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12.08.2026 Deutsche Konsum: Sanierungsfortschritt stärkt Finanzierungsstruktur

Die Deutsche Konsum Real Estate AG hat heute ihre Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/2026 veröffentlicht. Die Gesellschaft setzte die Umsetzung ihres Sanierungsplans im Berichtszeitraum fort. Die bereits umgesetzte Sanierungskapitalerhöhung einschließlich Debt-to-Equity Swap sowie laufende Immobilienverkäufe tragen zur weiteren Reduzierung der Verschuldung bei. Vom Beginn der Sanierung bis zum 30. Juni 2026 wurden Immobilienverkäufe in Höhe von rund EUR 78 Mio. realisiert. Für zwei weitere Objekte wurden Kaufverträge mit einem Kaufpreis von insgesamt EUR 16 Mio. unterzeichnet.

Die erfolgreiche Reduzierung der Verschuldung stärkt die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft. Das Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 397,0 Mio. (30. September 2025: EUR 304,3 Mio.), die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich auf EUR 311,5 Mio. (30. September 2025: EUR 471,1 Mio.), und der Netto-LTV verbesserte sich auf 41,1 % (30. September 2025: 57,8 %). Der Zinsaufwand sank auf EUR 10,7 Mio. (9M 2024/2025: EUR 18,7 Mio.).

Planmäßige Entwicklung im operativen Geschäft

Infolge der laufenden Portfolioverkäufe reduzierten sich die Mieterlöse auf EUR 48,0 Mio. (9M 2024/2025: EUR 52,7 Mio.). Das Vermietungsergebnis lag mit EUR 29,2 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (9M 2024/2025: EUR 29,8 Mio.).

Die geringere Zinsbelastung spiegelte sich positiv in der operativen Ertragskraft wider: Die Funds from Operations (FFO) stiegen auf EUR 14,5 Mio. (Vorjahr EUR 9,9 Mio.). Aufgrund der höheren Aktienanzahl reduzierte sich der FFO pro Aktie im Vergleich zum Vorjahrszeitraum auf EUR 0,18 (Vorjahr EUR 0,24).

Das Periodenergebnis verbesserte sich auf EUR -25,7 Mio. (9M 2024/2025: EUR -32,6 Mio.).

Zum Stichtag 30. Juni 2026 umfasste das Portfolio 140 Objekte mit einem Bilanzwert von EUR 693,7 Mio. Das Portfolio wurde durch CBRE mit Stichtag zum 30.06.2026 neu bewertet, woraus sich ein Bewertungsverlust in Höhe von EUR 41,6 Mio. (entsprechend rund 5,7% auf den bisherigen Portfoliowert) ergibt.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum wurden Vorstand und Aufsichtsrat personell neu aufgestellt. Daniel Löhken, bislang Vorsitzender des Aufsichtsrats, wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2026 für drei Jahre zum Mitglied des Vorstands und Vorstandsvorsitzenden bestellt. Kyrill Turchaninov schied planmäßig zum 31. Juli 2026 aus dem Vorstand aus. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Dr. Kai Gregor Klinger. Sebastian Wasser bleibt stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 17. April 2026 beschlossen die Aktionäre zudem die Wahl von Thorsten Arsan in den Aufsichtsrat, sowie die Schaffung eines neuen Genehmigten und Bedingten Kapitals. Hank Boot stellte sich nicht zur Wiederwahl und schied mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus.

Ausblick

Neben der operativen Weiterentwicklung des Portfolios liegt der Fokus in den kommenden Monaten weiterhin auf der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen. Der Sanierungsprozess sieht Immobilienverkäufe von bis zu EUR 220 Mio. bis September 2027 vor.

Infolge der Immobilienverkäufe gehen die Mieterlöse planmäßig zurück. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet die Gesellschaft weiterhin mit Mieterlösen in einer Spanne von EUR 58 Mio. bis EUR 63 Mio., bei gleichzeitigem Anstieg der FFO durch reduzierte Zinsbelastung. Die Umsetzung der geplanten Objektveräußerungen bleibt durch das anhaltend anspruchsvolle geopolitische Umfeld und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Transaktionsmarkt mit Unsicherheiten verbunden.


























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