29.07.2026 Vermietungsmarkt für Lagerflächen ist zurück auf Normalniveau
Die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen hat im ersten Halbjahr 2026 spürbar zugenommen. Der Vermietungsmarkt verbuchte für Eigennutzer und Vermietungen einen Flächenumsatz von rund 3,35 Millionen m². Das Ergebnis übertraf damit den Vorjahreswert von 2,90 Millionen m² um deutliche 16 Prozent und lag nur geringfügig unter den vergleichbaren fünf- und zehnjährigen Durchschnittswerten (drei Prozent bzw. ein Prozent). „Die Anzahl der Abschlüsse entsprach im Jahresvergleich mit 341 Verträgen dem Niveau des Vorjahres. Den Mittelwert der vergangenen fünf Jahre von 375 Verträgen unterbot das Halbjahr jedoch um neun Prozent“, zieht Sebastian Bögel, Head of Industrial & Logistics Agency JLL Germany, Bilanz.
Während der Umsatz durch Vermietungen gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent zulegte, ging der Anteil der Eigennutzer am Gesamtumsatz um 25 Prozent zurück. Mit rund 593.000 m² trugen sie nur 18 Prozent zum Ergebnis des ersten Halbjahres bei.
Unterschiedliche Umsatzdynamik in den fünf Metropolen
Die fünf Ballungsräume Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München setzten in den ersten sechs Monaten rund 868.200 m² um und überboten das Vorjahresergebnis so leicht um zwei Prozent. Den fünfjährigen Vergleichswert verfehlten sie jedoch um elf Prozent.
Die umsatzstärkste Region war Frankfurt mit 244.300 m², im Zwölfmonatsvergleich ein Plus von sechs Prozent. Mit einigem Abstand folgt die Region Hamburg mit 192.600 m² (minus 18 Prozent). Platz drei belegt Düsseldorf mit 179.300 m² und einem deutlichen Plus von 57 Prozent im Zwölfmonatsvergleich. Berlin erreicht 163.000 m² (minus 26 Prozent) und München verbuchte zwar mit plus 67 Prozent den größten Zuwachs, erzielte aber von einem niedrigen Niveau kommend mit 89.000 m² den niedrigsten Flächenumsatz unter den fünf Hochburgen.
Als aktivste Nutzergruppe erwiesen sich Unternehmen aus Transport, Verkehr und Lagerhaltung mit einem Flächenumsatz von 357.400 m², was 41 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht und eine Steigerung von rund 35 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bedeutet. Im Gegensatz dazu verzeichneten Handelsunternehmen mit 156.800 m² einen Rückgang von 36 Prozent und Industrieunternehmen mit 223.000 m² ein Minus von 16 Prozent.
Größte Abschlüsse verteilen sich auf die Regionen Hamburg, Berlin und Frankfurt
Die beiden größten Anmietungen wurden bereits im ersten Quartal registriert: Ein namhafter Onlinehändler mietete mehr als 50.000 m² in Hamburg-Allermöhe und der chinesische Logistikdienstleister JD Logistics rund 40.000 m² in Ludwigsfelde bei Berlin. Im zweiten Quartal folgte als drittgrößter Abschluss die Anmietung von rund 32.000 m² durch die Siemens AG in Offenbach (Region Frankfurt).
Zugleich kommt weniger neues Angebot auf den Markt: Von Januar bis Juni wurden in den fünf Metropolen mit rund 187.000 m² knapp 35 Prozent weniger neue Lagerflächen fertiggestellt als im ersten Halbjahr 2025; gegenüber dem fünfjährigen Mittelwert beträgt der Rückgang sogar 49 Prozent. Zum Fertigstellungszeitpunkt waren nur rund 63.000 m² (34 Prozent der Flächen) noch verfügbar, 48 Prozent waren vermietet und die übrigen Flächen waren an Eigennutzer vergeben.
„Diese geringe Verfügbarkeit verschärft die ohnehin angespannte Situation: In vielen Top-fünf-Regionen herrscht ein Mangel an modernen, kurzfristig verfügbaren Flächen“, sagt Bögel. Zur Jahresmitte befinden sich rund 665.000 m² im Bau, 56 Prozent dieser Flächen sind noch unvermietet. Die höchste Bautätigkeit verzeichnet die Region Berlin mit rund 278.000 m². In der Region Frankfurt sind mit rund 60.000 m² die geringsten Flächen im Bau.
