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04.08.2026 HAMBORNER REIT setzt planmäßige Geschäftsentwicklung fort

In einem weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfeld hat die HAMBORNER REIT AG auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres eine weitgehend stabile und planmäßige operative Geschäftsentwicklung verzeichnen können.

Die Erlöse aus Mieten und Pachten beliefen sich auf 45,1 Mio. Euro und lagen damit 1,3 % unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Der Rückgang ist insbesondere auf die im vergangenen sowie im laufenden Geschäftsjahr erfolgten Immobilienverkäufe zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung wurde von vertraglich festgelegten Mietanpassungen infolge der Inflationsentwicklung (Index-Mieterhöhungen) positiv beeinflusst. Auf vergleichbarer Basis (Like-for-like) lagen die Mieterlöse im ersten Halbjahr um rd. 0,7 Mio. Euro bzw. 1,7 % über dem Vorjahreswert.

Die Funds from Operations (FFO) reduzierten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,4 % auf 23,8 Mio. Euro. Der FFO je Aktie verminderte sich dementsprechend auf 0,29 Euro (Vorjahr: 0,31 Euro). Ergebnisbelastend wirkten neben verminderten Mieterlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen die im Rahmen des Gesamtjahresausblicks prognostizierten Kostensteigerungen in den Bereichen Instandhaltung, Verwaltung und Personal sowie höhere Finanzierungskosten infolge des veränderten Zinsumfelds.

Die Finanzsituation der Gesellschaft verbleibt weiterhin komfortabel. Beeinflusst durch die im zweiten Quartal erfolgte Dividendenausschüttung sowie vereinzelte Wertanpassungen innerhalb des Immobilienportfolios erhöhte sich der Loan-to-Value (EPRA-LTV) gegenüber dem Jahresende 2025 auf 45,2 % (31. Dezember 2025: 44,3 %). Die REIT-Eigenkapitalquote reduzierte sich dementsprechend im Laufe des ersten Halbjahrs und lag zum 30. Juni 2026 mit 53,9 % weiterhin auf hohem Niveau (31. Dezember 2025: 54,7 %).

PORTFOLIOENTWICKLUNG

Im Verlauf des ersten Quartals 2026 fand der Besitzübergang der zum Jahresende 2025 veräußerten Einzelhandelsimmobilie in Ditzingen statt. Das Portfolio setzte sich damit zum 30. Juni 2026 aus 63 Büro- und Einzelhandelsobjekten zusammen. Die Gesellschaft hat zum Halbjahresende keine portfolioübergreifende externe Bestandsbewertung vornehmen lassen. Ungeachtet dessen wurden in Abstimmung mit dem externen Gutachter der Gesellschaft vereinzelte Verkehrswertanpassungen vorgenommen.

Nach einer bereits zum Ende des ersten Quartals erfolgten Erhöhung des Verkehrswerts einer Büroimmobilie in Köln in Höhe von 4,4 Mio. Euro wurden zum 30. Juni 2026 Wertanpassungen für insgesamt acht Büro- und Einzelhandelsobjekte vorgenommen, die unter anderem auf veränderte Standort- und Vermietungsperspektiven sowie erhöhte Kostenprognosen für Anschlussvermietungen zurückzuführen sind. In Summe führten die unterjährigen Werterhöhungen und -reduzierungen zu einem Rückgang des Portfoliovolumens von 20,7 Mio. Euro bzw. 1,5 %. Dementsprechend belief sich der Verkehrswert des Gesamtportfolios zum Ende des ersten Halbjahres auf 1,316 Mrd. Euro.

Infolge der Dividendenauszahlung sowie der Verkehrswertanpassungen reduzierte sich der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie gegenüber dem Jahresende 2025 (9,07 Euro) um 3,9 % und belief sich zum 30. Juni 2026 auf 8,72 Euro.

STRATEGISCHE PORTFOLIOANPASSUNG

Im Zusammenhang mit der im Februar 2026 angekündigten strategischen Neuausrichtung des Immobilienportfolios konnte die Gesellschaft im zweiten Quartal einen ersten Transaktionsprozess erfolgreich abschließen und den Verkaufsvertrag für eine Büroimmobilie in Neu-Isenburg unterzeichnen. Der Verkaufspreis der Immobilie beläuft sich auf 13,5 Mio. Euro und lag damit geringfügig unter dem Niveau des zuletzt festgestellten gutachterlichen Verkehrswerts. Im Falle der Erfüllung einer vertraglich festgelegten Voraussetzung kann ein zusätzlicher Verkaufserlös in Höhe von bis zu rd. 0,2 Mio. Euro realisiert werden. Der Besitzübergang wird voraussichtlich im dritten Quartal 2026 erfolgen. Die Gesellschaft beabsichtigt, die freiwerdenden Mittel auf Grundlage des erweiterten Ankaufsprofils möglichst zeitnah in renditestarke Immobilien aus den Bereichen Nahversorgung und Baumärkte zu reinvestieren.

OPERATIVE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Auf operativer Ebene erwies sich die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr ebenfalls weitgehend stabil und planmäßig. Seit Jahresbeginn wurden Verträge für Mietflächen von rd. 23.700 m² abgeschlossen (Vorjahr: rd. 12.400 m²), wobei ein Anteil von rd. 66 % auf Büroflächen entfiel. Die Verbleibquote der Mieter bewegte sich mit rd. 88 % erneut auf äußerst hohem Niveau.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WALT) reduzierte sich im Jahresverlauf geringfügig und lag zum 30. Juni 2026 bei 5,0 Jahren (31. Dezember 2025: 5,3 Jahre). Die Restlaufzeiten innerhalb des Einzelhandels- und Büroportfolios beliefen sich auf 6,2 bzw. 3,6 Jahre. Die EPRA-Leerstandsquote lag zum Stichtag mit 4,1 % geringfügig über dem niedrigen Niveau des Jahresendes 2025 (3,5 %).

DIVIDENDE & HAUPTVERSAMMLUNG

Am 3. Juni 2026 fand die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft im Rahmen einer Präsenzveranstaltung in Essen statt. Im Rahmen der Hauptversammlung wurden sämtliche Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit angenommen. Die Beschlüsse betrafen unter anderem die Entlastung des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2025, die Billigung des Vergütungsberichts sowie die Erneuerung der Ermächtigung für einen möglichen künftigen Erwerb eigener Aktien. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bestätigt und eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 0,39 € je Aktie beschlossen.

AUSBLICK

Die Gesellschaft blickt dem Jahresverlauf 2026 weiterhin grundsätzlich positiv entgegen und hält an den zuletzt veröffentlichten Einschätzungen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung fest. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsbericht 2025 dargestellten Prognoseannahmen erwartet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2026 Erlöse aus Mieten und Pachten in einer Spanne von 87,5 Mio. Euro bis 89,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (FFO) wird sich voraussichtlich zwischen 38,0 Mio. Euro und 42,0 Mio. Euro bewegen.


























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