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28.07.2026 Studie: Unternehmen bauen Büros für direkten Austausch um

Unternehmen richten ihre Büros zunehmend auf Zusammenarbeit und Unternehmenskultur aus. Das zeigt der vierte und abschließende Teil der Studienreihe „2026 Global Workplace & Occupancy Insights“ von CBRE. Besonders deutlich wird dieser Wandel bei der Flächengestaltung: Seit 2021 ist der Anteil sogenannter Amenity-Flächen – also Bereiche für soziale Begegnung und informellen Austausch – um 120 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil klassischer Einzelarbeitsplätze von 56 Prozent auf 35 Prozent. Unternehmen schaffen damit Arbeitsumgebungen, die persönliche Zusammenarbeit gezielt fördern und den Mehrwert des Büros gegenüber dem Homeoffice stärken.

„Das Büro der Zukunft wird erfolgreich sein, weil es etwas bietet, was das Homeoffice nicht leisten kann: Es schafft menschliche Verbindungen, die Engagement, Leistungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit von Organisationen fördern“, sagt Stephan Leimbach, Head of Occupier Accounts & Consulting bei CBRE in Deutschland.

Auch die Arbeitsplatzkonzepte verändern sich deutlich. Fest zugewiesene Arbeitsplätze verlieren weiter an Bedeutung: Ihr Anteil sank seit 2021 von 83 auf 55 Prozent, während hybride Arbeitsplatzmodelle und Desk Sharing von zwölf auf 36 Prozent zunahmen.

Gleichzeitig berücksichtigen inzwischen 83 Prozent der Unternehmen die jeweilige Tätigkeit ihrer Mitarbeitenden bei der Planung von Arbeitsplatzquoten, 78 Prozent orientieren sich zusätzlich an tatsächlichen Auslastungsdaten. Damit wird die Büroplanung zunehmend datenbasiert und auf die tatsächlichen Arbeitsweisen der Beschäftigten ausgerichtet.

KI erhöht den Wert des Büros

Auch der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz dürfte die Bedeutung des Büros künftig weiter stärken. Laut der Studie wird die weltweite Nutzung sogenannter KI-Agenten innerhalb des kommenden Jahres voraussichtlich um 327 Prozent wachsen. Bereits 79 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Lösungen ein, während 88 Prozent der Führungskräfte ihre Investitionen in KI bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2026 weiter erhöhen wollen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch, dass KI den Arbeitsalltag zunächst nicht verkürzt. Beschäftigte mit hoher KI-Nutzung arbeiten derzeit durchschnittlich 2,75 Stunden pro Woche mehr als zuvor. Da KI zunehmend Routineaufgaben übernimmt, gewinnen persönliche Zusammenarbeit, Kreativität und Urteilsvermögen an Bedeutung – und damit auch das Büro als Ort für gemeinsames Arbeiten und Innovation.

„Wir gehen davon aus, dass die Büroauslastung bis mindestens 2027 weiter steigen wird. Unternehmen, die frühzeitig in kollaborative Flächen, Aufenthaltsqualität und intelligente Gebäudetechnologien investieren, werden nach Einschätzung unserer Studie zufolge am stärksten von dieser Entwicklung profitieren“, sagt Dr. Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.


























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