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28.08.2026 Naturerleben in Bürogebäuden steigert Produktivität

DIP-Partner Aengevelt Immobilien setzt seine bereits vor einem Jahr aufgenommenen Untersuchungen der positiven Effekte von begrünten Büros fort. Bestätigt werden diese Analysen nunmehr auch durch neueste Forschungsergebnisse, die soeben das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung publizierte: Naturelemente im Büro steigern die Arbeitsproduktivität und Stressresistenz signifikant. Als Trendsetter setzen unter anderem High-Tech-Unternehmen wie Apple oder Amazon in ihren Hauptquartieren den Biophilie-Effekt gezielt ein. Um Naturerleben in den Büroalltag zu integrieren, stehen der Büroarchitektur zahlreiche Optionen zur Verfügung.

Der „Biophilie-Effekt“.

Nachdem eineinhalb Jahre lang in nüchternen Genfer Konferenzräumen ergebnislos verhandelt worden war, konnten die beiden Chefunterhändler der USA und der Sowjetunion zum ersten Mal einen Durchbruch bei den Abrüstungsverhandlungen erzielen, als sie am 16. Juli 1982 einen Waldspaziergang unternahmen. Das Standardhandbuch „Universal Principles of Design“ empfiehlt seit dem Jahr 2003, den „Biophilie-Effekt“ bei der Gebäudegestaltung zu nutzen, um Kreativität, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu steigern. Dass Naturerleben nachweislich signifikante Einflüsse auf kognitive Leistungen und Arbeitsproduktivität haben, belegen auch 54 internationale Studien, die jüngst Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung auswerteten.

Dabei zeigt sich, dass Naturerleben sowohl zum Abbau von Stress beitragen als auch die Resilienz gegenüber stressauslösenden Faktoren steigern kann. Naturerleben verbessert u.a. konkret die Aufmerksamkeit, die Gedächtnisleistung, Geschwindigkeit und Qualität bei der Lösung von Aufgaben sowie das Wohlbefinden. Für die Auswirkungen auf die Produktivität ist ein Zusammenspiel von physiologischen Reaktionen (wie Pulsfrequenz, Blutdruck, Cortisol- und Amylasespiegel), psychologischen Kapazitäten (wie Selbstregulierung, kognitive Ressourcen und Handlungskompetenz) und sozialen Effekten (gemeinsame Aktivitäten) verantwortlich. Im komplexen Büroalltag kann Naturerleben somit zur Stressbewältigung, Produktivitäts- und Leistungssteigerung beitragen.

Um messbare Effekte auszulösen, reichen bereits Naturerlebnisse von mehreren Minuten Dauer aus (das durchschnittliche Naturerleben dauerte bei den Experimenten 28 Minuten, beginnend mit 1,5 Minuten), wobei auch von virtuellem Naturerleben (beispielsweise durch Fotos, Videos, VR-Brillen, Vogelstimmen) positive Wirkungen ausgehen können. Zur Initiierung von Produktivitätseffekten stehen in der Büroarchitektur mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Hierzu gehört die Einbettung von Bürogebäuden in ein grünes Umfeld, das Ausblicke und kurze Aufenthalte und Spaziergänge in den Arbeitspausen ermöglicht. Das Hauptquartier von John Deere aus dem Jahre 1964 oder der Apple Park von 2017 gehören zu den spektakulärsten Beispielen. Das Konzept der Business Parks ist in Nordamerika längst Standard, während dieser Begriff in Deutschland meist auf konventionelle Gewerbegebiete ohne ausgetüftelte Begrünung angewandt wird. Der „Green Plan“ von Singapur sieht eine Durchgrünung des gesamten Geschäftsviertels der Metropole vor.

Die Begrünung von Bürogebäuden, beispielsweise durch entsprechende Außenflächen, Höfe, Dachgärten oder vertikale Fassadenbegrünung ist eine probate Möglichkeit. Dadurch werden nicht allein Räume zum Naturerleben geschaffen, sondern auch Öko- und Klimabilanzen verbessert.

Zudem können innerhalb von größeren Bürogebäuden Grün- und Wasserflächen angelegt werden, die ein Naturerleben ermöglichen und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Die extensive Innenbegrünung des Jewel Changi Airports von Singapur ist mit dafür kausal, dass dieser Flughafen wiederholt zum Besten der Welt gekürt wurde - vor dem bekannten Hintergrund, dass Flughäfen zu den stresserzeugenden Immobilien zählen.

Bürobegrünung kann bereits flächensparend mit Pflanzkästen und Pflanzenwänden realisiert werden, indessen auch die Dimension eines Mini-Dschungels erreichen wie in extensiver Weise zum Beispiel bei dem Amazon-Hauptquartier „The Spheres“ in Seattle.

Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter Aengevelt Immobilien:„ Grün am Bau ist mehr als eine flotte Spielerei. Diesbezügliche Forschungen haben längst aufgezeigt, dass Naturelemente in Büroumgebungen die Produktivität messbar steigern. Als erste setzten Hauptquartiere führender High-Tech-Konzerne und Banken und Versicherungen diese Erkenntnisse gezielt um und wurden damit Trendsetter. Da es zahlreiche Realisierungsoptionen gibt, Naturerleben intelligent in die Büroarchitektur zu integrieren, eröffnet sich ein großes Potential, Büroimmobilien situationsgerecht mit Grünelementen gesellschaftsrelevant mehrwertstiftend aufzuwerten“.



























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