03.08.2026 Wasseraufbereitung: KGAL und fluvicon starten 100 Mio. Euro-Plattform
Die Partnerschaft verbindet mehr als ein Jahrzehnt bewährter Vorwärtsosmose-Technologie mit dem Kapital, der Strukturierungskompetenz und dem institutionellen Netzwerk von KGAL Industries. Ziel ist es, den industriellen Roll-out in Europa zu beschleunigen.
KGAL Industries, die auf die industrielle Skalierung und Kommerzialisierung bewährter Technologien spezialisierte Investmenteinheit der KGAL-Gruppe, und die fluvicon GmbH, ein in Graz ansässiger Pionier der Wasseraufbereitung mittels Vorwärtsosmose, haben heute ihre strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel ist es, industrielle Wasseraufbereitung als Dienstleistung europaweit bereitzustellen. Im Rahmen der Transaktion hat KGAL Industries zudem eine strategische Beteiligung an fluvicon erworben.
Die Partnerschaft steht exemplarisch für den Auftrag von KGAL Industries: Unternehmen mit nachgewiesener technologischer Exzellenz in kapitalintensiven, strategisch wichtigen Branchen zu unterstützen und ihnen das Kapital, die Strukturierungskompetenz sowie den Marktzugang bereitzustellen, die sie für die Skalierung vom ersten industriellen Einsatz bis zum weltweiten Roll-out benötigen. Die industrielle Wasseraufbereitung ist hierfür ein relevantes Beispiel. Sie wird durch strengere EU-Vorschriften und die steigende Nachfrage nach einer kreislauforientierten Wassernutzung vorangetrieben.
Ein Partner, der wegweisende Technologien in die industrielle Skalierung führt
KGAL investiert seit 1968 in langfristige Realkapitalanlagen für institutionelle und private Investoren. Heute verwaltet der Investment- und Assetmanager mit circa 400 Mitarbeitenden ein Investitionsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro in den Bereichen Immobilien, nachhaltige Infrastruktur und Aviation. KGAL Industries baut auf dieser fast sechs Jahrzehnte umfassenden Erfahrung auf. Durch die Kombination von Kapital, Strukturierungskompetenz und langfristiger Ausrichtung unterstützt sie bewährte Technologien dabei, industrielle Größenordnungen zu erreichen.
Für Gründer kapitalintensiver Technologieunternehmen ist diese Kombination selten. Viele Technologien stellen ihre technische Funktionsfähigkeit unter Beweis, stoßen beim Übergang vom ersten industriellen Einsatz zur kommerziellen Skalierung jedoch auf erhebliche Hürden. In dieser Phase werden Finanzierung, Strukturierung und strategische Partnerschaften zu entscheidenden Faktoren. KGAL Industries will genau diese Lücke schließen, anstatt Innovatoren die Herausforderungen der Kapitalmärkte und der Industrialisierung allein bewältigen zu lassen.
Warum fluvicon?
fluvicon wurde 2013 als Spin-off der Montanuniversität Leoben gegründet und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt daran, einen grundlegend neuen Ansatz der Wasseraufbereitung in funktionierende Industrieanlagen zu überführen. Die patentierten Verfahren basieren auf dem Prinzip der Vorwärtsosmose anstelle der herkömmlichen Umkehrosmose. Sie gewinnen aus stark verunreinigten Abwässern der Industrie sowie der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sauberes Wasser zurück. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Robustheit, minimale Ablagerungen und Verkrustungen sowie einen deutlich geringeren Energieverbrauch und niedrigere Kosten als konventionelle Aufbereitungsverfahren aus.
Diese mehr als zehnjährige Entwicklungsarbeit und die im industriellen Einsatz bewährten Anlagen bilden das technologische Fundament für die Skalierung durch KGAL Industries. Die Partnerschaft überführt die nachgewiesene Leistungsfähigkeit von fluvicon in eine reproduzierbare und finanzierbare Plattform.
Erstes Projekt der Plattform
Die erste Anlage der Plattform wird für die polnische Tochtergesellschaft eines weltweit tätigen Lebensmittelkonzerns mit einem Umsatz in Milliardenhöhe errichtet. Grundlage ist ein Wasseraufbereitungsvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren. Die Anlage wandelt Abwasser aus einem Fermentationsprozess in zwei werthaltige Produkte um: sauberes Wasser, das die EU-Einleitungsstandards erfüllt, sowie einen konzentrierten biologischen Reststoff, der als zurückgewonnener Rohstoff direkt wieder in den Produktionsprozess des Kunden einfließt.
