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11.08.2026 Mews erhält E-Geld-Lizenz: Nächste Fintech-Chance in der Hotellerie

Mews Financial Services B.V., ein von Mews Systems gegründetes und beaufsichtigtes Unternehmen, hat von der De Nederlandsche Bank (DNB) eine Lizenz als E-Geld-Institut (Electronic Money Institution, EMI) erhalten. Die Lizenz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg von Mews, sein Managementsystem zu einer zentralen Plattform für Finanzdienstleistungen im Gastgewerbeauszubauen, und damit Betriebs- und Finanzprozesse an einem Ort zusammenzuführen.

Mit der Lizenz verfügt Mews über einen regulierten Status im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Damit kann das UnternehmenZahlungsdienste, Finanzprozesse und operative Daten in einem einzigen System bündeln. Bislang werden operative Daten in Mews verarbeitet, während Finanzdaten häufig aus Systemen von Drittanbietern stammten. Die EMI-Lizenz schafft nun die Grundlage dafür,beides an einem Ort zusammenzuführen – genau dort, wo die Umsätze generiert werden. Zugleich ermöglicht sie Mews, auf Basis seiner bestehenden Infrastruktur neue, speziell auf das Gastgewerbe zugeschnittene Finanzfunktionen zu entwickeln.

„Bei all der Software, die heute in Hotels zum Einsatz kommt, hat das Finanzwesen noch nie als ein einziges, vernetztes System funktioniert: hier ein Zahlungsdienstleister, dort eine Bank und dazwischen eine Tabelle zum Abgleich. Ein Managementsystem für ein Hotel muss daherauch die Finanzverwaltung umfassen, denn ein wesentlicher Teil von Produktivität und Wachstum hängt vom effektiven Finanz- und Risikomanagement ab. Eingebettete Zahlungen schließen diese Lücke zunehmend. Diese Lizenz gibt uns die Grundlage, noch einen Schritt weiter zu gehen und die Finanzinfrastruktur aufzubauen, die der Branche bisher gefehlt hat – damit sich der wirtschaftliche Part dem Hotelbetrieb anpasst und nicht umgekehrt“, so Richard Valtr, Gründer von Mews.

Regulierte Infrastruktur für eine komplexere Branche

Mews wickelte im Jahr 2025 ein Transaktionsvolumen von 19,7 Milliarden US-Dollar für Hotels ab. Mit diesem Wachstum steigt auch die Komplexität, Einnahmen mit den entsprechenden Beständen, Bewegungen und Buchungen eines Hotels zu verknüpfen. Die fragmentierte Finanzinfrastruktur, die ursprünglich für diese Prozesse konzipiert wurde, stößt dabei zunehmend an ihre Grenzen. Eine regulierte, systemintegrierte und speziell für das Gastgewerbe entwickelte Finanzinfrastruktur setzt genau an dieser Entwicklung an. Sie verbindet Zahlungs- und Finanzprozesse mit den operativen Daten, die Hotels bereits in ihrem Managementsystem verwalten.

Als reguliertes Unternehmen unterliegt Mews Financial Services den Anforderungen an Governance, Kundenschutz, und Compliance, die für die Erbringung von Zahlungsdienstleistungen im EWR gelten. Dazu gehört unter anderem die vollständige Trennung von Kundengeldern und den eigenen Betriebsmitteln von Mews. Die Lizenz schafft zudem die Grundlage dafür, Funktionen für Risiko- und Betrugsüberwachung, Sanktionsprüfungen sowie Geldwäscheprävention direkt in das Managementsystem zu integrieren.

Der nächste Schritt für Finanzservices im Gastgewerbe

Mews Financial Services plant, die regulierten Funktionen ab Ende 2026 schrittweise einzuführen. Den Anfang macht eine Pilotgruppe von Unterkünften in den Niederlanden. Anschließend soll das Angebot schrittweise auf den gesamten EWR ausgeweitet werden.

Langfristig will Mews zum Finanzpartner werden, dem führende Unternehmen im Gastgewerbe vertrauen. Dabei sollen die bereits über die Plattform verfügbaren Betriebsdaten genutzt werden, um neue Finanzprodukte zu entwickeln, die Hotels dabei unterstützen, ihren Umsatz zu steigern, finanzielle Prozesse zu vereinfachen und ihr Geschäft erfolgreicher zu führen.


























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