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11.08.2026 Europäische Spitzenmieten steigen, leichter Anstieg der Renditen

Europas Spitzenimmobilienmärkte zeigen sich zur Jahresmitte 2026 weiterhin robust. Das aktuelle Update der Studie „DNA of Real Estate“ von Cushman & Wakefield dokumentiert ein anhaltend solides Mietpreiswachstum in den Segmenten Büro, Logistik und Einzelhandel. Gleichzeitig sind die Spitzenrenditen wieder leicht gestiegen und signalisieren damit ein Ende der flächendeckenden Renditekompression.

Das zweite Quartal war von anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und einem weiterhin erhöhten Zinsumfeld geprägt. Die Anleiherenditen blieben über weite Strecken des Quartals hoch und gaben erst gegen Ende leicht nach – als Anzeichen noch auf eine Friedensvereinbarung hindeuteten. Mit der Zinserhöhung der EZB im Juni schwanden die Erwartungen auf weitere Renditekompressionen, was zusätzlichen Druck auf die Kapitalwerte ausübte.

Simon Jeschioro, Head of Capital Markets & Investment Advisory Germany bei Cushman & Wakefield, fasst die aktuellen Trends wie folgt zusammen: „Wir sehen keine Phase der breiten Renditekompression auf uns zukommen – unserer Einschätzung nach entscheidet zurzeit die individuelle Standort und Asset Selektion über die Performance einzelner, größerer Transaktionen.“ Jeschioro weiter: „Investoren sollten sich in der jetzigen Marktphase auf leicht höhere Finanzierungskosten einstellen; Preisabschläge sind möglich, allerdings nicht flächendeckend. Nahezu vollständig vermietete, hochwertige Core-CBD-Assets bleiben attraktiv und sehen sich einer stabilen Nachfrage gegenüber. Zusammengefasst stellen wir fest, dass Liquidität vorhanden ist, Transaktionen allerdings in vielen Fällen trotzdem stocken.“

Nigel Almond, Senior Director, Global Property Research & Intelligence, EMEA bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Trotz eines herausfordernden Marktumfelds verzeichneten mehr als drei Viertel der europäischen Märkte stabile Renditen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Märkte mit steigenden Renditen zu.“ Weiter führt er aus: „Auf der Mieterseite setzte sich insbesondere im Bürosektor das Wachstum der Spitzenmieten sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich fort. Dies unterstützt weiterhin ein moderates Kapitalwertwachstum auf europäischer Ebene und in den meisten Regionen.“

Büroimmobilien führen Mietpreiswachstum an

Angeführt wurde die Mietpreisentwicklung vom Bürosektor: CBD-Spitzen-Büromieten in Europa stiegen aufgrund der starken Flächennachfrage um 1,2 % gegenüber dem Vorquartal und
4,5 % im Jahresvergleich.

Die stärksten vierteljährlichen Mietanstiege verzeichneten:

• Benelux (+2,6 %)
• Deutschland (+1,9 %)
• UK & Irland (+1,6 %)

Besonders hervorzuheben ist Rotterdam mit einem Anstieg von 13,2 % auf 385 Euro/m²/Jahr. Ausschlaggebend waren jüngste Vermietungsabschlüsse sowie höhere Angebotsmieten bei Neubauprojekten.

Parallel dazu zeigte sich eine Trendwende bei den Renditen. Sieben europäische Büromärkte meldeten im zweiten Quartal Renditeausweitungen – so viele wie seit zwei Jahren nicht mehr. Lediglich zwei Märkte verzeichneten noch eine Renditekompression. Im Ergebnis stieg die durchschnittliche europäische Spitzenrendite für Büroimmobilien um 3 Basispunkte auf
5,39 %.

Südeuropa sowie Zentral- und Osteuropa bleiben besonders resilient

Die widerstandsfähigsten Regionen Europas bleiben weiterhin Südeuropa sowie Zentral- und Osteuropa. Beide Regionen kombinierten im zweiten Quartal ein vergleichsweise starkes Mietpreiswachstum mit überwiegend stabilen oder leicht rückläufigen Renditen. Damit konnten sie ihre Position als attraktivste Märkte für Investoren im derzeitigen Marktumfeld behaupten.

Während das Mietpreiswachstum in den europäischen Spitzenmärkten anhält, deutet die leichte Ausweitung der Renditen auf eine neue Marktphase hin. Investitionsentscheidungen werden zunehmend durch die Qualität einzelner Standorte und Objekte bestimmt. Hochwertige Core-Immobilien in etablierten Top-Lagen bleiben dabei die bevorzugte Wahl institutioneller Investoren.

























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