Für den Kunden liegt der Nutzen auf der Hand: Es entstehen weder Investitionskosten noch operativer Aufwand. Das Unternehmen bezieht sauberes Wasser, zurückgewonnene Ressourcen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben als Dienstleistung.
Roll-out-Strategie
Die Partnerschaft ist gezielt als skalierbare industrielle Plattform strukturiert. fluvicon stellt die Technologie bereit und betreibt die Anlagen, während KGAL Industries Strukturierungskompetenz, Kapital und den Zugang zum institutionellen Netzwerk der KGAL-Gruppe einbringt. Jede neue Anlage folgt einem standardisierten Entwicklungs- und Finanzierungsmodell. Dies ermöglicht eine effiziente Expansion in Branchen wie der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Metallverarbeitung, der Oberflächenbehandlung, der Textilindustrie und der Landwirtschaft.
Die Partner wollen die Plattform auf ein Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro ausbauen und die industrielle Wasseraufbereitung langfristig als institutionelle Infrastruktur-Anlageklasse etablieren. Diese basiert auf langfristigen Verträgen, der Nachfrage nach essenziellen Dienstleistungen und starken regulatorischen Impulsen, da die EU nachhaltiges Wassermanagement zunehmend verbindlich macht.
Thomas Griessler, Gründer und CEO, fluvicon, sagt: „Nach einem Jahrzehnt der Entwicklungsarbeit und mit Anlagen, die sich im industriellen Einsatz bewährt haben, verändert diese Partnerschaft das Angebot von fluvicon grundlegend. Unsere Kunden kaufen keine Anlagen mehr. Sie beziehen sauberes Wasser, zurückgewonnene Ressourcen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben – ohne eigene Investitionskosten. Mit KGAL Industries als Strukturierungs- und Finanzierungspartner können wir ein Modell, das an einem Standort funktioniert, nun europaweit ausrollen – zu einem Zeitpunkt, an dem nachhaltiges Wassermanagement aufgrund der EU-Regulierung zunehmend unverzichtbar wird.“
Gaisar Gabdulatzianov, Investment Principal, KGAL-Gruppe, ergänzt: „Genau dafür wurde KGAL Industries initiiert: Wir stellen Technologien, die sich im industriellen Einsatz bewährt haben, die erforderlichen Strukturen und das Kapital für ihre Skalierung bereit. Wasser ist eine der entscheidenden Ressourcenfragen für die europäische Industrie. Gemeinsam mit fluvicon haben wir eine Plattform geschaffen, die Abwasser in sauberes Wasser und wertvolle Rohstoffe verwandelt. Unser Ziel ist es, ein Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro zu erreichen.“
KGAL Industries, die auf die industrielle Skalierung und Kommerzialisierung bewährter Technologien spezialisierte Investmenteinheit der KGAL-Gruppe, und die fluvicon GmbH, ein in Graz ansässiger Pionier der Wasseraufbereitung mittels Vorwärtsosmose, haben heute ihre strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel ist es, industrielle Wasseraufbereitung als Dienstleistung europaweit bereitzustellen. Im Rahmen der Transaktion hat KGAL Industries zudem eine strategische Beteiligung an fluvicon erworben.
Die Partnerschaft steht exemplarisch für den Auftrag von KGAL Industries: Unternehmen mit nachgewiesener technologischer Exzellenz in kapitalintensiven, strategisch wichtigen Branchen zu unterstützen und ihnen das Kapital, die Strukturierungskompetenz sowie den Marktzugang bereitzustellen, die sie für die Skalierung vom ersten industriellen Einsatz bis zum weltweiten Roll-out benötigen. Die industrielle Wasseraufbereitung ist hierfür ein relevantes Beispiel. Sie wird durch strengere EU-Vorschriften und die steigende Nachfrage nach einer kreislauforientierten Wassernutzung vorangetrieben.
Ein Partner, der wegweisende Technologien in die industrielle Skalierung führt
KGAL investiert seit 1968 in langfristige Realkapitalanlagen für institutionelle und private Investoren. Heute verwaltet der Investment- und Assetmanager mit circa 400 Mitarbeitenden ein Investitionsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro in den Bereichen Immobilien, nachhaltige Infrastruktur und Aviation. KGAL Industries baut auf dieser fast sechs Jahrzehnte umfassenden Erfahrung auf. Durch die Kombination von Kapital, Strukturierungskompetenz und langfristiger Ausrichtung unterstützt sie bewährte Technologien dabei, industrielle Größenordnungen zu erreichen.
