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27.08.2026 CA Immo performt operativ stabil, deutsches Portfolio wird steigen

CA Immo, ein auf hochwertige Büroflächen spezialisierter Immobilienkonzern, verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine stabile operative Entwicklung. Während das hohe Verkaufsvolumen ertragsgenerierender Immobilien im vergangenen Jahr (vermietbare Fläche –16% im Jahresvergleich) erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Nettomieterlöse um 14% führte, lagen die annualisierten Mieterlöse für Immobilien, die in beiden Vergleichsperioden Teil des Portfolios waren (Like-for-Like), um 2% über dem Vorjahreswert. Insgesamt konnte jedoch der deutliche Rückgang der indirekten Aufwendungen (–11%) und der Finanzierungskosten (–26%) die geringeren Mieteinnahmen und die marktbedingte Wertberichtigung der Immobilien (–53,7 Mio. €) nicht vollständig kompensieren, was zu einem leicht negativen Konzernergebnis führte.

Keegan Viscius, CEO von CA Immo: „Obwohl wir nach wie vor in einem schwierigen Marktumfeld agieren, das von wirtschaftlicher Unsicherheit und hohen Zinsen geprägt ist, erzielte CA Immo im ersten Halbjahr 2026 eine stabile operative Leistung. Wir konnten eine hohe Vermietungsquote von 94% aufrechterhalten, die operative Effizienz durch einen Rückgang der indirekten Aufwendungen um 11% verbessern und ein Like-for-Like-Mietwachstum von 2% erzielen. Wir sind davon überzeugt, dass ein fokussiertes Portfolio aus hochwertigen Class-A-Objekten an innerstädtischen Prime-Standorten die widerstandsfähigste Positionierung im aktuellen Marktumfeld darstellt. Diese Standorte ziehen Talente und Kapital an, weisen überdurchschnittliche Wachstumsraten auf und fungieren als Inkubatoren für Innovation und Wachstum. Unser Erfolg bei der Veräußerung von Non-Core-Objekten zu attraktiven Preisen hat unser Prime-Portfolio verschlankt und fokussiert, und die bevorstehende Fertigstellung von drei Entwicklungsprojekten in Berlin in den Jahren 2026 und 2027 wird alle relevanten Ertragskennzahlen in Zukunft weiter stärken.“

Weiterhin hohe Vermietungsquote

CA Immo konnte im 1. Halbjahr 2026 eine hohe Vermietungsquote von 94% aufrechterhalten. Insgesamt wurden Mietverträge über rund 82.700 m² abgeschlossen, rund 33% der zum Berichtsstichtag leerstehenden Flächen sind bereits mit künftigem Mietbeginn vermietet. Mit dem Abschluss langfristiger Mietverträge für das Berliner Büroprojekt Anna-Lindh-Haus sind alle drei Entwicklungsprojekte des Unternehmens bereits vor Fertigstellung vollständig vorvermietet.

Fortschritte bei den profitablen Entwicklungsaktivitäten

„Upbeat“, der neue 35.000 m² große Hauptsitz der Deutschen Kreditbank AG (DKB), wurde fertiggestellt und Ende Juli an den Einzelmieter übergeben. Dieses erstklassige, markante Bürogebäude in Berlin CBD ist für mindestens 15 Jahre vollständig vermietet und wird künftig erheblich zum wiederkehrenden Ergebnis des Konzerns beitragen. Nach dieser bedeutenden Fertigstellung umfasst die Entwicklungspipeline von CA Immo zwei im Bau befindliche Projekte an erstklassigen innerstädtischen Standorten in Berlin, die beide zu 100% vorvermietet sind und deren Fertigstellung für 2027 geplant ist. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme werden diese drei Objekte insgesamt voraussichtlich annualisierte Bruttomieteinnahmen in Höhe von insgesamt rund 27 Mio. € sowie einen Immobilienwert von rund 650 Mio. € zum Bestandsportfolio beitragen.

Aktive Kapitalrotation – erfolgreiche Immobilienverkäufe

CA Immo hat im Jahr 2026 bisher 10 Non-Core-Liegenschaften mit einem gesamten Transaktionsvolumen von rund 270 Mio. € verkauft, davon eine im 3. Quartal. Verkauft wurden u. a. zwei Büroimmobilien in Budapest sowie je eine in Warschau und Berlin, außerdem das letzte Parkhaus der Gruppe und drei Non-Core-Grundstücke in Deutschland. Darüber hinaus unterzeichnete CA Immo im 3. Quartal 2026 den Verkauf von drei weiteren deutschen Objekten, deren Abschluss im Laufe des Jahres 2026 erwartet wird. Die verkauften Liegenschaften waren hinsichtlich Assetklasse, Lage, Gebäudequalität, Alter oder Wertschöpfungspotenzial nicht dem Kerngeschäft zugeordnet.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026

CA Immo erzielte im 1. Halbjahr 2026 Mieterlöse in Höhe von 104,8 Mio. € (1. Halbjahr 2025: 124,2 Mio. €). Die Nettomieteinnahmen beliefen sich nach den ersten sechs Monaten auf 90,5 Mio. € (1. Halbjahr 2025: 105,8 Mio. €), was einem Rückgang von 14,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf den Verkauf nicht-strategischer Immobilien im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen belief sich zum 30.6.2026 auf 4,9 Mio. €, nach 5,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Die indirekten Aufwendungen sanken um 11,3% auf –18,5 Mio. € (1. Halbjahr 2025: –20,8 Mio. €).
Der Hauptfaktor für diesen Rückgang waren Veränderungen bei den Personalkosten sowie eine weitere Steigerung der betrieblichen Effizienz.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 14,6% auf 76,3 Mio. € (30.6.2025: 89,4 Mio. €).