Spitzenmieten in den fünf Hochburgen zur Jahresmitte stabil
Im zweiten Quartal blieben die Spitzenmieten für Lagerflächen ab 5.000 m² in allen fünf Hauptregionen unverändert, nachdem in München und Frankfurt im ersten Quartal noch ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. München führt mit 11,00 Euro/m², gefolgt von Berlin mit 10,50 Euro/m² und Düsseldorf mit 9,00 Euro/m². In Hamburg und Frankfurt werden jeweils 8,50 Euro/m² erzielt.
Außerhalb der fünf Hauptregionen dominieren Logistiker die Flächennachfrage
Deutliches Wachstum verzeichneten die Märkte außerhalb der fünf Ballungsräume*. Mit 2,49 Millionen m² wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 21 Prozent mehr Quadratmeter umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als die Märkte 2,05 Millionen m² erreichten. Dabei entfielen etwa 22 Prozent des Gesamtumsatzes auf Eigennutzer.
Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung legten im Jahresvergleich noch einmal deutlich zu: Sie erzielte 370.600 m² mehr als im Vorjahr und dominierten dadurch im ersten Halbjahr 2026 die Flächennachfrage. Mit 1,19 Millionen m² steuerte dieser Sektor einen Anteil von rund 48 Prozent und damit fast die Hälfte des Flächenumsatzes bei. Darunter finden sich auch die vier größten Anmietungen: Der Kontraktlogistiker Ceva Logistics mietet je rund 90.000 m² in Frankfurt (Oder) und in Lich bei Gießen. Maersk Logistik unterzeichnete einen Vertrag über knapp 69.000 m² in einem spekulativ errichteten Neubau im nordhessischen Herleshausen und ID Logistics sicherte sich etwa 67.000 m² in Alsdorf bei Aachen
Handelsunternehmen legten im Jahresvergleich ebenfalls überproportional um 48 Prozent zu und waren so zur Jahresmitte für 23 Prozent beziehungsweise 575.000 m² des Gesamtumsatzes verantwortlich. Die Nachfrage von Industrieunternehmen ging dagegen um 23 Prozent auf 522.000 m² zurück.
Chinesische Nutzer dominieren den Flächenumsatz im Ruhrgebiet
Mit rund 303.400 m² und einem Zuwachs von 48 Prozent im Zwölfmonatsvergleich liegt das Ruhrgebiet unter den Regionen außerhalb der fünf Metropolen an der Spitze. Die Region profitierte dabei mehr als jede andere von der anhaltenden Nachfrage chinesischer Unternehmen, die in den ersten sechs Monaten etwa 126.000 m² umsetzten – rund 42 Prozent des Gesamtumsatzes im Ruhrgebiet.
Deutliche Zuwächse im Jahresvergleich verzeichneten auch die Regionen Hannover/Braunschweig mit 233.400 m² und Köln mit 141.600 m², die ihre Vorjahresergebnisse jeweils mehr als vervierfachen konnten.
Während der Umsatz durch Vermietungen gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent zulegte, ging der Anteil der Eigennutzer am Gesamtumsatz um 25 Prozent zurück. Mit rund 593.000 m² trugen sie nur 18 Prozent zum Ergebnis des ersten Halbjahres bei.
Unterschiedliche Umsatzdynamik in den fünf Metropolen
Die fünf Ballungsräume Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München setzten in den ersten sechs Monaten rund 868.200 m² um und überboten das Vorjahresergebnis so leicht um zwei Prozent. Den fünfjährigen Vergleichswert verfehlten sie jedoch um elf Prozent.
Die umsatzstärkste Region war Frankfurt mit 244.300 m², im Zwölfmonatsvergleich ein Plus von sechs Prozent. Mit einigem Abstand folgt die Region Hamburg mit 192.600 m² (minus 18 Prozent). Platz drei belegt Düsseldorf mit 179.300 m² und einem deutlichen Plus von 57 Prozent im Zwölfmonatsvergleich. Berlin erreicht 163.000 m² (minus 26 Prozent) und München verbuchte zwar mit plus 67 Prozent den größten Zuwachs, erzielte aber von einem niedrigen Niveau kommend mit 89.000 m² den niedrigsten Flächenumsatz unter den fünf Hochburgen.
Als aktivste Nutzergruppe erwiesen sich Unternehmen aus Transport, Verkehr und Lagerhaltung mit einem Flächenumsatz von 357.400 m², was 41 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht und eine Steigerung von rund 35 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bedeutet. Im Gegensatz dazu verzeichneten Handelsunternehmen mit 156.800 m² einen Rückgang von 36 Prozent und Industrieunternehmen mit 223.000 m² ein Minus von 16 Prozent.
