24.07.2026 Leipziger Markt: Mieten steigen – Belastung bleibt im Durchschnitt stabil
Für den Leipziger Mietwohnungsmarkt lässt sich 2025 eine anhaltend hohe Nachfrage bei weiter steigenden Angebotsmieten feststellen. Gleichzeitig bleibt die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte seit Jahren bei rund 30 Prozent stabil. Der neue Marktbericht Miete 2026, erstellt von PISA Immobilienmanagement gemeinsam mit der Dualen Hochschule Sachsen und dem Institut für immobilienwirtschaftliche Studien, ordnet diese Entwicklung für Leipzig und das Leipziger Umland bis zum Jahr 2025 ein. Die Datengrundlage wurde erweitert, so dass neben Angebotsmietpreisen, auch die Vermarktungsdauer und sozio-demografische Daten in die Analyse eingeflossen sind. Es können somit umfassende und detaillierte Aussagen getroffen werden.
Im Jahr 2025 lag die Angebotsmiete im Median in Leipzig im Erstbezug bei 13,95 Euro pro Quadratmeter, im Bestand bei 9,88 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg um 7,3 Prozent im Erstbezug und 2,2 Prozent im Bestand. Seit 2015 haben sich die Angebotsmieten im Bestand um rund 70 Prozent, im Erstbezug um rund 97 Prozent erhöht. Trotz dieser Entwicklung bleibt Leipzig mit einer Angebotsmiete im Median von 10,55 Euro pro Quadratmeter im Vergleich der großen deutschen Städte weiterhin moderat. In München liegt der entsprechende Wert bei 25,21 Euro pro Quadratmeter.
Stabile Quote, ungleiche Belastung
Dass steigende Mieten nicht automatisch zu einer höheren durchschnittlichen Mietbelastungsquote führen, lässt sich vor allem mit der Einkommensentwicklung erklären. Die Haushaltsnettoeinkommen in Leipzig stiegen von 2015 bis 2024 um rund 40 Prozent, die tatsächlich gezahlten Bestandsmieten laut Erhebung der Stadt Leipzig um 35,5 Prozent. „Die Daten zeigen: Einkommen und gezahlte Mieten haben sich im Durchschnitt ähnlich entwickelt. Deshalb bleibt die Mietbelastungsquote stabil“, sagt Timo Pinder, Geschäftsführer der PISA Immobilienmanagement GmbH & Co. KG.
Diese Durchschnittswerte verdecken jedoch soziale Unterschiede. Bei den einkommensschwächsten 20 Prozent der Haushalte liegt die Mietbelastungsquote bereits bei über 40 Prozent. „Das zentrale Problem liegt nicht im Gesamtmarkt, sondern in der Versorgung einkommensschwacher Haushalte. Dort braucht es gezielte Wohnungspolitik und sozialen Mietwohnungsbau“, sagt Prof. Dr. Kerry Brauer vom Institut für immobilienwirtschaftliche Studien.
Leipzig besteht aus vielen Mietmärkten
Für Leipzig lässt sich keine einheitliche Mietentwicklung feststellen. Vielmehr unterscheiden sich die Teilmärkte deutlich nach Lage, Gebäudestruktur und Nachfrage. Während im Stadtbezirk Süd die Angebotsmiete im Median im Erstbezug von 14,56 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024 auf 13,99 Euro im Jahr 2025 leicht sank, war in den anderen Stadtbezirken ein weiterer Anstieg zu verzeichnen. Bei den Angebotspreisen im Bestand liegt die Bandbreite im Median zwischen 11,90 Euro im Stadtbezirk Mitte und 7,91 Euro im Stadtbezirk West. Angespannt bleibt die Nachfrage nach preiswerterem Wohnraum, was an der sinkenden mittleren Vermarktungsdauer deutlich wird. So sank diese im Stadtbezirk West bei Bestandswohnungen von 119 Tagen im Jahr 2015 auf heute unter 20 Tage.
Im hochpreisigen Segment zeigen sich dagegen Grenzen der Zahlungsbereitschaft. In besonders teuren Lagen wie dem Waldstraßenviertel bleibt die Vermarktungsdauer trotz Rückgang über dem städtischen Durchschnitt. „Bei sehr hohen Mieten wird die Zahl der Haushalte kleiner, die diese Preise zahlen können oder wollen. Der Markt reguliert sich hier über Preisbereitschaft und Nachfrage“, so Brauer.
Bestandsmieten sind Angebotsmieten
Für die öffentliche Debatte ist zudem eine methodische Einordnung wichtig: Die im Marktbericht ausgewiesenen Bestandsmieten beschreiben Angebotsmieten bei Wiedervermietung. Sie sagen nicht unmittelbar aus, wie sich laufende Mietverträge entwickeln. Wird eine zuvor neu gebaute Wohnung nach dem ersten Auszug erneut angeboten, erscheint sie statistisch als Bestandsangebot. Dadurch kann der Median der Bestandsmieten steigen, ohne dass bestehende Mietverhältnisse teurer werden.
Wohnungen werden kleiner, Umland bleibt gefragt
Auch bei der Wohnungsgröße lässt sich eine deutliche Verschiebung feststellen. Die durchschnittliche Wohnfläche neu angebotener Erstbezugswohnungen lag 2018 noch bei 85,5 Quadratmetern. Im Jahr 2025 waren es nur noch 67,4 Quadratmeter.