Das Neubewertungsergebnis belief sich kumuliert auf –53,7 Mio. € nach –14,0 Mio. € im 1. Halbjahr 2025. Grund hierfür war vor allem eine leichte Renditedekompression in Deutschland, die sich auf die Bewertung des Bestandsportfolios, der Entwicklungsprojekte und der Grundstücksreserven auswirkte.

Mit –17,4 Mio. € lag das Finanzergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von –28,7 Mio. €, was vor allem auf einen Rückgang der Finanzierungskosten des Konzerns um 26,2% zurückzuführen war (hauptsächlich aufgrund der Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 350 Mio. € im Oktober 2025 und einer Anleihe in Höhe von 150 Mio. € im März 2026).

Das Konzernergebnis lag mit –1,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 31,3 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie betrug –0,02 € (30.6.2025: 0,33 € je Aktie).

Das nachhaltige Ergebnis (FFO I) lag mit 55,6 Mio. € ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 62,9 Mio. € (–11,7%). Der FFO I je Aktie betrug 0,60 € und lag damit um 8,4% unter dem Vorjahreswert von 0,66 € je Aktie.

Immobilienvermögen von rund 4,4 Mrd. €

Das Kerngeschäft des Unternehmens sind Prime-Büroimmobilien in den Metropolstädten Deutschlands, Österreichs und der CEE-Region. Die Segmente gliedern sich in Bestandsimmobilien (3,7 Mrd. €, 83% des Gesamtportfolios) sowie Immobilien in Entwicklung (686 Mio. €, 15% des Gesamtportfolios). Die verbleibenden 2% (67 Mio. €) entfallen auf zum Handel oder Verkauf bestimmte Immobilien (ausgewiesen als kurzfristiges Immobilienvermögen). Zum 30.6.2026 belief sich das gesamte Immobilienvermögen der CA Immo auf rund 4,4 Mrd. € (31.12.2025: 4,7 Mrd. €). Größtes regionales Segment ist Deutschland mit einem Anteil von 75% am Gesamtportfolio, gefolgt von CEE (20%) und Österreich (5%).

Im Zuge der strategischen Portfoliofokussierung ist der Büroanteil am Bestandsportfolio in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und lag zum Stichtag bei rund 97%. Die Vermietungsquote (nach Fläche) des Bestandsportfolios lag zum Stichtag bei 94,1% (31.12.2025: 94,9%).

Robuste Bilanz, starke Liquiditätsposition

CA Immo verfügt über eine robuste Bilanz mit einer soliden Eigenkapitalquote von 47,6% (31.12.2025: 47,1%), einem Netto-LTV von 34,5% (31.12.2025: 34,5%) sowie einer hohen Liquidität (liquide Mittel inkl. Festgeldveranlagungen und Bareinlagen) von 513,2 Mio. €.

Der Substanzwert (IFRS NAV) je Aktie lag zum 30.6.2026 bei 26,54 € und damit um 3% unter dem Wert von 27,41 € zum Jahresende 2025. Der EPRA NTA je Aktie belief sich zum Stichtag auf 31,08 € (31.12.2025: 31,74 €).

Ausblick

„Mit Blick auf die Zukunft rechnen wir mit anhaltenden Herausforderungen und Unsicherheiten, insbesondere mit weiteren geopolitischen Spannungen, erneuten Inflationsrisiken in Europa, sich wandelnden Anlegerpräferenzen und häufigeren Klimaereignissen. Auch wenn die langfristigen Marktaussichten weiterhin ungewiss sind, sind wir davon überzeugt, dass wir dank unserer klaren strategischen Ausrichtung und hochwertigen Immobilien in innerstädtischen Top-Standorten für die kommenden Jahre gut aufgestellt sind.

Die seit Langem erwartete Zweiteilung des Büromarktes ist nun jedenfalls Realität: Während erstklassige Objekte weiterhin eine hohe Mieternachfrage verzeichnen, verlieren sekundäre Gebäude zunehmend an Bedeutung. Unsere durchweg hohen Vermietungsquoten spiegeln die Qualität unserer Gebäude und die Attraktivität unserer zentralen Standorte wider.

Vor diesem Hintergrund bauen wir unser Prime-Büroportfolio in Berlin und München aus, wo unsere Größe und Entwicklungspipeline attraktive Wachstumschancen bieten, während wir weiterhin Non-Core-Objekte in Österreich und CEE veräußern. Infolgedessen wird der Anteil unseres deutschen Portfolios weiter steigen. Wir haben weiterhin großes Vertrauen in Deutschland aufgrund seiner Größe, der vielfältigen Metropolmärkte und der fiskalischen Kapazitäten zur Unterstützung langfristiger, wachstumsorientierter Investitionen.

Insgesamt konzentrieren sich unsere strategischen Prioritäten weiterhin auf (1) profitable Geschäftstätigkeit, (2) die beschleunigte Veräußerungen von Non-Core-Objekten, (3) die Vereinfachung unseres Geschäftsmodells, (4) disziplinierte Investitionen in finanziell wertsteigernde Entwicklung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden, (5) selektive externe Investitionen, (6) die Aufrechterhaltung einer starken Bilanz und stabiler Finanzkennzahlen/Covenants sowie (7) die Rückführung von überschüssigem Kapital an die Aktionäre.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir ein nachhaltiges Ergebnis (FFO I) von mehr als 90 Mio. € (0,97 € je Aktie).“























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