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05.08.2026 Branchen-Umfrage: EU AI Act erwischt die Immobilienwirtschaft kalt

Der EU AI Act trifft die Immobilienbranche unvorbereitet: Jede dritte Führungskraft aus dem Real Estate Bereich kennt die Herausforderungen der neuen Regulatorik nicht. Fast genauso viele wissen nicht, wie gut ihr Unternehmen darauf vorbereitet ist. Das zeigt eine Umfrage von pom+ Deutschland, dem Beratungsunternehmen für die Immobilienbranche mit den Schwerpunkten ESG, Data und Technology. Befragt wurden 86 Entscheiderinnen und Entscheider aus der Immobilienwirtschaft zwischen dem 14. und 24. Juli 2026.

Fehlendes Know-How beim neuen EU AI Act

Der neue EU AI Act schafft seit dem 2. August 2026 branchenübergreifend einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Auch Immobilienunternehmen müssen künftig insbesondere beim Einsatz von KI in Prozessen wie Dokumentenanalyse, Mieterkommunikation oder Immobilienbewertung sicherstellen, dass die gesetzlichen Anforderungen an Transparenz, Governance und den Umgang mit Risiken eingehalten werden. Bis Dezember 2027 müssen die Vorgaben umgesetzt sein.

Die Umfrage offenbart erhebliche Wissensdefizite im Management: Etwa ein Drittel (32 Prozent) hat keine Kenntnis darüber, ob ihr Unternehmen gut auf den EU AI Act vorbereitet ist und noch mehr Teilnehmende (39 Prozent) konnten die damit einhergehenden Herausforderungen nicht benennen. Noch bedenklicher: Datenschutz und Datensicherheit (11 Prozent) sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
(9 Prozent) spielen nur bei einer Minderzeit eine tragende Rolle angesichts der neuen Vorgaben. Nur 2 Prozent der Befragten sehen die Herausforderung im organisatorischen Aufwand, dabei kann das die größte Hürde in den Unternehmen werden.

„Die Umfrage macht deutlich: Der Immobilienwirtschaft fehlt das notwendige Fachwissen für die Anforderungen des neuen AI Acts. Die Zeit bis Dezember 2027 wirkt zwar lang, doch die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, den AI Act umzusetzen, sondern Verantwortungen neu zu organisieren. Kompetenzen im Haus aufzubauen und Arbeitsweisen anzupassen dauert länger, als die meisten glauben. Datenschutz und Compliance fallen meistens in unterschiedliche Abteilungen, doch am Ende muss der Vorstand für Entscheidungen geradestehen. Wer heute noch jemanden sucht, der das Thema ,nebenbei‘ übernimmt, unterschätzt nicht nur den AI Act, sondern die organisatorische Veränderung, die er auslöst,“ betont Rebekka Ruppel, CEO von pom+ Deutschland.


























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