27.08.2026 ARGE baut 25 Unterkunfts-/Ausbildungsgebäude für die Bundeswehr
Die Bundeswehr braucht schnell neue Unterkunfts- und Ausbildungsgebäude, um die Truppe personell zu verstärken. Dafür hat sie das „German Armed Forces – Contractor Augmentation Program" (G-CAP) Inland, Stufe 1 aufgelegt. Innerhalb dieses Programms haben sich die WOLFF & MÜLLER Gruppe, die OBG Gruppe und die LECHNER GROUP nun gemeinsam zwei Rahmenverträge über 25 Einzelgebäude gesichert.
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) übernimmt damit rund die Hälfte der vorgesehenen Projekte in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auf dem Gelände bestehender Kasernen entstehen neue, standardisierte Kompaniegebäude. Bei der Vergabe zählte nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch das Realisierungs- und Logistikkonzept. Der Rahmenvertrag läuft vier Jahre und hat ein Volumen von rund 370 Millionen Euro.
Bauen unter hohem Zeitdruck
12 der 25 Gebäude entstehen in Baden-Württemberg, 13 in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die operative Abwicklung übernehmen die zuständigen Landesbauverwaltungen. Diese rufen als Bauherrenvertreter die zentral vorgeplanten Projekte bei den ARGE-Partnern ab. Die Standorte unterscheiden sich deutlich. Infrastruktur, Zuwegung und der Anschluss an bestehende Medien müssen jeweils vor Ort gelöst und in die standardisierte Planung eingepasst werden.
„Genau darin liegt unsere Aufgabe: Wir entwickeln ein wiederholbares System und setzen es zugleich standortgerecht um", erklärt Thomas Penner, Geschäftsführer Hochbau der OBG. „Die größte Herausforderung liegt im engen Zeitrahmen. Sobald die zuständige Behörde einen Abruf auslöst, müssen innerhalb von drei Monaten die Planung, die Arbeitsvorbereitung und die Genehmigung durchgeführt werden. Anschließend bleiben uns sieben Monate, um ein Gebäude schlüsselfertig zu bauen", sagt Roman Sailer, Geschäftsführer der WOLFF & MÜLLER Government Services GmbH & Co. KG.
Standardisierung als Schlüssel zur Geschwindigkeit
Dafür setzen WOLFF & MÜLLER, OBG und LECHNER auf serielle, standardisierte Bauweisen. „Die Planungen umfassen vier Typen in drei Formen – insgesamt also 12 Varianten. Wir nutzen einen maximalen Wiederholungsfaktor und einen maximalen Vorfertigungsgrad und bauen weitgehend mit Betonfertigteilen, die wir selbst herstellen", sagt Tobias Lechner, Geschäftsführer der LECHNER GROUP. Standardisiert werden vor allem Rohbauelemente, TGA-Zentralen und Dachelemente. Um diese Elemente rasch an die konkrete Bauaufgabe anzupassen, die Schnittstellen sauber zu steuern und die kurzen Fristen verlässlich zu halten, plant und baut die Arbeitsgemeinschaft mit der digitalen Methode BIM. Für transparente und effiziente Abläufe auf der Baustelle sorgen zusätzlich Lean-Construction-Methoden.
Drei Partner, klar verteilte Aufgaben
Auch innerhalb der ARGE sind die Aufgaben klar verteilt. Die LECHNER GROUP bringt ihre Kompetenz als Hersteller serieller Bauteile ein. Die OBG Gruppe verantwortet die kaufmännische Federführung. Die WOLFF & MÜLLER Gruppe übernimmt die technische Federführung und ist mit zwei Unternehmen vertreten: der WOLFF & MÜLLER Government Services, die auf Kunden aus dem militärischen Regierungsumfeld spezialisiert ist, sowie dem WOLFF & MÜLLER Hoch- und Industriebau. So bündelt die Arbeitsgemeinschaft alle Leistungen von der Planung bis zur Produktion in einem Team. Bei einigen Projekten übernimmt sie zudem Interims-Betriebsleistungen.
