bis zu 5 Monate.“

Eine deutliche Verkürzung der Bearbeitungszeiten könne nach seiner Einschätzung einen unmittelbaren Beitrag zur Beschleunigung von Immobilientransaktionen leisten und damit auch Liquidität, Investitionen und Auftragsvergaben schneller in Bewegung bringen.

„Nicht weniger Sicherheit. Mehr Geschwindigkeit. Das wäre ein echter Turbo für die Immobilienwirtschaft und letztlich für wirtschaftliche Aktivität in unserer Stadt.“

(Kommentar von Dario Dzamastagic; Geschäftsführer von Alfred Vollmer Immobilien)

























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