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06.08.2026 Immobilienwerte brauchen mehr Einordnung als Pauschalurteile

Geopolitische Spannungen, volatile Kapitalmärkte und steigende Finanzierungskosten prägen derzeit das wirtschaftliche Umfeld. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit darüber, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf Immobilienwerte haben. Mit der Publikation „Bewertungen in Phasen der Unsicherheit – Warum belastbare Werte heute mehr Einordnung brauchen“ zeigt Avison Young Valuation, weshalb pauschale Wertabschläge in der aktuellen Marktsituation zu kurz greifen und stattdessen eine differenzierte, objektspezifische Bewertung erforderlich ist.

Die Analyse macht deutlich, dass Unsicherheit kein eigenständiger wertbeeinflussender Faktor ist. Erst wenn sie sich konkret auf Finanzierungskosten, Renditeanforderungen, Mietrisiken, Investitionsbedarf oder die Marktliquidität einer Immobilie auswirkt, wird sie für die Wertermittlung relevant. Entscheidend ist daher nicht die allgemeine Marktlage, sondern die tatsächliche Wirkung auf das einzelne Objekt.

„Gerade in Phasen erhöhter Unsicherheit besteht die Gefahr, Marktstimmungen vorschnell auf Immobilienwerte zu übertragen. Das wird der Realität jedoch nicht gerecht. Nicht jede geopolitische oder wirtschaftliche Entwicklung rechtfertigt automatisch einen Wertabschlag. Maßgeblich ist vielmehr, ob und wie sich die jeweiligen Risiken konkret auf Cashflows, Finanzierung, Vermietbarkeit oder Investitionsbedarf einer Immobilie auswirken. Nur eine differenzierte, objektspezifische Analyse schafft die belastbare Grundlage für fundierte Entscheidungen“, so Dmitry Stul MRICS, Geschäftsführer der Avison Young Valuation Germany GmbH.

Die Veröffentlichung ordnet aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen, wie beispielsweise die Auswirkungen des Iran-Konflikts, die steigenden Finanzierungskosten oder die rückläufige Transaktionsdynamik, in ihren möglichen Einfluss auf Immobilienbewertungen ein. Gleichzeitig zeigt sie auf, warum professionelle Bewertungen heute weit über die Anwendung standardisierter Bewertungsverfahren hinausgehen müssen. Gerade bei geringer Markttransparenz und eingeschränkter Transaktionsevidenz gewinnen die fachliche Einordnung von Marktdaten sowie Sensitivitäts- und Szenarioanalysen zunehmend an Bedeutung.

„Unsere Aufgabe ist es nicht, Unsicherheit zu beseitigen, sondern sie nachvollziehbar einzuordnen. Eigentümer, Investoren und Finanzierer benötigen gerade jetzt transparente Bewertungen, die Marktdaten, objektspezifische Risiken und belastbare Bewertungsmethoden zusammenführen. Nur so entstehen verlässliche Entscheidungsgrundlagen, auch in dynamischen Marktphasen“, ergänzt Robert Becker, Geschäftsführer der Avison Young Valuation Germany GmbH.

Mit der Publikation unterstreicht Avison Young den Anspruch, Kunden auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld Orientierung zu bieten. Lokale Marktkenntnis, fundierte Datengrundlagen und langjährige Bewertungsexpertise ermöglichen eine differenzierte Einschätzung von Einzelobjekten und Portfolios sowie eine belastbare Begleitung von Finanzierungs-, Transaktions- und Investitionsentscheidungen.


























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