WOLFF & MÜLLER und OBG haben bereits mehrfach gemeinsam gebaut – unter anderem 54 Reihenhäuser für die US-Army auf dem rheinland-pfälzischen Militärstützpunkt Baumholder. Bis Ende September 2026 will das Projektteam die wesentlichen Planungsgrundlagen festlegen – vor allem die Bauteile und Lösungen, die an allen Standorten gleichbleiben. Die ersten Abrufe werden noch in diesem Jahr erfolgen.
G-CAP Inland als Instrument für den Infrastrukturaufbau
Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat das Programm G-CAP Inland als zentrales Instrument hervorgehoben, um die Infrastruktur der Bundeswehr massiv und schnell auszubauen. Zunächst diente das Programm dazu, Infrastruktur für Auslandseinsätze bereitzustellen. Nun überträgt es der Bund auch auf das Inland. Hintergrund sind die veränderte sicherheitspolitische Lage seit Russlands Überfall auf die Ukraine, die stärkere Ausrichtung der Bundeswehr auf Landes- und Bündnisverteidigung sowie der zusätzliche Bedarf durch den Neuen Wehrdienst. Die Zahl der Wehrdienstleistenden soll in den kommenden Jahren steigen – auf bis zu 40.000 pro Jahr ab 2031.
Das Programm baut auf Rahmenvereinbarungen mit der Industrie auf. So können die Bauverwaltungen von Bund und Ländern sowie die Bundeswehr sämtliche Leistungen – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb – unmittelbar bei den Auftragnehmern abrufen. Geplant sind mit der Stufe 1 des Programms rund 300 Gebäude an mehr als 100 Standorten in fast allen Bundesländern. Alle Bieter mussten zunächst ein Präqualifikationsverfahren durchlaufen. Entsprechend der Kompetenzzentren Baumanagement der Bundeswehr ist Deutschland in sieben Lose aufgeteilt. WOLFF & MÜLLER, OBG und LECHNER haben den Zuschlag für die Lose 6 und 7 erhalten. Im Wechsel mit dem jeweils anderen Auftragnehmer im jeweiligen Los realisieren sie nun die Projekte, die in diesen beiden Losen vorgesehen sind.
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) übernimmt damit rund die Hälfte der vorgesehenen Projekte in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auf dem Gelände bestehender Kasernen entstehen neue, standardisierte Kompaniegebäude. Bei der Vergabe zählte nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch das Realisierungs- und Logistikkonzept. Der Rahmenvertrag läuft vier Jahre und hat ein Volumen von rund 370 Millionen Euro.
Bauen unter hohem Zeitdruck
12 der 25 Gebäude entstehen in Baden-Württemberg, 13 in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die operative Abwicklung übernehmen die zuständigen Landesbauverwaltungen. Diese rufen als Bauherrenvertreter die zentral vorgeplanten Projekte bei den ARGE-Partnern ab. Die Standorte unterscheiden sich deutlich. Infrastruktur, Zuwegung und der Anschluss an bestehende Medien müssen jeweils vor Ort gelöst und in die standardisierte Planung eingepasst werden.
„Genau darin liegt unsere Aufgabe: Wir entwickeln ein wiederholbares System und setzen es zugleich standortgerecht um", erklärt Thomas Penner, Geschäftsführer Hochbau der OBG. „Die größte Herausforderung liegt im engen Zeitrahmen. Sobald die zuständige Behörde einen Abruf auslöst, müssen innerhalb von drei Monaten die Planung, die Arbeitsvorbereitung und die Genehmigung durchgeführt werden. Anschließend bleiben uns sieben Monate, um ein Gebäude schlüsselfertig zu bauen", sagt Roman Sailer, Geschäftsführer der WOLFF & MÜLLER Government Services GmbH & Co. KG.