Der vorliegende Marktbericht macht die enge Verflechtung von Leipzig mit dem Leipziger Umland deutlich und liefert auch hierfür detailliertes Zahlenmaterial zu den Angebotsmieten. Seit 2014 verzeichnet Leipzig gegenüber dem Umland ein negatives Wanderungssaldo von jährlich 2.500 bis knapp 5.000 Personen. „Wir erwarten einen moderaten weiteren Mietanstieg – keine Trendwende, aber auch keine beschleunigte Dynamik“, sagt Pinder. Entscheidend bleibe die Angebotsseite. Vor allem zusätzliche Wohnungsfertigstellungen seien die wichtigste Stellschraube für ein langfristig stabiles Verhältnis von Angebot und Nachfrage.
Im Jahr 2025 lag die Angebotsmiete im Median in Leipzig im Erstbezug bei 13,95 Euro pro Quadratmeter, im Bestand bei 9,88 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg um 7,3 Prozent im Erstbezug und 2,2 Prozent im Bestand. Seit 2015 haben sich die Angebotsmieten im Bestand um rund 70 Prozent, im Erstbezug um rund 97 Prozent erhöht. Trotz dieser Entwicklung bleibt Leipzig mit einer Angebotsmiete im Median von 10,55 Euro pro Quadratmeter im Vergleich der großen deutschen Städte weiterhin moderat. In München liegt der entsprechende Wert bei 25,21 Euro pro Quadratmeter.
Stabile Quote, ungleiche Belastung
Dass steigende Mieten nicht automatisch zu einer höheren durchschnittlichen Mietbelastungsquote führen, lässt sich vor allem mit der Einkommensentwicklung erklären. Die Haushaltsnettoeinkommen in Leipzig stiegen von 2015 bis 2024 um rund 40 Prozent, die tatsächlich gezahlten Bestandsmieten laut Erhebung der Stadt Leipzig um 35,5 Prozent. „Die Daten zeigen: Einkommen und gezahlte Mieten haben sich im Durchschnitt ähnlich entwickelt. Deshalb bleibt die Mietbelastungsquote stabil“, sagt Timo Pinder, Geschäftsführer der PISA Immobilienmanagement GmbH & Co. KG.
Diese Durchschnittswerte verdecken jedoch soziale Unterschiede. Bei den einkommensschwächsten 20 Prozent der Haushalte liegt die Mietbelastungsquote bereits bei über 40 Prozent. „Das zentrale Problem liegt nicht im Gesamtmarkt, sondern in der Versorgung einkommensschwacher Haushalte. Dort braucht es gezielte Wohnungspolitik und sozialen Mietwohnungsbau“, sagt Prof. Dr. Kerry Brauer vom Institut für immobilienwirtschaftliche Studien.
Leipzig besteht aus vielen Mietmärkten
Für Leipzig lässt sich keine einheitliche Mietentwicklung feststellen. Vielmehr unterscheiden sich die Teilmärkte deutlich nach Lage, Gebäudestruktur und Nachfrage. Während im Stadtbezirk Süd die Angebotsmiete im Median im Erstbezug von 14,56 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024 auf 13,99 Euro im Jahr 2025 leicht sank, war in den anderen Stadtbezirken ein weiterer Anstieg zu verzeichnen. Bei den Angebotspreisen im Bestand liegt die Bandbreite im Median zwischen 11,90 Euro im Stadtbezirk Mitte und 7,91 Euro im Stadtbezirk West. Angespannt bleibt die Nachfrage nach preiswerterem Wohnraum, was an der sinkenden mittleren Vermarktungsdauer deutlich wird. So sank diese im Stadtbezirk West bei Bestandswohnungen von 119 Tagen im Jahr 2015 auf heute unter 20 Tage.
Im hochpreisigen Segment zeigen sich dagegen Grenzen der Zahlungsbereitschaft. In besonders teuren Lagen wie dem Waldstraßenviertel bleibt die Vermarktungsdauer trotz Rückgang über dem städtischen Durchschnitt. „Bei sehr hohen Mieten wird die Zahl der Haushalte kleiner, die diese Preise zahlen können oder wollen. Der Markt reguliert sich hier über Preisbereitschaft und Nachfrage“, so Brauer.
Bestandsmieten sind Angebotsmieten
Für die öffentliche Debatte ist zudem eine methodische Einordnung wichtig: Die im Marktbericht ausgewiesenen Bestandsmieten beschreiben Angebotsmieten bei Wiedervermietung. Sie sagen nicht unmittelbar aus, wie sich laufende Mietverträge entwickeln. Wird eine zuvor neu gebaute Wohnung nach dem ersten Auszug erneut angeboten, erscheint sie statistisch als Bestandsangebot. Dadurch kann der Median der Bestandsmieten steigen, ohne dass bestehende Mietverhältnisse teurer werden.
Wohnungen werden kleiner, Umland bleibt gefragt
Auch bei der Wohnungsgröße lässt sich eine deutliche Verschiebung feststellen. Die durchschnittliche Wohnfläche neu angebotener Erstbezugswohnungen lag 2018 noch bei 85,5 Quadratmetern. Im Jahr 2025 waren es nur noch 67,4 Quadratmeter.
Der vorliegende Marktbericht macht die enge Verflechtung von Leipzig mit dem Leipziger Umland deutlich und liefert auch hierfür detailliertes Zahlenmaterial zu den Angebotsmieten. Seit 2014 verzeichnet Leipzig gegenüber dem Umland ein negatives Wanderungssaldo von jährlich 2.500 bis knapp 5.000 Personen. „Wir erwarten einen moderaten weiteren Mietanstieg – keine Trendwende, aber auch keine beschleunigte Dynamik“, sagt Pinder. Entscheidend bleibe die Angebotsseite. Vor allem zusätzliche Wohnungsfertigstellungen seien die wichtigste Stellschraube für ein langfristig stabiles Verhältnis von Angebot und Nachfrage.