Für Gründer kapitalintensiver Technologieunternehmen ist diese Kombination selten. Viele Technologien stellen ihre technische Funktionsfähigkeit unter Beweis, stoßen beim Übergang vom ersten industriellen Einsatz zur kommerziellen Skalierung jedoch auf erhebliche Hürden. In dieser Phase werden Finanzierung, Strukturierung und strategische Partnerschaften zu entscheidenden Faktoren. KGAL Industries will genau diese Lücke schließen, anstatt Innovatoren die Herausforderungen der Kapitalmärkte und der Industrialisierung allein bewältigen zu lassen.
Warum fluvicon?
fluvicon wurde 2013 als Spin-off der Montanuniversität Leoben gegründet und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt daran, einen grundlegend neuen Ansatz der Wasseraufbereitung in funktionierende Industrieanlagen zu überführen. Die patentierten Verfahren basieren auf dem Prinzip der Vorwärtsosmose anstelle der herkömmlichen Umkehrosmose. Sie gewinnen aus stark verunreinigten Abwässern der Industrie sowie der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sauberes Wasser zurück. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Robustheit, minimale Ablagerungen und Verkrustungen sowie einen deutlich geringeren Energieverbrauch und niedrigere Kosten als konventionelle Aufbereitungsverfahren aus.
Diese mehr als zehnjährige Entwicklungsarbeit und die im industriellen Einsatz bewährten Anlagen bilden das technologische Fundament für die Skalierung durch KGAL Industries. Die Partnerschaft überführt die nachgewiesene Leistungsfähigkeit von fluvicon in eine reproduzierbare und finanzierbare Plattform.
Erstes Projekt der Plattform
Die erste Anlage der Plattform wird für die polnische Tochtergesellschaft eines weltweit tätigen Lebensmittelkonzerns mit einem Umsatz in Milliardenhöhe errichtet. Grundlage ist ein Wasseraufbereitungsvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren. Die Anlage wandelt Abwasser aus einem Fermentationsprozess in zwei werthaltige Produkte um: sauberes Wasser, das die EU-Einleitungsstandards erfüllt, sowie einen konzentrierten biologischen Reststoff, der als zurückgewonnener Rohstoff direkt wieder in den Produktionsprozess des Kunden einfließt.
Für den Kunden liegt der Nutzen auf der Hand: Es entstehen weder Investitionskosten noch operativer Aufwand. Das Unternehmen bezieht sauberes Wasser, zurückgewonnene Ressourcen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben als Dienstleistung.
Roll-out-Strategie
Die Partnerschaft ist gezielt als skalierbare industrielle Plattform strukturiert. fluvicon stellt die Technologie bereit und betreibt die Anlagen, während KGAL Industries Strukturierungskompetenz, Kapital und den Zugang zum institutionellen Netzwerk der KGAL-Gruppe einbringt. Jede neue Anlage folgt einem standardisierten Entwicklungs- und Finanzierungsmodell. Dies ermöglicht eine effiziente Expansion in Branchen wie der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Metallverarbeitung, der Oberflächenbehandlung, der Textilindustrie und der Landwirtschaft.
Die Partner wollen die Plattform auf ein Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro ausbauen und die industrielle Wasseraufbereitung langfristig als institutionelle Infrastruktur-Anlageklasse etablieren. Diese basiert auf langfristigen Verträgen, der Nachfrage nach essenziellen Dienstleistungen und starken regulatorischen Impulsen, da die EU nachhaltiges Wassermanagement zunehmend verbindlich macht.
Thomas Griessler, Gründer und CEO, fluvicon, sagt: „Nach einem Jahrzehnt der Entwicklungsarbeit und mit Anlagen, die sich im industriellen Einsatz bewährt haben, verändert diese Partnerschaft das Angebot von fluvicon grundlegend. Unsere Kunden kaufen keine Anlagen mehr. Sie beziehen sauberes Wasser, zurückgewonnene Ressourcen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben – ohne eigene Investitionskosten. Mit KGAL Industries als Strukturierungs- und Finanzierungspartner können wir ein Modell, das an einem Standort funktioniert, nun europaweit ausrollen – zu einem Zeitpunkt, an dem nachhaltiges Wassermanagement aufgrund der EU-Regulierung zunehmend unverzichtbar wird.“
Gaisar Gabdulatzianov, Investment Principal, KGAL-Gruppe, ergänzt: „Genau dafür wurde KGAL Industries initiiert: Wir stellen Technologien, die sich im industriellen Einsatz bewährt haben, die erforderlichen Strukturen und das Kapital für ihre Skalierung bereit. Wasser ist eine der entscheidenden Ressourcenfragen für die europäische Industrie. Gemeinsam mit fluvicon haben wir eine Plattform geschaffen, die Abwasser in sauberes Wasser und wertvolle Rohstoffe verwandelt. Unser Ziel ist es, ein Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro zu erreichen.“