Standardisierung als Schlüssel zur Geschwindigkeit
Dafür setzen WOLFF & MÜLLER, OBG und LECHNER auf serielle, standardisierte Bauweisen. „Die Planungen umfassen vier Typen in drei Formen – insgesamt also 12 Varianten. Wir nutzen einen maximalen Wiederholungsfaktor und einen maximalen Vorfertigungsgrad und bauen weitgehend mit Betonfertigteilen, die wir selbst herstellen", sagt Tobias Lechner, Geschäftsführer der LECHNER GROUP. Standardisiert werden vor allem Rohbauelemente, TGA-Zentralen und Dachelemente. Um diese Elemente rasch an die konkrete Bauaufgabe anzupassen, die Schnittstellen sauber zu steuern und die kurzen Fristen verlässlich zu halten, plant und baut die Arbeitsgemeinschaft mit der digitalen Methode BIM. Für transparente und effiziente Abläufe auf der Baustelle sorgen zusätzlich Lean-Construction-Methoden.
Drei Partner, klar verteilte Aufgaben
Auch innerhalb der ARGE sind die Aufgaben klar verteilt. Die LECHNER GROUP bringt ihre Kompetenz als Hersteller serieller Bauteile ein. Die OBG Gruppe verantwortet die kaufmännische Federführung. Die WOLFF & MÜLLER Gruppe übernimmt die technische Federführung und ist mit zwei Unternehmen vertreten: der WOLFF & MÜLLER Government Services, die auf Kunden aus dem militärischen Regierungsumfeld spezialisiert ist, sowie dem WOLFF & MÜLLER Hoch- und Industriebau. So bündelt die Arbeitsgemeinschaft alle Leistungen von der Planung bis zur Produktion in einem Team. Bei einigen Projekten übernimmt sie zudem Interims-Betriebsleistungen.
WOLFF & MÜLLER und OBG haben bereits mehrfach gemeinsam gebaut – unter anderem 54 Reihenhäuser für die US-Army auf dem rheinland-pfälzischen Militärstützpunkt Baumholder. Bis Ende September 2026 will das Projektteam die wesentlichen Planungsgrundlagen festlegen – vor allem die Bauteile und Lösungen, die an allen Standorten gleichbleiben. Die ersten Abrufe werden noch in diesem Jahr erfolgen.
G-CAP Inland als Instrument für den Infrastrukturaufbau
Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat das Programm G-CAP Inland als zentrales Instrument hervorgehoben, um die Infrastruktur der Bundeswehr massiv und schnell auszubauen. Zunächst diente das Programm dazu, Infrastruktur für Auslandseinsätze bereitzustellen. Nun überträgt es der Bund auch auf das Inland. Hintergrund sind die veränderte sicherheitspolitische Lage seit Russlands Überfall auf die Ukraine, die stärkere Ausrichtung der Bundeswehr auf Landes- und Bündnisverteidigung sowie der zusätzliche Bedarf durch den Neuen Wehrdienst. Die Zahl der Wehrdienstleistenden soll in den kommenden Jahren steigen – auf bis zu 40.000 pro Jahr ab 2031.
Das Programm baut auf Rahmenvereinbarungen mit der Industrie auf. So können die Bauverwaltungen von Bund und Ländern sowie die Bundeswehr sämtliche Leistungen – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb – unmittelbar bei den Auftragnehmern abrufen. Geplant sind mit der Stufe 1 des Programms rund 300 Gebäude an mehr als 100 Standorten in fast allen Bundesländern. Alle Bieter mussten zunächst ein Präqualifikationsverfahren durchlaufen. Entsprechend der Kompetenzzentren Baumanagement der Bundeswehr ist Deutschland in sieben Lose aufgeteilt. WOLFF & MÜLLER, OBG und LECHNER haben den Zuschlag für die Lose 6 und 7 erhalten. Im Wechsel mit dem jeweils anderen Auftragnehmer im jeweiligen Los realisieren sie nun die Projekte, die in diesen beiden Losen vorgesehen sind.




