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27.07.2026 Modebranche Wettbewerbsfaktor: Transparenz entlang der Lieferkette

Kurze Produktlebenszyklen, globale Lieferketten und ein wachsender Wettbewerb durch Fast-Fashion-Anbieter machen eine zuverlässige Planung für Unternehmen in der Modeindustrie zunehmend schwieriger. Gleichzeitig sorgen geopolitische Krisen, unterbrochene Transportwege oder neue regulatorische Anforderungen dafür, dass Lieferketten heute deutlich komplexer und störanfälliger sind als noch vor wenigen Jahren. „Für Modeunternehmen bedeutet das: Transparenz entlang der gesamten Lieferkette wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Nur wer jederzeit weiß, wann wie viel Ware benötigt wird, wo sie sich befindet, welche Lieferanten auch kurzfristig liefern können und welche Auswirkungen mögliche Verzögerungen auf Bestellungen und Kunden haben, kann zeitnah auf Kundenwünsche reagieren“, sagt Gerald Reiser, Partner und Leiter der Business Unit Fashion und Bekleidung bei retailsolutions.

Lieferketten verstehen statt nur verwalten

Ob unerwartete Lieferengpässe durch verschiedenste Störungen wie blockierte Schifffahrtsrouten und Materialmangel oder eine erhöhte Kundennachfrage – die gewünschte Warenverfügbarkeit gelingt nicht immer. Entscheidend ist deshalb, Auswirkungen auf Lieferketten möglichst früh zu erkennen und alternative Handlungsoptionen zu entwickeln, um Kundenwünsche möglichst zu erfüllen. „Moderne ERP-Lösungen wie SAP Fashion schaffen hierfür die notwendige Datengrundlage. Sie verknüpfen Informationen aus Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb und Finanzen und ermöglichen so einen ganzheitlichen Blick auf die Lieferkette in Echtzeit. Unternehmen können so schnell erfassen, welche Artikel von einer Störung betroffen sind, ob Lieferverzögerungen zu erwarten sind und alternative Bestellmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, erläutert Reiser und ergänzt: „Es lassen sich auch unterschiedliche Szenarien simulieren: Lohnt sich der Wechsel zu einem alternativen Lieferanten? Welche Auswirkungen hätte eine kurzfristige Nachbestellung auf Kosten und Marge? Welche Lieferanten könnten die benötigte Ware überhaupt kurzfristig bereitstellen?“

Solche Analysen helfen Unternehmen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und wirtschaftliche Risiken zu minimieren. „Zudem setzen Lösungen wie SAP Fashion vermehrt auf den Einsatz von KI. KI-Agenten können große Datenmengen kontinuierlich auswerten und beispielsweise frühzeitig Lieferengpässe erkennen, innerhalb einer Saison nötige Nachbestellungen tätigen oder eingegangene Aufträge prüfen“, so Reiser.

Nachhaltigkeit braucht belastbare Daten

Neben Stabilität und Transparenz spielt auch Nachhaltigkeit weiter eine Rolle in der Branche. Große Modeunternehmen müssen zunehmend nachweisen, wie ihre Lieferketten aufgebaut sind und welche ökologischen Auswirkungen Produktion und Transport haben. Dafür reichen Einzelinformationen jedoch nicht aus – erforderlich sind belastbare, konsolidierte Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Digitale Lösungen unterstützen Unternehmen dabei, diese Informationen systematisch zu erfassen und auszuwerten. „Anwendungen wie SAP Sustainability Footprint Management ermöglichen es zum Beispiel, CO?-Emissionen, Energie- oder Wasserverbrauch einzelner Lieferketten zu analysieren und die Auswirkungen alternativer Beschaffungswege miteinander zu vergleichen. Und auch hier eröffnet KI zusätzliche Möglichkeiten. Sie kann Nachhaltigkeitsdaten automatisch zusammenführen, Auffälligkeiten erkennen und Optimierungspotenziale identifizieren. So lassen sich ökologische und wirtschaftliche Ziele künftig besser miteinander verbinden“, berichtet Reiser.



























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