Größte Abschlüsse verteilen sich auf die Regionen Hamburg, Berlin und Frankfurt
Die beiden größten Anmietungen wurden bereits im ersten Quartal registriert: Ein namhafter Onlinehändler mietete mehr als 50.000 m² in Hamburg-Allermöhe und der chinesische Logistikdienstleister JD Logistics rund 40.000 m² in Ludwigsfelde bei Berlin. Im zweiten Quartal folgte als drittgrößter Abschluss die Anmietung von rund 32.000 m² durch die Siemens AG in Offenbach (Region Frankfurt).
Zugleich kommt weniger neues Angebot auf den Markt: Von Januar bis Juni wurden in den fünf Metropolen mit rund 187.000 m² knapp 35 Prozent weniger neue Lagerflächen fertiggestellt als im ersten Halbjahr 2025; gegenüber dem fünfjährigen Mittelwert beträgt der Rückgang sogar 49 Prozent. Zum Fertigstellungszeitpunkt waren nur rund 63.000 m² (34 Prozent der Flächen) noch verfügbar, 48 Prozent waren vermietet und die übrigen Flächen waren an Eigennutzer vergeben.
„Diese geringe Verfügbarkeit verschärft die ohnehin angespannte Situation: In vielen Top-fünf-Regionen herrscht ein Mangel an modernen, kurzfristig verfügbaren Flächen“, sagt Bögel. Zur Jahresmitte befinden sich rund 665.000 m² im Bau, 56 Prozent dieser Flächen sind noch unvermietet. Die höchste Bautätigkeit verzeichnet die Region Berlin mit rund 278.000 m². In der Region Frankfurt sind mit rund 60.000 m² die geringsten Flächen im Bau.
Spitzenmieten in den fünf Hochburgen zur Jahresmitte stabil
Im zweiten Quartal blieben die Spitzenmieten für Lagerflächen ab 5.000 m² in allen fünf Hauptregionen unverändert, nachdem in München und Frankfurt im ersten Quartal noch ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. München führt mit 11,00 Euro/m², gefolgt von Berlin mit 10,50 Euro/m² und Düsseldorf mit 9,00 Euro/m². In Hamburg und Frankfurt werden jeweils 8,50 Euro/m² erzielt.
Außerhalb der fünf Hauptregionen dominieren Logistiker die Flächennachfrage
Deutliches Wachstum verzeichneten die Märkte außerhalb der fünf Ballungsräume*. Mit 2,49 Millionen m² wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 21 Prozent mehr Quadratmeter umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als die Märkte 2,05 Millionen m² erreichten. Dabei entfielen etwa 22 Prozent des Gesamtumsatzes auf Eigennutzer.
Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung legten im Jahresvergleich noch einmal deutlich zu: Sie erzielte 370.600 m² mehr als im Vorjahr und dominierten dadurch im ersten Halbjahr 2026 die Flächennachfrage. Mit 1,19 Millionen m² steuerte dieser Sektor einen Anteil von rund 48 Prozent und damit fast die Hälfte des Flächenumsatzes bei. Darunter finden sich auch die vier größten Anmietungen: Der Kontraktlogistiker Ceva Logistics mietet je rund 90.000 m² in Frankfurt (Oder) und in Lich bei Gießen. Maersk Logistik unterzeichnete einen Vertrag über knapp 69.000 m² in einem spekulativ errichteten Neubau im nordhessischen Herleshausen und ID Logistics sicherte sich etwa 67.000 m² in Alsdorf bei Aachen
Handelsunternehmen legten im Jahresvergleich ebenfalls überproportional um 48 Prozent zu und waren so zur Jahresmitte für 23 Prozent beziehungsweise 575.000 m² des Gesamtumsatzes verantwortlich. Die Nachfrage von Industrieunternehmen ging dagegen um 23 Prozent auf 522.000 m² zurück.
Chinesische Nutzer dominieren den Flächenumsatz im Ruhrgebiet
Mit rund 303.400 m² und einem Zuwachs von 48 Prozent im Zwölfmonatsvergleich liegt das Ruhrgebiet unter den Regionen außerhalb der fünf Metropolen an der Spitze. Die Region profitierte dabei mehr als jede andere von der anhaltenden Nachfrage chinesischer Unternehmen, die in den ersten sechs Monaten etwa 126.000 m² umsetzten – rund 42 Prozent des Gesamtumsatzes im Ruhrgebiet.
Deutliche Zuwächse im Jahresvergleich verzeichneten auch die Regionen Hannover/Braunschweig mit 233.400 m² und Köln mit 141.600 m², die ihre Vorjahresergebnisse jeweils mehr als vervierfachen konnten.




